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VS-NfD auf dem Mac Genua bringt Genuconnect auf macOS

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Wer mit Genuconnect auf eingestufte Netze zugreift, braucht dafür bislang einen Windows-Rechner. Genua portiert seinen VPN-Client deshalb auf macOS. Ob Macs damit Verschlusssachen verarbeiten dürfen, entscheidet allerdings das BSI.

Genuconnect für macOS stellt eine hochsichere VPN-Verbindung zwischen Apple-macOS-basierten Remote-Arbeitsplätzen und dem Organisationsnetzwerk her.(Bild:  Genua)
Genuconnect für macOS stellt eine hochsichere VPN-Verbindung zwischen Apple-macOS-basierten Remote-Arbeitsplätzen und dem Organisationsnetzwerk her.
(Bild: Genua)

Genuconnect ist kein neues Produkt. Genua, ein IT-Sicherheitshersteller aus Kirchheim bei München und Tochter der Bundesdruckerei, erhielt 2021 die erste BSI-Zulassung für die Windows-Variante. Heute führt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik den Client in Version 2.2 in seiner Liste zugelassener Produkte. Die Zulassung gilt bis zur Stufe „Verschlusssache – Nur für den Dienstgebrauch“ (VS-NfD) sowie für NATO RESTRICTED und RESTREINT UE/EU RESTRICTED. Sie ist bis Ende April 2028 befristet. Der bekannteste Anwender ist die BWI. Der IT-Dienstleister der Bundeswehr hat im Herbst 2024 eine Unternehmenslizenz erworben. Nach Angaben von Genua sollen darüber perspektivisch bis zu 250.000 Nutzer angebunden werden.

Bislang lief Genuconnect nur unter Windows. Mit der macOS-Version will Genua Organisationen eine zweite Plattform für den VS-NfD-konformen mobilen Arbeitsplatz bieten.

Erst die Zulassung, dann der Verkauf

Erhältlich ist die macOS-Version nach Herstellerangaben voraussichtlich ab Ende 2026. Derzeit durchläuft sie das Zulassungsverfahren des BSI. Genua strebt an, die Zulassung bis zum Verkaufsstart zu erhalten. Einen Termin hat das BSI nicht genannt. Für Behörden ist diese Reihenfolge entscheidend: Ohne Zulassung dürfen sie den Mac-Client nicht für Verschlusssachen einsetzen. Gerade beim Arbeiten im Homeoffice bleibt der Spielraum deshalb eng.

Quantenresistent, aber wie?

Auf der Gegenseite arbeiten die VPN-Gateways Genuscreen und Genuscreen Virtual. Die Verbindung zwischen Client und Gateway sei laut Genua quantenresistent. Für die Windows-Version beschreibt Genau, was damit gemeint ist: einen hybriden Schlüsselaustausch im IPsec/IKEv2-Tunnel. Er kombiniere das Post-Quanten-Verfahren Kyber mit einem klassischen Diffie-Hellman-Verfahren auf Basis elliptischer Kurven (Brainpool256).

iPhone, iPad und bald der Mac

Für iPhones und iPads gibt es bereits einen Weg in die VS-NfD-Welt. Unter dem Namen indigo führt das BSI Apples iOS-Plattform mit Einsatzerlaubnis und Zulassung mit Restrisiko bis VS-NfD. Über die genuscreen-Gateways lassen sich solche Geräte laut Genua ebenfalls anbinden. Mit der macOS-Version würde Genua damit die Apple-Plattformen Mac, iPhone und iPad über dieselben Gateways abdecken.

Nach Herstellerangaben skaliert Genuconnect auf mehr als 100.000 Clients. Der Client soll sich zentral verwalten, über gängige Roll-out-Mechanismen verteilen und an eine Public-Key-Infrastruktur anbinden lassen. Unter macOS sei er tief ins Betriebssystem integriert und arbeite im Hintergrund. Unterstützte macOS-Versionen, Prozessorarchitekturen und Preise hat Genua noch nicht veröffentlicht.

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