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Back Box für Videoüberwachung im 5G-Campusnetz Axis bringt Kameras ins private 5G-Netz

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Die Axis TP3604-E verbindet jeweils eine Kamera der Reihen P32 oder P14 mit privaten 4G- und 5G-Netzen. Das Gerät funkt ausschließlich in Standalone-Netzen und erreicht laut Hersteller bis zu 200 Mbit/s. Für den Betrieb braucht es ein vorhandenes Campusnetz, eine Nano-SIM und Strom. Öffentliche Mobilfunknetze werden nicht unterstützt.

Mit der AXIS TP3604-E Cellular Back Box launcht Axis eine flexible Komplettlösung zur drahtlosen Anbindung von Sicherheitskameras. (Bild:  Axis Communications)
Mit der AXIS TP3604-E Cellular Back Box launcht Axis eine flexible Komplettlösung zur drahtlosen Anbindung von Sicherheitskameras.
(Bild: Axis Communications)

Axis Communications hat mit der Axis TP3604-E Cellular Back Box ein Funkmodul für Netzwerkkameras vorgestellt. Die Box verbindet Modelle der Reihen Axis P32 und Axis P14 mit einem privaten 4G- oder 5G-Mobilfunknetz. Für P14-Kameras ist zusätzlich die Axis TP1601 Adapter Plate nötig.

Die Lösung ersetzt das Datenkabel zwischen Kamerastandort und lokalem Netzwerk, nicht jedoch die Stromzufuhr. Das Gerät lässt sich über Power over Ethernet oder einen separaten Netzanschluss versorgen. Eine Nano-SIM autorisiert die Box im privaten Mobilfunknetz. Öffentliche Mobilfunknetze unterstützt das Produkt laut Axis nicht.

Nur Standalone-Netze unterstützt

Die Funkanbindung arbeitet mit 4G Standalone und 5G Standalone. 5G Non-Standalone, bei dem das 5G-Funknetz auf einem LTE-Kernnetz aufsetzt, wird nicht unterstützt. Für die europäische Variante nennt Axis die Bänder B42, B43 und n78. Die Back Box setzt ein bestehendes Campusnetz voraus. Sie stellt selbst weder Funkzellen noch ein 5G-Kernnetz bereit.

Axis beziffert den maximalen Videodurchsatz mit 200 Mbit/s. Die tatsächliche Datenrate und Latenz hängen von Funkversorgung, Spektrum, Netzauslegung und Auslastung ab. Die Bildqualität bestimmt primär die angeschlossene Kamera. Die Back Box transportiert deren Videostream.

Private 5G-Netze kommen unter anderem bei der videobasierten Produktionskontrolle und bei der Überwachung weitläufiger Betriebsgelände zum Einsatz. Für Kameras sind dabei vor allem die verfügbare Uplink-Bandbreite, die Funkabdeckung und die Kontrolle über den Netzzugang relevant.

Gehäuse für Außenstandorte

Das Aluminiumgehäuse ist nach IP66 gegen Staub und starkes Strahlwasser geschützt und erfüllt die Stoßfestigkeitsklasse IK10. Axis gibt einen Betriebstemperaturbereich von minus 40 bis 50 Grad Celsius und ein Gewicht von 1.420 Gramm an. Pro Back Box lässt sich eine kompatible Kamera montieren.

Für kryptografische Funktionen nutzt das Gerät Axis Edge Vault. Der Hersteller führt ein nach FIPS 140-3 Level 3 zertifiziertes Secure Element sowie ein Softwaremodul nach FIPS 140-2 Level 1 auf. Die Zertifizierung bezieht sich auf die Kryptomodule, nicht pauschal auf das gesamte Kamerasystem.

Die Stromversorgung erfolgt über PoE oder einen Wechselstromeingang. Das Datenblatt nennt dafür 100 bis 130 Volt bei 50 oder 60 Hertz sowie 200 bis 240 Volt bei 50 Hertz. Bei Versorgung über Wechselstrom stellt die Back Box der angeschlossenen Kamera PoE+ nach IEEE 802.3at bereit.

Die europäische Ausführung trägt die Artikelnummer 03088-001. Axis nennt keinen Listenpreis und beschränkt den Verkauf auf ausgewählte Länder.

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