Divide and Rule: Was ist eigentlich in einem Provider-Netz los?

Managed Carrier Ethernet Services – Grundlagen und Voraussetzungen

23.07.2008 | Autor / Redakteur: Volker Bendzuweit / Ulrike Ostler

Managed Multi-Service-Ethernet kurz beleuchtet
Managed Multi-Service-Ethernet kurz beleuchtet

„Teile und herrsche“ – mit dieser Strategie haben schon die alten Römer und das britische Kolonialreich lange Zeit erfolgreich ihre riesigen Reiche im Griff behalten. Heute setzen Service Provider auf diese Maxime. Sie nutzen Netzabschlussgeräte, um das Kunden- vom Provider-Netz zu trennen, die Zuständigkeiten unterschiedlicher Netzbetreiber zu klären und, um die LAN-Technologie Ethernet auch in komplexen Carrier-Netzen beherrschbar zu machen.

In der Diskussion um Next Generation Networks (NGN) macht die ursprünglich für das LAN entwickelte Ethernet-Technik unter dem Begriff „Carrier Ethernet“ von sich reden. So bieten Service Provider ihren Firmenkunden heute attraktive Ethernet-Dienste über NGN-Infrastrukturen wie MPLS (Multi Protocol Label Switching), T-MPLS (Transport-MPLS, eine vereinfachte Form von MPLS) oder PBB-TE (Provider Back Bone Traffic Engineering).

Diese Services sind als traditionelle Dienste auf der Grundlage von ATM oder TDM zu günstigeren Konditionen zu haben und erreichen eine ebenso hohe Verfügbarkeit und Skalierbarkeit. Zu diesen Diensten zählen Ethernet Virtual Private Line (EVPL) und Ethernet Private Line (EPL) sowie E-Line, E-LAN und E-Tree.

Ergänzendes zum Thema
 

Carrier Ethernet

Zudem ist es möglich, mithilfe von Pseudowire-Technologien das Prinzip der Leitung auch in paketvermittelten NGNs zu emulieren. Damit lassen sich Legacy-Anwendungen – etwa die Anbindung von herkömmlichen Telefonanlagen oder anderen Systemen mit traditionellen Schnittstellen – als Ethernet-Dienst realisieren.

Außerdem können die Kunden die Verwaltung und den Betrieb ihrer Netze und Netzanwendungen weitgehend in die Hände der Service Provider legen – Stichwort Managed Services. Diese Services funktionieren unabhängig vom Transportmedium und lassen sich problemlos über ganz verschiedene Last-Mile-Technologien wie Glasfaser, DSL und gebündelte Kupferleitungen übertragen.

weiter mit: Grundvoraussetzungen Demarkation und OAM

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