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Lösungen für Smart Hospitals notwendig Digitalisierung im Krankenhaus braucht Netzwerke

Quelle: Reichle & De-Massari Holding AG 2 min Lesedauer

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Telemedizin, vernetzte Medizintechnik und Echtzeitdaten versprechen effizientere Abläufe im Klinikalltag. Doch vielerorts scheitert die Umsetzung an einer unsichtbaren Hürde: der Netzwerkinfrastruktur. Hersteller sehen vor allem Integrationsdefizite und steigende Anforderungen an Bandbreite und Sicherheit.

Vernetzte Medizintechnik, Echtzeitdaten und mobile Anwendungen erhöhen die Anforderungen an Kliniknetzwerke. Ohne leistungsfähige Infrastruktur bleiben viele Digitalisierungsprojekte Theorie.(Bild:  Gpoint Studio)
Vernetzte Medizintechnik, Echtzeitdaten und mobile Anwendungen erhöhen die Anforderungen an Kliniknetzwerke. Ohne leistungsfähige Infrastruktur bleiben viele Digitalisierungsprojekte Theorie.
(Bild: Gpoint Studio)

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen gewinnt an Tempo, zumindest auf dem Papier. Neue Anwendungen wie Telemedizin, digitale Patientenakten oder vernetzte Diagnosesysteme erzeugen kontinuierlich wachsende Datenmengen. Parallel steigt die Zahl vernetzter medizinischer Geräte, häufig unter dem Schlagwort Internet of Medical Things (IoMT) zusammengefasst.

In der Praxis zeigt sich jedoch ein strukturelles Problem: Die vorhandenen Netzwerke in Krankenhäusern sind vielerorts nicht auf diese Last ausgelegt. Häufig fehlt es an durchgängiger Unterstützung hoher Bandbreiten im Bereich von 10 Gbit/s und mehr. Gleichzeitig bringen IoMT-Geräte eine Vielzahl unterschiedlicher Schnittstellen und Kommunikationsprotokolle mit, was die Integration zusätzlich erschwert.

Integration wird zur eigentlichen Baustelle

Hinzu kommen regulatorische und sicherheitstechnische Anforderungen. Klinische, administrative und öffentlich zugängliche Systeme müssen strikt voneinander getrennt werden. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen durch Compliance-Vorgaben und die zunehmende Bedrohungslage im Cyberraum. Das Netzwerk wird damit nicht nur zur Transportebene, sondern auch zur kritischen Sicherheitskomponente.

Hersteller wie die Reichle & De-Massari Holding AG sehen die zentrale Herausforderung daher weniger in einzelnen Anwendungen als in deren Integration. In modernen Klinikumgebungen müssen heterogene Systeme zusammengeführt werden: Von Patientenmonitoring und Rufanlagen über klassische Büro-IT bis hin zu Gebäudeautomation, Zutrittskontrolle und bildgebenden Verfahren. Gerade letztere erzeugen große Datenvolumen, die bestehende Infrastrukturen schnell an ihre Grenzen bringen können.

Neue Funktechnologien erhöhen den Druck

Technologisch zeichnet sich ein weiterer Umbruch ab: Bandbreitenintensive Funktechnologien wie 5G sowie WiFi 6 und 7 sollen künftig nahtlose Kommunikation in Echtzeit ermöglichen. Anwendungen wie mobile Visiten, kontinuierliches Patientenmonitoring oder workflowbasierte Steuerung klinischer Prozesse setzen jedoch voraus, dass diese Technologien stabil in bestehende Netzwerke integriert werden können.

Als technische Grundlage gilt eine strukturierte Verkabelung, die sowohl Glasfaser- als auch Kupferinfrastrukturen kombiniert und auf Standards wie Ethernet/IP setzt. Ergänzend gewinnen Konzepte wie Power over Ethernet oder Single Pair Ethernet an Bedeutung, um eine wachsende Zahl von Endgeräten effizient anzubinden.

Langfristige Planung trifft auf schnelle Innovationszyklen

Allerdings zeigt sich hier ein bekanntes Spannungsfeld: Während die technologische Entwicklung schnelle Innovationszyklen vorgibt, sind Krankenhausinfrastrukturen auf lange Nutzungsdauern ausgelegt. Investitionen in Netzwerke müssen daher nicht nur aktuelle Anforderungen erfüllen, sondern auch zukünftige Entwicklungen antizipieren. Das ist ein Anspruch, der in der Praxis schwer zu kalkulieren ist.

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass die Digitalisierung im Krankenhaus weniger eine Frage einzelner Anwendungen ist als eine der infrastrukturellen Basis. Ohne leistungsfähige, integrierbare und sichere Netzwerke bleiben viele der versprochenen Effizienzgewinne zunächst theoretisch.

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