Suchen

Definition Was ist ein Client?

Ein Client ist eine Software oder eine Hardware, die Services eines Hosts oder einer Server-Applikation in Anspruch nimmt. In der Regel arbeiten Computernetzwerke nach dem Client-Server-Modell. Für Clients in einem Netzwerk existieren unterschiedliche Hardwarekonzepte.

(© aga7ta - Fotolia)

Grundsätzlich versteht man unter einem Client eine Hardware oder eine Software, die Dienste eines Hosts oder einer Server-Anwendung anfordert und für die lokale Nutzung bereitstellt. In einem Netzwerk handelt es sich bei einem Clientsystem um einen Rechner, der eine Netzwerkverbindung zu einem Host oder einem Service aufbaut.

Typische Software-Clients im Netzwerkumfeld sind Webbrowser, FTP-Clients oder E-Mail-Anwendungen. Während der Host den eigentlichen Service bereitstellt, haben Clients die Aufgabe, Informationen grafisch oder textbasiert darzustellen und Eingaben der Anwender an den Host zu übermitteln.

Clients im Netzwerkumfeld

Im Netzwerkumfeld stellt das Client-Server-Modell das Standardkonzept dar. Die verschiedenen Aufgaben innerhalb des Netzwerks sind auf Clients und Hosts verteilt. Die bereitgestellten Dienste werden Services genannt. Das Gegenstück zu diesem Modell Ist das Peer-to-Peer-Modell, bei dem die einzelnen Stationen gleichwertige Aufgaben erfüllen.

Ein Server oder Host ist eine Hard- oder Software, die Services bereitstellt. Clients können diese über die Netzwerkverbindung nutzen. Während Server auf die Kontaktaufnahmen der Clients passiv warten, bauen Clients Verbindungen aktiv auf. Die Regeln für den Verbindungsaufbau und das Format für den Austausch der Daten ist in servicespezifischen Protokollen genau definiert. Softwarebasierte Clients und Server können unter Umständen auf gleicher Hardware parallel laufen. Services lassen sich bei Bedarf auf Gruppen von Host-Rechnern verteilen.

Hardware-Konzepte für Netzwerk-Clients

Clients in einem Netzwerk können sich abhängig von ihrer Ausstattung und ihren Funktionen unterscheiden. Es existieren unterschiedliche Hardware-Konzepte für die Realisierung von Hardware-Clients. Typische Arten von Clients in einem Netzwerk sind:

  • Thin-Clients
  • Fat-Clients
  • Smart-Clients

Thin-Clients besitzen nur eine Minimalausstattung, die für die Darstellung von Informationen und die Eingabe von Nutzerinteraktionen benötigt wird. Sämtliche Applikationen werden vollständig auf dem Server ausgeführt. Das Gegenteil des Thin-Clients ist der Fat-Client, der eigene Rechenleistung und lokalen Speicherplatz besitzt. Fat-Clients sind leistungsfähige PCs oder Laptops, die in der Lage sind, auch clientseitige Anwendungen auszuführen. Smart-Clients bedienen wichtige Basisfunktionen selbst und beziehen komplexe Anwendungen oder Dienste von einem Server.

Clientseitige Anwendungen

Die clientseitige Anwendung Webbrowser arbeitet mit dem HTTP-Protokoll (Hypertext Transfer Protocol), mit dem sie Anfragen an den Webserver stellt. Der Server liefert die angefragten Informationen über das HTTP-Protokoll aus. Für die Darstellung der Informationen auf den Clientrechnern ist der Webbrowser verantwortlich.

E-Mail-Clients verwenden Protokolle wie SMTP (Simple Mail Transfer Protocol), POP3 (Post Office Protocol) oder IMAP (Internet Message Access Protocol) für das Empfangen und Senden der Nachrichten von oder zu einem Mail-Server. Eine weitere clientseitige Anwendung ist bspw. der FTP-Client (File Transfer Protocol).

(ID:45365265)

Über den Autor