In diesem Beitrag zeigen wir 24 Netzwerktools, mit denen Administratoren aber auch Anwender Netzwerke überwachen und optimieren sowie Fehler beheben können. Die meisten Tools stehen komplett kostenlos zur Verfügung, bieten aber professionelle Funktionen mit hohem Nutzwert.
Ohne passende Werkzeuge ist schlecht arbeiten! Wir zeigen deshalb 24 Netzwerk-Tools, die das Administratoren-Leben deutlich erleichtern können.
Wir haben in diesem Beitrag zwei Dutzend teilweise kostenlose Tools und Open-Source-Werkzeuge zusammengestellt, mit denen sich Netzwerke überwachen und optimieren und Fehler beheben lassen. Wir behandeln dabei komplette Tool-Sammlungen, wie bspw. das kostenlose NetCrunch Free Admin Toolset, als einzelnes Tool, obwohl diese teilweise bis zu zwölf einzelne Programme bereitstellen.
Tipp: Für einige Tools in diesem Beitrag ist eine Registrierung notwendig. Wer seine eigene E-Mail-Adresse nicht angeben will, kann hierfür auf Dienste wie Müllmail.com zurückgreifen. Ab iOS 15 lassen sich auch mit iPhones und iPads neutrale Mailadressen erstellen, deren Kommunikation auf die Adresse der Apple-ID weitergeleitet wird.
1. NetCrunch Free Admin Toolset
Wir beginnen mit der umfangreichen Tool-Sammlung NetCrunch Free Admin Toolset, die diverse Möglichkeiten für Admins bietet. Das NetCrunch Admin Toolset besteht aus einer Sammlung von verschiedenen Werkzeugen aus verschiedenen Bereichen der Netzwerkverwaltung. Zur Sammlung gehören zum Beispiel Tools wie Traceroute, Wake on LAN, DNS Info, Who Is, DNS Audit, MAC Address Resolver, Subnet Calculator, Ping Scanner, Network Services Scanner, Open TCP Port Scanner, SNMP Scanner und einige mehr. Die einzelnen Tools werden auf der Webseite einzeln oder als komplette Sammlung heruntergeladen.
Nach der Installation ist eine kostenlose Registrierung beim Anbieter notwendig. Dazu muss aber keine echte E-Mail-Adresse angegeben werden. Nach der Anmeldung startet die Oberfläche und auf der linken Seite sind die verschiedenen Tools zu finden. Die Vorgehensweise dazu ist im Grunde genommen immer identisch. Zunächst wird das entsprechende Tool auf der linken Seite ausgewählt, zum Beispiel „Open TCP Port Scanner“ bei „Scanners“. In der Mitte des Fensters wird danach die IP-Adresse oder der Name des Netzwerkgerätes eingegeben, das der Scanner untersuchen soll. Danach beginnt das jeweilige Tool mit seiner Aufgabe und zeigt die ermittelten Informationen in der Mitte des Fensters an.
Neben den offenen Ports kann das NetCrunch Free Admin Toolset auch nach Diensten im Netzwerk suchen. Dazu steht auf der linken Seite das Tool „Network Service Scanner“ bereit. Auch hier lassen sich verschiedene Bereiche und mehrere IP-Adressen untersuchen. Mit dem „Ping Scanner“ lassen sich alle Geräte in einem IP-Bereich identifizieren. Mit „DNS Info“ ist es möglich Daten zu DNS-Zonen auszulesen.
2. AdRem WMI-Tester und Syslog Tester
Neben dem NetCrunch Free Admin Toolset gibt es auf der Webseite der Entwickler noch den WMI-Tester und den Syslog Tester. Der WMI-Tester kann auch komplexere WMI-Fragen für Computer durchführen. Neben lokalen Computern kann das Tool auch über das Netzwerk Informationen anzeigen. Der Syslog-Tester kann Verbindungen an Syslog-Servern testen. Das Tool funktioniert mit jedem Programm, das Syslog-Nachrichten empfangen kann.
