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Fünf Tipps rund ums Carrier Ethernet – Burton Group findet WAN-Ethernet klasse

Wissen warum – Mit Carrier Ethernet wächst das LAN zum WAN

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Ein paar Schwächen

Eric Siegel, der Autor des Buron-Group-Berichts „Carrier Ethernet: Extending the LAN Accoss the WAN“ lässt keinen Zweifel daran, dass sich Carrier Ethernet nicht nur ausbreitet, sondern dass es auch gute Gründe dafür gibt. Allerdings findet er auch ein paar Schwächen.

Dazu gehört, dass es noch nicht von jedem Carrier und überall angeboten wird. Das Problem sollte sich laut Siegel im Jahr 2012 jedoch erledigen.

Doch es gibt noch keinen Standard für die Zusammenarbeit der Carrier Ethernet Netze verschiedener Provider – das Peering. Das MEF arbeitet allerdings an der physischen und der logischen Integration. Bis jetzt sieht die Spezifikation (6.1) drei Basistypen vor.

Nach der Spezifikation 6.1 des Metro Ethernet Forums, lassen sich drei Basistypen an Schnittstellen (Ethernet Virtual Connection; EVC) unterscheiden, um über ein User-Network Interface (UNI), ein standardisiertes physikalisches Interface, Carrier-Netze miteinander zu verbinden. Dabei kann die Geschwindigkeit zwischen 10 Megabit pro Sekunde und 10 Gigabit pro Sekunde variieren. (Archiv: Vogel Business Media)

Die Grundlage dafür ist ein UNI, ein User Network Interface, die physische Ethernet-Schnittstelle für eine Bandbreite zwischen 10 Megabit und 10 Gigabit pro Sekunde. Ethernet Virtual Connections (EVC) verbindet Carrier Ethernets miteinander und nutzt dabei UNI (siehe: Tabelle). Dabei kann sowohl Port-basiert der gesamte Verkehr über ein UNI laufen, sodass ein LAN abgebildet wird, als auch VLAN-basiert, um ein Multiplexing veschiedener VLANs über ein UNI zu erreichen.

Die größte Schwierigkeit, die die Migration auf Carrier Ethernet begleitet, ist die Komplexität im Routing- und Traffic-Management. Das betrifft jedoch alle Layer 2- Netze, wenn sie mehr als 200 Knoten umfassen.

Empfehlungen

Als Fazit leitet Siegel fünf Empfehlungen für die Unternehmen ab:

  • 1. Wenn es um die Bandbreitenbreitstellung von 1 Megabit pro Sekunde und mehr geht, sollte Carrier Ethernet in Betracht gezogen werden.
  • 2. Carrier Ethernet kann virtuelle Zirkel auf einem einzigen physischen Interface bereitstellen. Das macht die Technik zu einer Alternative für ATM und Frame Relay.
  • 3. Um Verzögerungen bei der Anpassung von Bandbreiten und bei der Bereitstellung zu vermeiden, sollten Unternehmen auf Carrier Ethernet setzen.
  • 4. Carrier Ethernet taugt insbesondere für virtualisierte Umgebungen, für Rechenzentren und Clouds
  • 5. Aufpassen müssen Carrier und Kunden bei den Übergängen vom WAN zum LAN: das betrifft das Mapping von VLAN IDs, die Service Level Agreements und die QoS-Tags.

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