Fünf Tipps rund ums Carrier Ethernet – Burton Group findet WAN-Ethernet klasse

Wissen warum – Mit Carrier Ethernet wächst das LAN zum WAN

05.03.2010 | Redakteur: Ulrike Ostler

Wo das LAN auf der Basis von Ethernet zum WAN auf der Basis von Ethernet wird, findet ein Mapping statt, Grafik: Burton Group
Wo das LAN auf der Basis von Ethernet zum WAN auf der Basis von Ethernet wird, findet ein Mapping statt, Grafik: Burton Group

Es gibt gute Gründe, warum sich Ethernet im Wide Area Network (WAN) ausbreitet: geringe Kosten, akzeptable Bandbreiten, vertrautes Interface, Quality of Service, einfache Migration von Frame Relay und Asynchronous Transfer Mode (ATM). Doch Carrier Ethernet gibt es noch nicht von jedem und überall – und auch das Mapping mit dem LAN-Ethernet ist ein wenig verzwickt. Können Unternehmen der Technik vertrauen? Hier fünf Tipps:

„WAN Ethernet befindet sich eindeutig auf der Gewinnerstraße“, schreibt Burton-Group-Analyst Eric Siegel. Doch das war nicht immer so. Lange Zeit galt Ethernet lediglich als „bester Versuch“ und legte ein paar Fehlstarts hin.

Da lag unter anderem daran, dass die LAN-Techniken und -Verfahren nicht ohne weiteres auf supergroße Netze und entsprechende Distanzen übertragbar sind. So nutzt LAN-basiertes Ethernet das Broadcasting, um Zieladressen zu lokalisieren und das Netz zu rekonfigurieren, falls Fehler auftreten, zum Beispiel Spanning Tree Bridging.

Außerdem stellt Ethernet den Anwendern Multicast- und Broadcast-Funktionen bereit, die davon auch häufig Gebrauch machen. Würde das gleichermaßen „nativ“, durch LAN-Switches auf Ethernet-WANs übertragen, würden Latenzen und Blockaden die Folge sein.

Ein WAN ist kein LAN

Außerdem wird durch das Spanning Tree Protocol ein einziger hierarchischer Routing-Baum aufgebaut, der alle Pfade zu einem bestimmten Zielknoten führt. Das eliminiert alle Möglichkeiten, die eine vermaschte Netztopologie bietet.

Zudem lässt es das IP-Routing langsamer sein, als es in konvergenten Netzen akzeptabel ist. Es braucht Dutzende von Sekunden bis eine neue Route gefunden wird, wenn eine andere überlastet ist oder ausfällt. Das Netz wäre für Echtzeitanwendungen wie Voice over IP schlichtweg untauglich.

Eine weitere Restriktion bestünde in der Skalierbarkeit virtueller LANs. Ein Carrier kann VLANs nutzen, etwa um Datenverkehr zu isolieren oder zu unterteilen. Allerdings ist die Zahl der VLANs auf 4.096 pro Netzwerk begrenzt.

So galt Ethernet für Carrier lange Zeit unbrauchbar. Dennoch gab es eine Reihe von Versuchen, die Carrier-Netze möglichst transparent mit Ethernet-LANs zu vernetzen, etwa Multiprotocol over ATM (MPOA) oder LAN Emulation over ATM (LANE). Doch das erwies sich schwierig zu konfigurieren und teuer.

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