Quelloffene Alternative zu AnyDesk und TeamViewer Remote-Zugriff auf PCs und Server mit RustDesk
RustDesk bringt Fernwartung ohne Cloud-Zwang und Lizenzkosten auf PCs und Server. Die quelloffene Software läuft plattformübergreifend und lässt sich komplett auf eigener Infrastruktur betreiben. Der Beitrag zeigt den Einsatz des Clients, den unbeaufsichtigten Zugriff und den Aufbau eines eigenen Servers samt Härtung.
Kommerzielle Fernwartungslösungen wie TeamViewer und AnyDesk vermitteln jede Sitzung über die Cloud des Herstellers und rechnen in Abomodellen ab. RustDesk positioniert sich als quelloffener Gegenentwurf. Der Client steht unter der AGPL-Lizenz auf GitHub bereit, die freie Servervariante RustDesk Server OSS im Repository rustdesk-server. Aktuell sind der Client in Version 1.4.8 vom Juni 2026, der erstmals nativ auf ARM64-Windows läuft und Schaltflächen zum Monitorwechsel in der Symbolleiste mitbringt, sowie der Server OSS in Version 1.1.15 vom Januar 2026. Die offizielle Dokumentation beschreibt die Serverinstallation Schritt für Schritt.
ID-Server, Relay und Hole Punching
RustDesk arbeitet mit zwei Serverdiensten. Der ID-Server hbbs, auch Rendezvous- oder Signaling-Server genannt, nimmt die Registrierung aller Clients entgegen. Jeder Client meldet sich in kurzen Abständen bei hbbs und hinterlegt seine aktuelle IP-Adresse samt Port. Fordert Rechner A eine Sitzung zu Rechner B an, prüft hbbs die Erreichbarkeit der Gegenstelle und versucht über TCP-Hole-Punching eine Direktverbindung durch NAT-Router und Firewalls aufzubauen. Gelingt das nicht, übernimmt der Relay-Server hbbr die Weiterleitung des Datenstroms zwischen beiden Endpunkten.
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