Carrier Ethernet- ist gut für Unternehmen
Im WAN ist Quality of Service (QoS) ein großes Thema. Die meisten Carrier bieten mindestens drei Service-Klassen an: für Echtzeit- und Transaktions-Anwendungen sowie für den Rest, gekennzeichnet durch Best-Effort.
Mit der Möglichkeit eines nahtlosen Übergangs vom LAN ins WAN, ergibt sich eine Chance, QoS zu vereinheitlichen, beziehungsweise das Netzwerk-Design QoS-Kriterien entsprechend zu gestalten. Dazu müssen die QoS Internet Protocol Layer Tags, die DSCP-Tags (DSCP = Differentiated Service Code Point) und Ethernet LAN-Layer QoS-Tags mit den Carrier Ethernet Tags gemapped werden.
Schließlich verspricht Carrier Ethernet gute Reaktionszeiten und eine hohe Verfügbarkeit. Die Reaktionszeit ist beim Carrier Ethernet zwar abhängig vom darunter liegenden Protokoll, aber grundsätzlich ist es kein Problem ein Failover von weniger als 50 Millisekunden zu erreichen. Das entspricht der Zeit in einem Synchronous Optical Network (Sonet).
Ethernet ist gut zu Carriern
Dazu kommt, dass das Performance Tracking und die entsprechenden Metriken im Carrier-Bereich standardisiert sind und die dazugehörigen Tools für die End-zu-End-Diagnose, das Tuning und die Verwaltung ebenfalls.
Die Vorteile für die Carrier liegen laut Burton-Group ebenfalls auf der Hand. So können Carrier Ethernet Services über MPLS, ATM, Sonet/SDH oder neuere Transportmechanismen wie PBB-TE ausgeliefert werden. Die bisherigen Investitionen sind damit nicht futsch.
Zudem gestaltet sich das Provisionieren einfacher. Ethernet WAN Transport tendiert eher zum Layer 2, zu switched Infrastrukturen, als zu Layer 3, routed Netze. Damit lassen sich also Ethernet-Services verteilen, ohne IP Network Adressing, Subnetze oder andere Routing-Belange beachten zu müssen.
Schließlich ist die Verbindung zum Funknetz einfacher. 3G- und bald 4G-Netze müssen ihre Basisstationen mit leistungsfähigen Netzen verbinden und umgekehrt werden die Mobilfunknetze zum Ersatznetz, wenn Kabel ausfallen. Die früheren T1/E1 Links für die Backhauls passen schlichtweg nicht mehr und müssen Alternativen mit höheren Bandbreite weichen.
weiter mit: Ein paar Schwächen
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