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Operation, Administration and Maintenance – OAM
Die Netzschnittstelle muss verschiedene Datenraten, Fasermoden und Wellenlängen unterstützen, um eine skalierbare und wirtschaftliche Dienstbereitstellung über kurze Entfernungen bis hin zu mehreren Dutzend Kilometern zu gewährleisten. Zusätzlich muss die Netzschnittstelle eine Reihe von Remote-OAM-Funktionen unterstützen, die eine maximale Verfügbarkeit sicherstellen und teure Vor-Ort-Besuche beim Kunden im Rahmen der Diagnose und Behebung von Störungen überflüssig machen.
Für das Management der Ethernet-Dienste sind neben einem eindeutigen Demarkationspunkt und Dienst-/SLA-Verwaltungsfunktionen auch verschiedene Fehlerüberwachungs-, Diagnose- und Kontrollfunktionen erforderlich. Zu diesen Funktionen zählen Fehleranzeige und -isolierung, Verbindungsüberwachung, Remote-Diagnose und Loopback-Tests, Verbindungsüberprüfung, Performance-Überwachung, Fehlerweitermeldung, In-Band- und Out-of-Band-Management sowie Remote-Download und -Konfiguration von Software.
Herkömmliche Carrier-Class-Übertragungsverfahren wie TDM und ATM unterstützen diese Funktionen bereits seit Jahren; die erfolgreiche Bereitstellung und Verwaltung von Ethernet-Diensten durch Service Provider erfordert vergleichbare Funktionen. Ethernet-OAM verleiht dem ursprünglich als LAN-Technogie entwickelten Protokoll erst die nötigen Carrier-Grade-Eigenschaften und ist eine der Grundvoraussetzungen für den Einsatz in Zugangs-, Metro- und Weitverkehrsnetzen von Netzbetreibern und Service Providern.
Ein Beispiel für diese Funktionen ist das Diagnose-Tool „Loopback“, das sowohl in TDM- als auch Ethernet-Netzen unverzichtbar ist. Service Provider sind darauf angewiesen, die Übertragungsstrecke bis hin zum Kundenstandort zu testen, wenn sie neue Dienste bereitstellen oder einer Störung im Netz nachgehen. Zu den grundlegenden Eigenschaften von TDM-Netzen zählt die Möglichkeit, über die Vermittlungsstelle einen Schleifentest an der kundenseitigen Channel Service Unit (CSU) zu aktivieren.
Die CSU am Kundenstandort wird hierdurch in einen Testschleifen-Modus gegenüber dem Netz geschaltet. Bei Ethernet-Netzwerken muss der Service Provider einen vergleichbaren Loopback-Test über die Ethernet-NTU durchführen. In diesem Fall sendet die NTU Pakete zurück, die sie über das Netz auf Port- und VLAN-Ebene empfangen hat.
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