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LEO-Konnektivität aus Europa Open Cosmos plant 192 Satelliten, im Orbit sind zwei

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Open Cosmos hat die Zielgröße seines LEO-Netzes ConnectedCosmos genannt: 192 Satelliten, mehr als 96 davon bis Ende 2028. Im Orbit sind zwei Demonstratoren, und die Frequenzrechte hängen an einer offenen ITU-Entscheidung.

Start der SpaceX-Mission Transporter-17 im Juli 2026 in Vandenberg: Open Cosmos brachte dabei zwei Erdbeobachtungssatelliten für die Balearen und Griechenland ins All. Daten solcher Satelliten soll künftig ConnectedCosmos transportieren.(Bild:  Open Cosmos)
Start der SpaceX-Mission Transporter-17 im Juli 2026 in Vandenberg: Open Cosmos brachte dabei zwei Erdbeobachtungssatelliten für die Balearen und Griechenland ins All. Daten solcher Satelliten soll künftig ConnectedCosmos transportieren.
(Bild: Open Cosmos)

Open Cosmos will sein Konnektivitätsnetz ConnectedCosmos auf 192 Satelliten im niedrigen Erdorbit (LEO) ausbauen. Bis 2030 soll das Netz die gesamte Erde abdecken. Der nächste Start ist noch vor Jahresende angekündigt.

Private Netze statt Internet für alle

Open Cosmos zielt auf Regierungen, Behörden und Unternehmen, die sichere Verbindungen unter eigener Kontrolle wollen. Internetzugang für Endkunden nach Art von Starlink ist nicht geplant. Vorgesehen sind Punkt-zu-Punkt-Breitband als zusätzlicher Layer im Unternehmensnetz und IoT über nicht-terrestrische Netze.

Optische Inter-Satelliten-Links (ISL) sollen große Datenmengen wie Bildrohdaten, Videofeeds oder Datenbankspiegelungen direkt von Satellit zu Satellit transportieren. Dem Hersteller zufolge umgeht das Netz so Bodenstationen und störanfällige Unterseekabel. Außerdem soll es auch bei gestörten GNSS-Signalen arbeiten.

Ganz ohne Boden kommt das Netz ohnehin nicht aus, denn die Daten gelangen über Terminals auf der Erde hinein und wieder heraus. Zugleich soll ConnectedCosmos die Daten der Erdbeobachtungssatelliten transportieren, die Open Cosmos für Kunden betreibt.

Fabrik voll, Startrampe knapp

Laut Anbieter können die vier europäischen Werke einen Satelliten pro Tag fertigen. Zudem prüft das Unternehmen ein kooperatives Modell, um das Netz über eine breitere Föderation europäischer Kapazitäten zu erweitern. Mindestens 50 ConnectedCosmos-Satelliten seien bereits gebaut, sagte Gründer und CEO Rafel Jordà Siquier gegenüber SpaceNews.

Kleinsatelliten von Open Cosmos auf Integrationsgestellen: Ins All brachte das Unternehmen seine Satelliten bislang mit Raketen von Rocket Lab und SpaceX.(Bild:  Open Cosmos)
Kleinsatelliten von Open Cosmos auf Integrationsgestellen: Ins All brachte das Unternehmen seine Satelliten bislang mit Raketen von Rocket Lab und SpaceX.
(Bild: Open Cosmos)

Im Orbit kreisen bislang zwei Demonstratoren. Eine Electron-Rakete von Rocket Lab brachte sie am 22. Januar 2026 auf rund 1.050 Kilometer Höhe. Für weitere Missionen bis Mitte 2027 führe man „fortgeschrittene Gespräche“ mit mehreren Startanbietern.

Viel Geld, kleine Flotte

Im September meldete Open Cosmos eine Finanzierungsrunde über 300 Millionen Euro. Im selben Monat wurde es als Anbieter für den britischen Verteidigungs-Rahmenvertrag TacSys zugelassen, dessen Volumen bei bis zu 8 Milliarden Pfund liegt.

Zum Vergleich: SpaceX hatte laut dem Tracker KeepTrack im Oktober 11.156 Starlink-Satelliten im Orbit. Amazon Leo meldete im Juli mehr als 390. Eutelsat OneWeb betreibt mehr als 600 Satelliten, das EU-Programm IRIS² soll ab 2029 Dienste liefern. ConnectedCosmos zielt damit auf eine Nische für souveräne Behördenkommunikation, nicht auf den Massenmarkt.

Rafel Jordà Siquier, Gründer und CEO von Open Cosmos: Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben knapp 400 Mitarbeiter in Großbritannien, Spanien, Portugal und Griechenland.(Bild:  ©Jon Bradley Photography Ltd 2021)
Rafel Jordà Siquier, Gründer und CEO von Open Cosmos: Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben knapp 400 Mitarbeiter in Großbritannien, Spanien, Portugal und Griechenland.
(Bild: ©Jon Bradley Photography Ltd 2021)

„Die 192 Satelliten sind das Fundament, nicht die Obergrenze. Wie bei allem, was wir tun, gibt es Raum zum Wachsen, wenn die Nachfrage steigt. Brauchen Kunden und Partnerstaaten mehr Kapazität, können wir sie schnell bereitstellen. Weil das Netz voll interoperabel sein kann, macht jede neue Zusage und jedes neue System es stärker, widerstandsfähiger und wertvoller für alle Nutzer“, sagt Jordà Siquier.

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