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Analyse zur „Mobile AI Readiness“ von Opensignal KI auf dem Smartphone scheitert eher an Latenz als an Bandbreite

Von Berk Kutsal 1 min Lesedauer

Für einen Text-Prompt reicht fast jede Mobilfunkverbindung. Sollen KI-Assistenten zuhören oder per Kamera mitsehen, klappt es laut Opensignal deutlich seltener. Der Engpass liegt dabei weniger im Upload als in schwankenden Verbindungen.

Echtzeit-Dialoge mit KI-Assistenten stellen andere Anforderungen an das Netz als ein getippter Prompt.(Bild: ©  Kateryna – stock.adobe.com / KI-generiert)
Echtzeit-Dialoge mit KI-Assistenten stellen andere Anforderungen an das Netz als ein getippter Prompt.
(Bild: © Kateryna – stock.adobe.com / KI-generiert)

Für seine Analyse zur „Mobile AI Readiness“ hat Opensignal Messungen aus 140 Ländern ausgewertet. Der Netzanalyst erhebt die Daten per Crowdsourcing über Apps auf den Smartphones realer Nutzer. Geprüft werde, wie oft eine Verbindung die Mindestanforderungen für drei Formen der Interaktion mit KI-Assistenten erfüllt: Text, Sprache und Video.

Die Hürden liegen dabei niedrig. Ein Text-Prompt kommt laut Opensignal mit 0,01 Mbit/s im Download und 0,2 Mbit/s im Upload aus. Für Sprachdialoge genügen ebenfalls rund 0,2 Mbit/s in beide Richtungen. Hinzu kommen allerdings Vorgaben für die Reaktionsfähigkeit: Die Latenz müsse unter 50 Millisekunden liegen, außerdem gelten Grenzwerte für Jitter und Paketverlust. Video-Interaktionen verlangten zusätzlich mindestens 2 Mbit/s im Upload.

Der größte Einbruch kommt mit der Sprache

Über alle Länder gemittelt erfüllen 74 Prozent der Tests die Anforderungen für Text-KI. Opensignal betrachtete zudem, welche Länder die Schwelle in mindestens 75 Prozent der Tests erreichen. Bei Text gelingt das 83 von 140 Ländern, also knapp 60 Prozent. Bei Sprache sind es noch 45 Prozent der Länder, bei Video 39 Prozent.

Aufschlussreich sei, wo die Quote einbricht. Zwischen Text und Sprache blieben die Bandbreitenanforderungen minimal, trotzdem falle der Anteil der Länder um rund 14 Prozentpunkte. Dieser Rückgang gehe auf Latenz, Jitter und Paketverlust zurück. Der zusätzliche Upload-Bedarf für Video koste dagegen nur weitere sechs Punkte. Folgerichtig benennt Opensignal schon im Titel der Analyse die Inkonsistenz der Netze als Problem.

Die Schwellenwerte hat Opensignal selbst definiert. Ob konkrete KI-Dienste exakt an diesen Werten scheitern, belegt die Analyse nicht.

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