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5G-Non-Terrestrial Network mit Time Division Duplexing bei 26 GHz Univity meldet 5G-TDD-Verbindung aus dem Orbit

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Univity meldet eine bidirektionale 5G-NTN-Verbindung zwischen einem Bodenterminal und einer Basisstation an Bord eines Satelliten. Die Nutzlast uniSpark nutzte laut Unternehmen den 26-GHz-Bereich und Time Division Duplexing. Damit liegt ein Ergebnis für den bereits 2025 angekündigten Orbit-Test vor. Daten zu Durchsatz und Latenz veröffentlichte Univity nicht.

Bodenausrüstung auf dem Dach: Die Tests mit uniSpark liefen von einem Standort der CNES aus.(Bild:  CNES/Adrien Ribet)
Bodenausrüstung auf dem Dach: Die Tests mit uniSpark liefen von einem Standort der CNES aus.
(Bild: CNES/Adrien Ribet)

Der französische Satellitenanbieter Univity (ehemals Constellation Technologies & Operations) hat nach eigenen Angaben mit seiner Nutzlast uniSpark eine bidirektionale 5G-Verbindung zwischen einem Bodenterminal und einer Basisstation an Bord eines Satelliten aufgebaut.

Das Terminal habe sich mit dem uniSpark-Netz synchronisiert und als 5G-Terminal registriert, angebunden an einen Standard-5G-Core. Das Protokoll ähnele dem terrestrischer 5G-TDD-Netze im Millimeterwellenbereich. Die Tests liefen von einem Standort der französischen Raumfahrtagentur CNES aus und sind Teil des Förderprogramms France 2030. Die regenerative Nutzlast war bereits im Juni 2025 angekündigt worden, damals noch unter dem Firmennamen Constellation Technologies & Operations (CTO). Gestartet ist sie laut Institut Mines-Télécom, einem Kooperationspartner von Univity, am 23. Juni 2025 mit SpaceX Transporter-14, befördert vom Orbitaltransporter ION von D-Orbit.

Warum TDD im Orbit aufwendig ist

Neu sei die Kombination aus regenerativer 5G-Verarbeitung an Bord, Millimeterwellen und Time Division Duplexing (TDD). Regenerativ heißt: Die Basisstationsfunktionen laufen im Satelliten, das Signal wird nicht nur durchgereicht. Beim TDD teilen sich Uplink und Downlink dieselbe Frequenzressource zeitlich, beim Frequenzduplex (FDD) belegen sie getrennte Bereiche. Die 5G-Millimeterwellenbänder terrestrischer Netzbetreiber arbeiten im TDD-Modus, weshalb Univity darin eine strategische Wahl sieht.

Die Basisstation fliegt mehrere hundert Kilometer über der Erde mit Orbitalgeschwindigkeit. Der Abstand zum Terminal ändert sich ständig, Laufzeit und Dopplereffekt müssen ausgeglichen werden. Im TDD-Betrieb müssen Boden und Orbit zudem zeitlich und in der Frequenz sehr genau synchron laufen. Mehrere Testkampagnen hätten diese Mechanismen angepasst, bis die Verbindung in beide Richtungen stand.

26 GHz als Ausweichband

Weil die Ku- und Ka-Bänder nach Darstellung von Univity zunehmend überlastet sind, sieht das Unternehmen im 26-GHz-Band eine neue Ressource für schnelle NTN-Kommunikation. Der Test soll die technische Machbarkeit belegen. Welches Teilband genutzt wurde, nennt Univity nicht. Auch Datenrate, Latenz und Dauer der Verbindung bleiben offen.

Nächste Schritte: uniShape und uniSky

Als Nächstes entwickelt Univity mit Unterstützung der CNES unter France 2030 uniShape: Zwei in Eigenregie entwickelte Demonstrationssatelliten sollen einen Ende-zu-Ende-5G-NTN-Dienst erproben. Danach soll uniSky die kommerzielle Konstellation aufbauen. Termine nennt das Unternehmen nicht.

Univity will eine neutrale, gemeinsam genutzte Weltrauminfrastruktur für Mobilfunkbetreiber bereitstellen, die damit Dienste und Kundenbeziehungen selbst kontrollieren. Der Test zeige, dass sich eine Satelliteninfrastruktur weitgehend auf Technik aus dem terrestrischen 5G stützen lasse, sagt Technikchef Laurent Bouscary. Der Weltraum könne zur natürlichen Erweiterung terrestrischer 5G-Netze werden, sagt Gründer und CEO Charles Delfieux. Laurence Clarac von der CNES, die ihren Standort für die Bodenausrüstung bereitstellte, spricht vom Abschluss der ersten Phase der Roadmap. Es folge ein 5G-Servicedemonstrationsprojekt, das im August 2025 unterzeichnet wurde.

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