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IPAM und DCIM mit Open Source
NetBox: IP-Adressverwaltung und Netz­dokumentation in einer Datenbank

Von Thomas Joos 6 min Lesedauer

In vielen Netzen liegt das Wissen über Adressen, Geräte und Verkabelung verstreut. Eine Excel-Tabelle führt die Subnetze, das DNS kennt einen Teil der Namen, die Rack-Belegung steht in einem Wiki. Die tatsächliche Verkabelung kennt oft nur der Kollege, der sie einmal gesteckt hat. NetBox löst diese Trennung auf und führt IP-Adressverwaltung und physische Netzdokumentation in einer Datenbank zusammen.

NetBox ist die zentrale Quelle für den Sollzustand des Netzes, aus dem die Automatisierung die Gerätekonfiguration ableitet und gegen den Observability und Assurance den realen Zustand des Netzes messen.(Bild:  Joos - Netboxlabs.com)
NetBox ist die zentrale Quelle für den Sollzustand des Netzes, aus dem die Automatisierung die Gerätekonfiguration ableitet und gegen den Observability und Assurance den realen Zustand des Netzes messen.
(Bild: Joos - Netboxlabs.com)

Netbox modelliert den Sollzustand eines Netzes und dient als zentrale, autoritative Quelle für Automatisierung, Monitoring und Dokumentation. Die quelloffene Anwendung für IP-Adressverwaltung (IPAM) und Data Center Infrastructure Management (DCIM) steht unter der Apache-2.0-zur Verfügung. Der Kern ist quelloffen und kostenlos nutzbar. Das Projekt hat auf GitHub über 21.000 Sterne gesammelt.

Für Unternehmen, die den Betrieb nicht selbst übernehmen wollen, bietet NetBox Labs mit NetBox Cloud eine gehostete Variante in mehreren Stufen und mit NetBox Enterprise eine selbst betriebene, unterstützte Ausgabe. Öffentliche Preise nennt der Anbieter nicht. Die quelloffene Ausgabe und die kommerziellen Varianten teilen denselben Kern, was den Wechsel zwischen ihnen offenhält und den eigenen Bestand nicht an ein einzelnes Produkt bindet.