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Was Netzwerkspezialisten vor der Einführung wissen müssen
Aus Sicht der Anwender stellt sich vor allem die Frage, wie die Anbieter das System in das vorhandene und oftmals von heterogenen Strukturen gekennzeichnete Netzwerk integrieren. Sprich, wie sich die Anforderungen etwa an die Verfügbarkeit der Services umfassend abdecken lassen, und auch nach der Einführung noch zu halten sind.
Denn zunächst einmal beschäftigen sich die Spezialisten bei der meist vom Controlling angestoßenen Planung viel lieber mit betriebswirtschaftlichen Kalkulationen wie zu hohen Reisekosten. Das ist auch ein sicheres Terrain, die Einsparungen lassen sich zumindest in der Theorie gut kalkulieren. Folglich spielt die Integration in bestehende Netzwerke oder auch Systeme im ersten Schritt meist nur eine untergeordnete Rolle.
Eigentlich ist es müßig zu beton, schon im Vorfeld darauf zu achten, dass Hersteller hier entsprechende technische Schnittstellenfunktionen bereitstellen, damit Video- und Netzwerkspezialisten nicht gemeinsam stolpern. So gibt es durchaus Lösungen, die den Netzwerk-Administratoren das Leben erleichtern.
Video- und Netzwerkspezialisten an einem Tisch: das reicht nicht aus
Hierzu gehören etwa Management-Funktionalitäten wie das Anpassen der Paketgröße von Endpunkten, das Bandbreiten Management inklusive der Gruppen, die Rufweiterleitung oder vereinfachte Gateway Anwahl sowie weitere Funktionen. Diese sollen Administratoren ursprünglich bei der Bewältigung komplexer Aufgaben unterstützen.
Fakt ist jedoch leider nur allzu oft ein negatives Folgeszenario, für das dann der externe Dienstleister, nicht unbedingt gerade stehen möchte, hat man die Verträge nicht eindeutig genug festgezurrt. Noch dazu gibt es oftmals gleich mehrere Service- und Implementierungspartner, die sich die Verantwortung gegenseitig zuschieben können. Kurzum: Nicht bei allen Herstellern sind ausgereifte Managementfunktionalitäten gängige Praxis.
Was also müssen die Netzwerkspezialisten an der strategischen und operativen Front selbst konkret dazu tun, damit das Zusammenspiel mit den Videoconferencing-Leuten funktioniert, insbesondere an der Schnittstelle bei der Aufgabenteilung zwischen Inhouse organisierten Aufgaben versus Outsourcing-Partnern?
Zu achten gilt es zudem auf den Sicherheitsaspekt: Denn die Videokonferenzwelt bietet einfache Möglichkeiten durch Firewalls hindurch zu kommunizieren. Hier dürfen aber keine Sicherheitslöcher in die Netzwerke hinein und heraus entstehen. Probleme auf den Verbindungsstrecken sollten darüber hinaus von den Applikationen angezeigt werden, um die Administratoren in die Lage zu versetzen, rasch zu reagieren.
Von Vorteil ist in diesem Prozess generell die Standardisierung der Videokonferenz auf H.323 oder das SIP-Protokoll, da dies den Netzwerkadministratoren erlaubt, die transparenten Wege zu verfolgen und somit für klare Verhältnisse zu sorgen. Die Anforderungen bei Telepresence liegen hingegen deutlich höher als bei der konventionellen Videotechnik oder beim Webconferencing.
Die Einführung lässt sich nur dann erfolgreich bewältigen, wenn das komplette Design inklusive der Lichtverhältnisse, Ton- und Bildqualität bis hin zur Raumtemperatur vorher genau festgelegt ist – und der oder die Business-Partner sich anhand vordefinierter Service Level Agreements (SLA) auch an die Anforderungen halten.
weiter mit: Einfaches Webconferencing oder teures Telepresence?
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