Mobile-Menu

Private 5G für industrielle Netze Alcatel-Lucent erweitert Private-5G-Portfolio um AerFlex

Von Bernhard Lück 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

ALE, das als Alcatel-Lucent auftritt, möchte mit der Access-Point-Architektur AerFlex von Celona die Bereitstellung und Skalierung von Private 5G vereinfachen. Begleitend sind neue Access Points, eine überarbeitete Edge-Plattform sowie erweiterte Professional Services verfügbar.

Alcatel-Lucent sieht in der Neuerung einen Beitrag zur einfacheren Einrichtung und Erweiterung privater Mobilfunknetze, besonders für Industrieunternehmen mit mehreren Standorten.(Bild:  © ArtistGNDphotography – Getty Images)
Alcatel-Lucent sieht in der Neuerung einen Beitrag zur einfacheren Einrichtung und Erweiterung privater Mobilfunknetze, besonders für Industrieunternehmen mit mehreren Standorten.
(Bild: © ArtistGNDphotography – Getty Images)

Mit dem Schritt reagiert Alcatel-Lucent eigenen Angaben zufolge auf die steigende Nachfrage aus Industrie, Logistik, Transport und Energiewirtschaft. In diesen Branchen würden Robotik, fahrerlose Transportfahrzeuge, IoT-Sensorik und vernetzte Mitarbeiter eine zuverlässige, latenzarme Konnektivität benötigen, die klassisches WLAN allein nicht durchgängig leisten könne.

Weniger Infrastruktur vor Ort

Herkömmliche Private-5G-Implementierungen in Unternehmen erfordern häufig separate Basisbandeinheiten, ein dediziertes Paketkernnetz sowie individuell angepasste Verkabelung – ein Aufwand, der Installationszeiten von mehreren Wochen bis Monaten nach sich ziehen kann. AerFlex soll diesen Aufwand reduzieren, indem zentrale Funktionen wie Authentifizierung, Netzwerkzugangskontrolle (NAC), DHCP, Firewall und Edge-KI-Verarbeitung direkt in die Access Points integriert werden. Die Geräte lassen sich über Standard-PoE-Verbindungen in bestehende LAN-Switches einbinden, separate Racks oder Serverschränke vor Ort entfallen damit laut Hersteller.

Für die Inbetriebnahme setzt Alcatel-Lucent auf eine Zero-Touch-Cloud-Bereitstellung. Netzwerke an mehreren Standorten sollen sich dadurch ohne Techniker-Einsatz vor Ort einrichten lassen. Für die Flächenabdeckung stehen zusätzliche Access-Point-Varianten für Innen- und Außenbereiche zur Verfügung, mit denen sich laut Anbieter auch größere und komplexere Standorte abdecken lassen.

Zentrales Management über OmniVista

Die Private-5G-Komponenten werden in die Netzwerkmanagement-Plattform OmniVista eingebunden. Nach Angaben von Alcatel-Lucent ist das Unternehmen weiterhin der einzige Anbieter, der LAN-, WLAN- und Private-5G-Management auf einer gemeinsamen Plattform zusammenführt. Private-5G-Access-Points erscheinen dort neben Ressourcen der OmniSwitch- und OmniAccess-Stellar-Reihe, inklusive zentralem Geräteinventar, Alarmkonsole und Topologieansicht.

Sicherheitsfunktionen sollen durchgängig greifen: Geräte werden automatisch in das passende virtuelle LAN (VLAN) segmentiert, Quality-of-Service-Richtlinien (QoS) passen sich je nach Anwendung an. Über IoT-Gateways lassen sich zudem bestehende Geräte einbinden, ohne dass diese ausgetauscht werden müssen – möglich wird dies laut Hersteller durch die Unterstützung eines offenen Ökosystems an Unternehmensgeräten.

Ergänzung statt Ersatz für WLAN

Alcatel-Lucent positioniert Private 5G nicht als Ablösung, sondern als Ergänzung zu bestehenden WLAN-Infrastrukturen. Anders als öffentliche Mobilfunknetze arbeitet ein Private-5G-Netz mit privat lizenziertem Frequenzspektrum, die Daten verbleiben vor Ort, die Leistung ist vertraglich zugesichert. Die Technologie soll dort greifen, wo WLAN an Grenzen stößt – etwa in großen Außenbereichen, metallreichen Produktionshallen, Umgebungen mit hoher elektromagnetischer Interferenz oder bei mobilen Anlagen, die auch in Bewegung unterbrechungsfrei verbunden bleiben müssen.

Als typische Einsatzfelder nennt der Anbieter u.a.:

  • Fertigung/Industrie 4.0: Robotik, fahrerlose Transportsysteme, SPS-Steuerungen, Echtzeit-Qualitätskontrolle und digitale Zwillinge mit Bedarf an niedriger Latenz.
  • Logistik und Lagerhaltung: großflächige Innen- und Außenanlagen, Hochgeschwindigkeits-Gabelstapler und automatisierte Prozesse außerhalb der WLAN-Reichweite.
  • Transportwesen: Flughäfen, Häfen und Bahnanlagen mit Bedarf an großflächiger Abdeckung für autonome Fahrzeuge, Bestandsverfolgung und sicherheitskritische Kommunikation.
  • Energie und Versorgung: Umspannwerke, Raffinerien und abgelegene Standorte, an denen zuverlässige Konnektivität auch eine Sicherheitsanforderung darstellt.

Verfügbarkeit

Das aktualisierte ALE Private-5G-Portfolio mit AerFlex-Architektur, neuen Access Points, überarbeiteter Edge-Plattform und erweiterten Professional Services ist ab sofort verfügbar. Unternehmen, die private 5G-Bandbreiten oder den 6-GHz-Bereich nutzen möchten, sollten vorab die jeweils geltenden nationalen Regulierungsvorgaben prüfen.

(ID:50896986)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Netzwerktechnik, IP-Kommunikation und UCC

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung