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Divide and Rule: Was ist eigentlich in einem Provider-Netz los?

Managed Carrier Ethernet Services – Grundlagen und Voraussetzungen

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Anbieter zum Thema

Ein Netzabschlussgerät für alle Anforderungen

Netzabschlussgeräte sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich, angefangen von sehr einfachen bis hin zu hoch entwickelten Geräten. Für Service Provider, die einen einfachen Ethernet-Dienst auf „Best-Effort-Basis“ anbieten, reicht unter Umständen ein einfacher Medienkonverter aus, der die Umsetzung der Datenströme zwischen dem Glasfasernetz der letzten Meile und dem Kundennetz vornimmt.

Anbieter jedoch, die ihren Dienst mithilfe leistungsfähiger Management- und Überwachungsfunktionen kontrollieren möchten, sind auf eine intelligente Ethernet-NTU (E-NTU) angewiesen. Ein Multiservice-NTU schließlich muss installiert werden, wenn der Kunde auch herkömmliche TDM-Dienste über die Ethernet-Verbindung nutzen möchte.

NTU-Schnittmenge: Medienkonverter: ein einziger Benutzerport, Anpassung an verschiedene Medien, gegebenenfalls Management-Funktion, Basisfunktion für die Fehlerdiagnose - Ethernet NTU: Ende-zu-Ende OAM, redundanter Uplink, Klassifizierung und Priorisierung des Verkehrs, Umfangreiche Statistiken und Meldungen bei Überschreiten von Schwellwerten, Bandbreitenzuordnung per Dienst, VLAN Tagging/Stacking, Tiefgreifende Diagnosefunktionen - Multiservice NTU: unterstützt TDM-Dienste vergleichbar mit Festverbindungen, Diagnose beinhaltet T1/E1-Loopbacks, Statistiken umfassen Jitter, Paketverlust, Sequenzfehler, ES, SES, AUS und anders. (Archiv: Vogel Business Media)

Über die teilnehmerseitige Schnittstelle der Ethernet-NTU können Service Provider wichtige Funktionen anbieten, beispielsweise flexible, granulare Bandbreiten, CoS-Dienste (Class of Service) und VLANs (virtuelle lokale Netze), die sie ihren Kunden zudem per Service-Level-Vereinbarung garantieren können. Bei Anwendungen wie VoIP und Leitungsemulation ist eine Priorisierung des Datenverkehrs erforderlich, um eine zuverlässige Echtzeit-Übertragung zu gewährleisten, insbesondere wenn viel Verkehr aus Quellen niedrigerer Priorität in das Netz eingespeist wird.

Die Priorisierung und die damit verbundene Datenratenbegrenzung werden in der Regel auf Dienst- und auf Anschlussbasis gesteuert. Die Unterstützung für VLAN Tagging und VLAN Stacking bietet folgende Vorteile: Trennung des Verkehrs unterschiedlicher Kunden, Reduzierung der VLAN-Anzahl im Netz des Betreibers, Implementierung von VLAN Tunneling und Steuerung des Tunnel-P-Bits (Dienstklasse). Zudem werden Beeinträchtigungen des Kundenverkehrs durch den Providerverkehr ausgeschlossen.

Die netzseitige Schnittstelle der NTU bildet den physikalischen Abschluss des Glasfasernetzes des Service-Providers. Da in der Regel lange Strecken (vom Kundenstandort bis zum nächstgelegen Point of Presence des Betreibers) und hohe Bandbreiten unterstützt werden müssen, wird als Medium in der Regel Glasfaser eingesetzt.

weiter mit: Operation, Administration and Maintenance – OAM

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