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Ransomware nutzt VPNs in Fabriken aus Fernzugriff in der Fertigung: Secomea mahnt strengere Kontrolle an

Quelle: Secomea 2 min Lesedauer

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Laut Secomea sind der bedarfsgerechte („Just-in-time“-) Zugriff für Anbieter, die Revisionsfähigkeit und die Eindämmung entscheidende Kontrollmaßnahmen zur Verringerung des Ransomware-Risikos in der Fertigung

Kontrolliert, zeitlich begrenzt und nachvollziehbar – so müsse Fernzugriff in Fertigungsumgebungen nach Ansicht von Secomea-CTPO Knud Kegel gestaltet sein. (Bild:  Secomea)
Kontrolliert, zeitlich begrenzt und nachvollziehbar – so müsse Fernzugriff in Fertigungsumgebungen nach Ansicht von Secomea-CTPO Knud Kegel gestaltet sein.
(Bild: Secomea)

Der Fernzugriff durch Dritte ist in OT-Umgebungen (Operational Technology) für Wartung, Fehlerbehebung und Gerätesupport nach Angaben von Secomea unverzichtbar. Zugleich geraten Fertigungsunternehmen verstärkt ins Visier von Ransomware-Gruppen. Sicherheitsteams stehen damit vor der Aufgabe, Betriebskontinuität, Cybersicherheit, Compliance und die Zugriffskontrolle für externe Anbieter in Einklang zu bringen. Anlass der Mahnung sind dem Unternehmen zufolge jüngste, öffentlich bekannt gewordene Ransomware- und Erpressungsvorfälle bei Herstellern und industriellen Zulieferern.

Dauerhafter Zugriff als Einfallstor

Hersteller sind auf Maschinenbauer, Systemintegratoren und Dienstleister angewiesen, um kritische Anlagen aus der Ferne zu warten. Ständiger Zugriff, gemeinsam genutzte Zugangsdaten und eine eingeschränkte Überwachung können jedoch nach Darstellung von Secomea Angreifern die Möglichkeit eröffnen, sich in den Systemen zu bewegen, sobald eine erste Kompromittierung erfolgt ist.

„Viele Unternehmen konzentrieren sich darauf, Angreifer fernzuhalten, aber weitaus weniger [Unternehmen] prüfen, wie viele Zugriffsrechte jemand hat, sobald er einmal eingedrungen ist“, sagt Knud Kegel, CTPO (Chief Technology & Product Officer) bei Secomea. Die Herausforderung bestehe darin, den in Fertigungsumgebungen unerlässlichen Zugriff kontrolliert, zeitlich begrenzt und nachvollziehbar zu gestalten.

Drei Kontrollbereiche

Secomea empfiehlt Unternehmen, sich auf drei Felder zu konzentrieren. Erstens solle der Dauerzugriff reduziert werden: Externe sollten nur bei Bedarf Zugang erhalten und diesen nach Abschluss der Aufgabe wieder verlieren. Zweitens gelte es, Transparenz und Nachvollziehbarkeit zu erhöhen – Unternehmen sollten erkennen können, wer wann auf welche Systeme zugegriffen und welche Aktionen ausgeführt hat. Detaillierte Prüfpfade unterstützten dem Anbieter zufolge Untersuchungen, Compliance-Anforderungen, die Berichterstattung für Cyberversicherungen und die Reaktion auf Vorfälle. Drittens sollten sich Unternehmen auf die Eindämmung vorbereiten, um betroffene Ressourcen bei verdächtigen Aktivitäten isolieren zu können.

Als konkrete Maßnahmen nennt Secomea unter anderem:

  • Just-in-Time-Zugriff für Lieferanten statt persistenter Verbindungen
  • Genehmigungsbasierte Workflows für kritische Systeme
  • Berechtigungen nach dem Least-Privilege-Prinzip
  • Prüfpfade für Untersuchungen und forensische Analysen.

Kontrolle statt weniger Konnektivität

An Bedeutung würden diese Maßnahmen den Angaben zufolge gewinnen, weil Hersteller mit wachsender behördlicher Kontrolle, steigenden Anforderungen an Cyberversicherungen und dem Druck zur Aufrechterhaltung der Betriebsverfügbarkeit konfrontiert seien.

„Der Fokus verlagert sich von der bloßen Ermöglichung des Fernzugriffs hin zu dessen Steuerung“, so Kegel. Hersteller bräuchten nicht weniger Konnektivität, sondern eine bessere Steuerung dieser Konnektivität. Just-in-Time-Zugriff für Lieferanten, Transparenz bei Fernsitzungen und die Fähigkeit, betroffene Ressourcen einzudämmen, würden zu grundlegenden Cybersicherheitsmaßnahmen.

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