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Vom „Smart“ zum „Secure Building“ Wie digitale Zertifikate das Building Management System absichern

Quelle: BxC Security 2 min Lesedauer

Vernetzte Gebäudetechnik erweitert die Angriffsfläche von Bürokomplexen, Krankenhäusern oder Rechenzentren erheblich. Der OT-Sicherheitsanbieter BxC Security sieht in einer Public Key Infrastructure (PKI) einen zentralen Baustein, um manipulierte Geräte, unsichere Fernwartung und kompromittierte Firmware zu verhindern.

Vernetzte Gebäudetechnik erweitert die Angriffsfläche moderner Immobilien. Digitale Zertifikate sollen sie eingrenzen.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Vernetzte Gebäudetechnik erweitert die Angriffsfläche moderner Immobilien. Digitale Zertifikate sollen sie eingrenzen.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Moderne Gebäude bündeln Zutrittskontrolle, Heizung, Lüftung, Brandmeldesysteme und Sicherheitskameras in einem Building Management System (BMS). Sensoren, Controller, Kameras, Gateways sowie Cloud-Dienste kommunizieren darin miteinander und lassen sich remote überwachen oder warten. Damit verschiebt sich das Risiko: Die Technik ist nicht mehr nur durch physischen Einbruch angreifbar, sondern auch aus der Ferne manipulierbar.

Besonders sensibel ist laut BxC Security die Sicherheitstechnik. Wer sich Zugriff auf die Kameras verschafft, kann ein Gebäude und dessen Nutzer ausspähen oder die Bildgebung manipulieren. Auch das Deaktivieren digitaler Türschlösser ist dem Anbieter zufolge denkbar und würde unbefugten Zutritt ermöglichen. Fehlalarme von Brandmeldesystemen oder das Herunterfahren der Heizung in kalten Nächten können finanzielle Schäden verursachen, etwa durch einen nächtlichen Feuerwehreinsatz oder geplatzte Heizungsrohre.

PKI als Fundament für Geräteidentitäten

Eine PKI verwaltet digitale Zertifikate zur Authentifizierung und sicheren Kommunikation mithilfe öffentlicher und privater kryptografischer Schlüssel. Nach Angaben von BxC Security lässt sich damit ein BMS auf drei Ebenen absichern.

Erstens erhalten Geräte wie Sensoren, Controller, Gateways oder Kameras eine digitale Identität, mit der sie sich eindeutig gegenüber dem BMS ausweisen. So sollen sich unbekannte oder manipulierte Komponenten nicht ohne Weiteres ins Gebäudenetz einbinden lassen.

Zweitens bilden Zertifikate die Grundlage für verschlüsselte Kommunikation zwischen den Systemen des BMS etwa über gegenseitig authentifizierte Verbindungen mit Protokollen wie TLS oder OPC UA. Auch die Fernwartung durch externe Dienstleister lässt sich absichern, wobei eine zertifikatsbasierte Authentifizierung dem Unternehmen zufolge eine stärkere Grundlage bietet als Kombinationen aus Benutzername und Passwort.

Drittens können Zertifikate die Integrität von Software und Firmware sicherstellen. Updates für Controller oder Gateways lassen sich digital signieren, sodass nur Aktualisierungen aus einer vertrauenswürdigen Quelle akzeptiert werden.

Vernetzung als zweischneidiges Schwert

„Ein Building Management System bringt viele Vorteile für das Gebäudemanagement mit sich“, sagt Létitia Combes, Geschäftsführerin und Mitgründerin von BxC Security. „Allerdings macht die Vernetzung der einzelnen Komponenten das System auch angreifbar. Hier kann der Einsatz von digitalen Zertifikaten im Rahmen einer Public Key Infrastructure entscheidend sein, um die Angriffsflächen zu verkleinern und das BMS möglichst gut gegen unbefugte Zugriffe von außen abzusichern“

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