Die Qual der Wahl im interaktiven Kommunikationsdschungel

Web-Collaboration, Video-Conferencing oder Telepresence – was darf’s denn sein?

15.05.2008 | Autor / Redakteur: Lothar Lochmaier / Andreas Donner

Videokonferenz-Systeme sollen Flüge reduzieren und damit die Umwelt schonen – doch für wen rechnen sich die oft teuren Systeme wirklich?
Videokonferenz-Systeme sollen Flüge reduzieren und damit die Umwelt schonen – doch für wen rechnen sich die oft teuren Systeme wirklich?

Virtuelle Business-Meetings mit Hilfe von Web-Konferenzen, Videosystemen oder Telepresence-Lösungen liegen ganz im Trend der Zeit und die Branche erfreut sich an zweistelligen Marktzuwächsen. Doch aus Sicht der Anwender ist es ein reichlich komplexes Unterfangen, den geschäftlichen Nutzwert der einzelnen Lösungen zu bestimmen und die passenden Tools auszuwählen.

Die Anwender tun sich trotz des Presserummels ums Video-Conferencing nach wie vor schwer, den konkreten Nutzen und die damit verbundene Kostenersparnis zu ermitteln, die virtuelle Businessmeetings mit sich bringen. Der Vergleich einzelner Anwendungen nach verlässlichen Kriterien ist ein Drahtseilakt.

Der Markt wird ohnehin weniger von der ‚grünen IT’ getrieben als dies die Versprechen der Anbieter glauben machen lassen. Vor allem Cisco wirbt bei seiner Telepresence-Lösung mit dem Argument, dass sich durch virtuelle Konferenzen in erheblichem Ausmaß das Budget für die Flugkosten entlasten ließe. Begründet wird dies oftmals mit dem auf die Umwelt bezogenen Argument, dadurch weniger Ausstoß an schädlichen CO2-Emissionen zu verursachen.

Dabei ist gerade die hochgerüstete IT im virtuellen Meetingroom keineswegs ein Heilsbringer, sondern sogar eher ein Energiefresser: „Insbesondere die Raumkühlung verschlingt hohe Ressourcen“, betont Marktanalyst Andrew Davis von Wainhouse Research. Warum also sollen sich Unternehmen überhaupt virtuelle Meetingrooms anschaffen?

Allein die Reisekosten zu entlasten, ist gerade für mittelständische Betriebe, nicht unbedingt die vordringliche Aufgabe. Denn die enge Bindung zu den Kunden und deren Projekte erfordern oftmals den persönlichen Austausch und die Kontaktpflege. Welche kalkulierbaren Argumente pro Video-Conferencing gibt es also, angesichts einer unübersichtlichen Anzahl von Anbietern, die auf den Wachstumszug aufgesprungen sind, allen voran HP und Cisco, zu der auch die Tochter WebEx gehört.

Neben den bekannten internationalen Spielern wie Tandberg, Polycom, Disys, Aethra, EmblazeVcon und Compunetix sind zudem einige deutsche Unternehmen auf dem Markt präsent, wie Dialcom, MVC oder Meetyoo. Jedoch alle mit teils völlig unterschiedlichen Technologien und Plattformen. Wo also findet der Anwender vergleichbare Kriterien und Merkmale?

weiter mit: „BusinessCase“ rechnet sich eindeutig in der Medizintechnik, aber sonst?

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