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802.11ac (Wave 2) mit regulärem PoE und BLE Beacons als Option Ruckus ZoneFlex R710 knackt zwei Gbps

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Als System der zweiten 802.11ac-Zertifizierungswelle liefert der Wireless ZoneFlex R710 Access Point aggregierte Datenraten von über zwei GBit/s. Per USB-Port lässt sich das WLAN-Gerät zudem mit BLE Beacons für Location Based Services aufrüsten.

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Vier eigenständige Dual Band Smart Antenna Arrays sollen pro Funkempfänger über 4.000 einzigartige direktionale Muster erzeugen.
Vier eigenständige Dual Band Smart Antenna Arrays sollen pro Funkempfänger über 4.000 einzigartige direktionale Muster erzeugen.
(Bild: Ruckus )

Nachdem zur CES bereits rasend schnelle Access Points für Privatanwender angekündigt wurden, zieht Ruckus Wireless (Ruckus) nun mit einem besonders performanten Gerät für den geschäftlichen Einsatz nach. Der Hersteller bewirbt den jetzt vorgestellten ZoneFlex R710 Access Point als branchenweit ersten WLAN-Zugangspunkt, der per IEEE 802.11ac Wave 2 eine aggregierte Datenübertragungsrate von mehr als zwei Gigabit pro Sekunde bietet.

Transferraten

Aggregiert heißt: 1,7 Gbps werden im 5-GHz-Band erreicht, weitere 800 Mbps können auf 2,4 GHz übermittelt werden. Mit diesen Werten liegt der Access Point übrigens noch immer deutlich unter den laut ac-Standard möglichen Bruttodurchsatzraten von bis zu 6.933,3 MBit/s.

Nichtsdestotrotz hat Ruckus mit der kalifornischen Stadt San José einen zufriedenen Referenzanwender gefunden. Deren CIO Vijay Sammeta berichtet: Mit dem ZoneFlex habe man Laptops mit über 445 MBit/s (two stream) versorgen können; Transfers zu einem per single stream angebundenem Smartphone hätten mehr als 200 MBit/s erreicht.

Technik und Ausstattung

Der Ruckus ZoneFlex R710 beherrscht Multi-User-MIMO, unterstützt bis zu vier räumliche Streams und 500 gleichzeitig verbundene Clients. Vier eigenständige Dual Band Smart Antenna Arrays sollen pro Funkempfänger über 4.000 einzigartige direktionale Muster erzeugen – das senke beispielsweise RF-Interferenzen um bis zu 15 dB. Die Ruckus-eigene BeamFlex-Technologie soll zudem für bis zu fünf dB stärkere Signale sorgen und damit Leistung sowie Reichweite erhöhen.

Zur weiteren Ausstattung des ZoneFlex R710 gehören zwei Gigabit-Ethernet-Ports. Der ebenfalls verbaute USB-Port unterstützt unter anderem Bluetooth Low Energy (BLE) Beacons, die sich mit den Ruckus SPoT Location Based Services und Analysen kombinieren lassen.

Anwender sollen bestehende Switches problemlos weiterverwenden können: Laut Ruckus genüge dem R710 bereits PoE nach 802.3af, um die "volle 4x4:4 802.11ac Funktionalität" zu liefern. Welche Einschränkungen Nutzer des Systems dabei in Kauf nehmen müssen, verrät indes das Datenblatt (PDF): Die Sendeleistung auf 2,4 GHz wird reduziert, USB-Anschluss und ein Ethernet-Port werden abgeschaltet.

Der Ruckus ZoneFlex R710 Indoor Access Point soll noch im zweiten Quartal verfügbar sein. Als Preisempfehlung nennt der Anbieter 1.295 US-Dollar.

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