3. Lansweeper Advanced Network Scanner
Mit dem Lansweeper Advanced Network Scanner lassen sich Geräte im Netzwerk identifizieren und Daten auslesen. Dazu kommt das Erstellen von umfangreichen Berichten zu den gefundenen Netzwerkgeräten. Das Tool kann kostenlos getestet werden und steht in Netzwerken bis zu 100 Geräten kostenlos zur Verfügung. Nach Ablauf der Testperiode muss das Tool lizenziert werden https://www.lansweeper.com/pricing. Die Kosten dafür betragen in Netzwerken mit etwa 2000 Geräten 2.000 Euro/Jahr.
Die Verwaltung erfolgt mit der Weboberfläche über den Port 81 des lokalen Hosts. Direkt nach der Installation erfolgt die Einrichtung der Umgebung. Für die Verwendung der Testversion ist eine Registrierung notwendig. Im Rahmen der ersten Einrichtung scannt das Tool das gesamte Netzwerk und zeigt Informationen in Echtzeit an. Beim Anklicken von gefundenen Netzwerkgeräten zeigt Lansweeper weitere Informationen an, wenn die Benutzerberechtigungen dafür ausreichen.
Stand: 08.12.2025
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4. Fing: Der Netzwerkscanner für iOS und Android
Mit Fing können Anwender mit Android-Smartphones oder Tablets sowie mit iPhone und iPad ebenfalls ganze Netzwerke scannen und die Geräte anzeigen. Beim Antippen eines gefundenen Gerätes zeigt die App weitere Informationen wie Hersteller, IP-Adresse, Marke, Seriennummern, Herstellungsdatum und vieles mehr auf dem Smartphone oder Tablet an. Die App kann kostenlos und ohne Abonnement installiert werden. Nach der Verbindung mit einem WLAN, beginnt der Scanvorgang.
5. ManageEngine Free Server Monitoring
Das kostenlose Tool ManageEngine Free Server Monitoring kann bis zu 5 Server im Netzwerk kostenlos überwachen. Für die Überwachung von mehr Servern ist die Pro-Edition notwendig. Diese lässt sich 30 Tage kostenlos testen und kostet danach 17 US-Dollar pro Monat. Nach dem Anmelden mit einem kostenlosen oder kostenpflichtigen Konto kann in der Weboberfläche mit „Add Server“ der Agent für den jeweiligen Server heruntergeladen werden. Nach der Installation des Agenten auf dem Server und der Registrierung mit dem angezeigten Schlüssel bindet ManageEngine Server Monitoring den entsprechenden Server in der Oberfläche an und ermöglicht dessen Überwachung. Für die Anbindung einer größeren Zahl von Servern ist es auch möglich, Skripte herunterzuladen.
6. LizardSystems Network Scanner
Bei LizardSystems Network Scanner handelt es sich um einen IP-Scanner, dessen Aufgaben darin bestehen, im Netzwerk Geräte ohne Agenten zu finden und Informationen zu den Geräten anzuzeigen. Für private Benutzer ist das Tool kostenlos. Kommerzielle Anwender können LizardSystems Network Scanner 10 Tage kostenlos testen. Eine Lizenz kostet 80 US-Dollar.
Nach der Installation von LizardSystems Network Scanner kann mit dem Menüpunkt „Scan“ ein neuer Scan eines beliebigen IP-Bereiches gestartet werden. Das Ergebnis zeigt das Tool im Fenster an. Mit dem Werkzeug können nicht nur alle gefundenen Netzwerkgeräte angezeigt, sondern auch Verbindungstests durchgeführt werden. LizardSystems Network Scanner ist daher gut für die Analyse und Fehlersuche im Netzwerk geeignet.
Über das Kontextmenü der gefundenen Geräte stehen verschiedene Werkzeuge zur Verfügung. So lassen sich zum Beispiel Explorer-Fenster öffnen, Nachrichten schicken oder Computer herunterfahren. Auch das Öffnen der Diensteverwaltung im Netzwerk sowie der Computerverwaltung ist über das Kontextmenü möglich, vorausgesetzt die Berechtigungen passen. Außerdem lassen sich über das Kontextmenü auch Webseiten auf den Geräten starten und die Ereignisanzeige öffnen. Für alle gefundenen Geräte zeigt LizardSystems Network Scanner die Latenzzeit an.
