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Fünf Tipps rund ums Carrier Ethernet – Burton Group findet WAN-Ethernet klasse

Wissen warum – Mit Carrier Ethernet wächst das LAN zum WAN

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Ethernet on top

Auszug aus „Grundlagen Computernetze“ von Prof. Jürgen Plate, FH München, FB 04, Kapitel „Ethernet“, letzte Aktualisierung: 10. Nov 2008 (Archiv: Vogel Business Media)

Heute jedoch läuft Ethernet auf der Basis vieler darunter liegender WAN-Techniken. Die wichtigste ist vielleicht Virtual Private LAN Service, ein Multipoint Ethernet über Multiprotocol Label Switching, abgekürzt EoMPLS oder ähnliche „Pseudo-Leitungen“ wie Generic Routing Encapsulation, GRE-Tunnel. Die Möglichkeiten werden in den Requests for Comments (RFCs), Nummer 4761 und 4762, der Internet Engineering Task Force (IETF) beschrieben.

Eine weitere Möglichkeit ist es, Ethernet direkt über SONET anzubieten. Die Anschlussmöglichkeiten werden im IEEE-Standard 802.1ah-2008 beschreiben. Hier geht es um die „Provider Backbone Bridge“ (PBB). In den Spezifikationen des IEEE 802.1Qay-2009 ist festgelegt, wie „Provider Backbone Traffic Engineering“ zu funktionieren hat, früher bekannt als die Nortel-Technik „Provider Backbone Transport (PBT).

Alle Verfahren schließt der Begriff Carrier Ethernet ein. Ihre Standardisierung übernimmt das Metro Ethernet Forum (MEF). Das gilt sowohl für Carrier-Class Operations und Maintenance aber auch die Signalisierung. Und obwohl sich die Verfahren und Techniken vom Ethernet im LAN unterscheiden müssen, bleibt das Interface gleich.

Das aber dürfte der bedeutsamsten Treiber für Carrier Ethernet sein. Die Schnittstelle ist sowohl vertraut als auch universell. Das erübrigt spezifische und damit teure Interface Ports und Konfigurations-Skills.

Vieles spricht für Ethernet im WAN

Denn fast jedes User- und Netzwerk-Equipment besitzt solche Ethernet-Ports, die sich nicht von den WAN-Ethernet-Ports unterscheiden. Somit lässt sich jedes RJ-45 Interface, das in einen normalen Ethernet LAN Switch oder Hub eingebaut ist, nun auch zum Anschluss an ein Carrier Ethernet verwenden.

Zudem verfügen die meisten Computer und Netzkomponenten über die Eigenschaft des „Plug and Play“. So besitzt jedes Interface bereits eine Media-Access-Control-Adresse (MAC). Außerdem können die meisten automatisch erkennen, welches die höchste verfügbare Geschwindigkeit ist, die von allen angeschlossenen Komponenten im Netz verstanden wird.

Schließlich ist es fast ausgeschlossen, dass mobile Devices mit Netztauglichkeit keinen Ethernet-Anschluss vorweisen. Mobilität aber gehört derzeit generell zu den großen IT-Treibern.

Doch die Vereinheitlichung bezieht sich nicht nur auf die physischen Interfaces, sie bezieht auch die Datenraten und die Frame-Formatierung mit ein.

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