Über den Menüpunkt „Networktools“ stehen noch ping, pathping, tracert, telnet, nbtstat, nslookup und andere Tools zur Verfügung, mit denen sich die Geschwindigkeit und die Verbindung zum Gerät überwachen und testen lassen. Mit dem Menüpunkt „File\Preferences“ können die Einstellungen des Network Scanners geöffnet und angepasst werden. Bei „Adress“ können mit „Add IP Range“ verschiedene Bereiche angegeben werden, in denen der Network Scanner nach Geräten sucht.
7. SoftPerfect Networx
Das Tool Networx von SoftPerfect ermöglicht die Überwachung der Bandbreite und Qualität der Netzwerk- und Internetverbindung auf PCs. Das Programm zeigt Berichte zur Datennutzung auf einem Computer an. Betreiben lässt sich Networx auf Computern mit Windows 7 bis Windows 11, aber auch auf Windows Server 2016/2019 und Windows Server 2022. Networx steht aber auch unter macOS zur Verfügung. Neben der Installation ist auch ein portabler Betrieb möglich.
Mit dem Tool lässt sich zuverlässig die Internetverbindung auf einem Computer überwachen. Dazu gehört die Qualität der Verbindung, aber auch die Geschwindigkeit und eine Analyse der Nutzungsdaten. Networx kann auch zur Fehlerbehebung von Netzwerkverbindungen genutzt werden. Neben der Überwachung der lokalen Netzwerkverbindungen kann Networx auch den Router im Netzwerk überwachen. Dazu kommen Berichte zur täglichen, monatlichen oder jährlichen Nutzung der Internetverbindung. Neben der Echtzeitanzeige kann Networx Tests zur Geschwindigkeit der Internetverbindung auch nach einem Zeitplan ausführen.
Nach dem Start kann ausgewählt werden, was Networx überwachen soll. Nach der Auswahl bindet sich das Tool in die Taskleiste ein. Durch einen Klick auf das Icon ist der aktuelle Datendurchsatz zu sehen. Über das Kontextmenü zum Icon stehen die Einstellungen zur Verfügung. Hier kann der Netzwerkadapter ausgewählt werden. Außerdem stehen über das Kontextmenü verschiedene Tests für die Verbindung zum Internet zur Verfügung. Über das Kontextmenü des Icons in der Taskleiste lässt sich die Anzeige der Geschwindigkeit auch ausblenden.
8. Softonic Who Is On My Wifi und
9. „Who is Using My WiFi-Router“ / „Who Uses My WiFi – Net Scanner“
Um einen Überblick zu erhalten, welche Geräte mit einem WLAN verbunden sind, kann das kostenlose Tool „Who Is On My Wifi“ von Softonic schnell für Klarheit sorgen. Das Tool ist schon älter, steht aber kostenlos zur Verfügung. Parallel dazu kann die App „Who is Using My WiFi-Router“ aus dem Apple App-Store oder „Who Uses My WiFi – Net Scanner“ aus Google Play genutzt werden, um auf verschiedenen Geräten schnell und einfach zu erkennen, welche WLAN-Clients aktuell verbunden sind.
Nach der Installation von „Who Is On My Wifi“ erfolgt die Verwendung mit einem Assistenten. Wenn die Software eingerichtet ist, steht das Tool bereit, das Netzwerk zu scannen. Hierfür kommt die Schaltfläche „Scan Now“ zum Einsatz. Im Anschluss zeigt das Programm die verbundenen WLAN-Clients im Netzwerk an. Das Tool kann parallel zu den beiden erwähnten Apps genutzt werden. Findet „Who Is On My Wifi“ neue Tools werden diese zunächst als „Unkown“ klassifiziert. Ist ein Gerät bekannt, lässt es sich in den Status „Known“ versetzen. Dadurch kann bei jedem Scanvorgang überprüft werden, ob es neue und nicht genehmigte Geräte im Netzwerk gibt. Für alle Geräte, die das Tool im WLAN findet, zeigt es die MAC-Adresse und den Namen an, wenn dieser ausgelesen werden kann. Auch die letzte IP-Adresse ist an dieser Stelle zu sehen. Über das Zahnrad-Icon oben rechts sind die Einstellungen des Werkzeugs erreichbar. Hier kann zum Beispiel gesteuert werden, welche IP-Adressbereiche das Tool scannen soll.