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Definition Was ist Unified Endpoint Management?

Aktualisiert am 02.10.2026 Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber tutanch 4 min Lesedauer

Unified Endpoint Management ist eine Kategorie von IT-Management-Lösungen zur einheitlichen, zentralen Verwaltung, Überwachung und Absicherung stationärer und mobiler Endgeräte eines Unternehmens, wie PCs, Laptops, Smartphones, Tablets oder anderer Geräte. Damit vereint UEM das Management stationärer Clients und das Enterprise Mobility Management (EMM) zu einem übergreifenden Geräteverwaltungskonzept.

Unified Endpoint Management (UEM) ermöglicht die zentrale Verwaltung, Überwachung und Absicherung vieler unterschiedlicher Endgerätetypen.(Bild:  ChatGPT / KI-generiert)
Unified Endpoint Management (UEM) ermöglicht die zentrale Verwaltung, Überwachung und Absicherung vieler unterschiedlicher Endgerätetypen.
(Bild: ChatGPT / KI-generiert)

Das Akronym für Unified Endpoint Management lautet UEM. Bei UEM handelt es sich um eine Kategorie von IT-Management-Lösungen, die eine einheitliche, zentrale Verwaltung, Überwachung und Absicherung der Endgeräte (Endpoints) der IT-Umgebung eines Unternehmens unabhängig vom Betriebssystem und Standort ermöglichen. Zu den mithilfe einer UEM-Lösung verwalteten Endpoints zählen neben stationären Geräten wie PCs oder Drucker auch mobile Endgeräte wie Laptops, Smartphones und Tablets sowie, abhängig von der jeweiligen UEM-Plattform, auch IoT- und Spezialgeräte.

Das Unified Endpoint Management lässt sich als eine logische Weiterentwicklung des Enterprise Mobility Managements (EMM) betrachten. Es integriert stationäre und mobile Endpoints in das Management und vereint die Funktionen früher getrennter Managementansätze wie Mobile Device Management (MDM), Mobile Application Management (MAM), Endpoint Security und klassisches Client-Management von PCs in einer integrierten Plattform. Die Verwaltung der Endgeräte wird dadurch effizienter und die Kontrolle über Sicherheitsrichtlinien unabhängig vom Betriebssystem oder Gerätetyp vereinheitlicht.

UEM unterstützt zudem bei der Lösung der Problematik, dass Mitarbeiter in hybriden Arbeitsmodellen unabhängig von Ort und Gerät sicher auf ihre Anwendungen und Daten zugreifen müssen. Auch Konzepte wie Bring Your Own Device (BYOD) lassen sich in das Unified Endpoint Management integrieren. Auf dem Markt bieten zahlreiche Hersteller wie Microsoft, BlackBerry, Ivanti, IBM, Omnissa und viele mehr UEM-Produkte an.

Warum ist Unified Endpoint Management wichtig?

Durch hybride Arbeitsmodelle verschwimmen in der modernen Arbeitswelt die Grenzen zwischen stationärer und mobiler Arbeit zunehmend. Mitarbeiter müssen unabhängig von ihrem Aufenthaltsort und dem gerade verwendeten Endgerät auf alle für die Arbeit benötigten Informationen und Anwendungen sicher zugreifen können. Die große Zahl verschiedener Endgeräte sowie Konzepte wie BYOD erfordern eine einheitliche Endgeräteverwaltung, um die Arbeitslast für die IT-Abteilungen und IT-Administratoren nicht ins Unermessliche anwachsen zu lassen. Gleichzeitig sind sensible Firmendaten vor Verlust oder unbefugtem Zugriff abzusichern. Selbst beim Verlust oder Diebstahl von Endgeräten dürfen Firmendaten nicht in fremde Hände gelangen.

In der Endgeräteverwaltung sind einheitliche Konfigurationsregeln und Prozesse gefragt, da alle Endgeräte unabhängig vom Standort oder Betriebssystem zuverlässig und mit der erforderlichen Leistung funktionieren und gleichzeitig die Sicherheitsrichtlinien des Unternehmens einhalten sollen. Das UEM bietet für diese Anforderungen passende Lösungen. Es gestattet eine zentrale Verwaltung der Endpoints und verbindet in einer zentralen Plattform Geräteverwaltung und -konfiguration, Softwareverteilung, Compliance und Security für alle Endgeräte. Selbst IoT-Geräte oder Spezialgeräte wie Kassenterminals oder Wearables lassen sich je nach UEM-Lösung integrieren.

Die typischen Vorteile einer UEM-Lösung sind kurz zusammengefasst:

  • effizientes zentrales Management unterschiedlicher Endgerätetypen
  • Entlastung der IT-Abteilung durch Reduzierung des administrativen Aufwands und Automatisierung vieler Aufgaben
  • Einsparungen im IT-Support
  • Unterstützung bei der Durchsetzung einheitlicher Sicherheits- und Compliance-Richtlinien
  • einfaches und schnelles standardisiertes und gegebenenfalls personalisiertes Einrichten neuer Endgeräte
  • schnellere Entstörung und Problembehebung durch standardisierte Endgerätekonfigurationen
  • sicherer Umgang mit kritischen oder sensiblen Daten

Kurze Erklärung und Einordnung der Begriffe EMM, MDM, MAM, MIM und MCM

Das Unified Endpoint Management vereint die Funktionen zahlreicher früher getrennter Endgerätemanagementansätze. In diesem Zusammenhang werden daher immer wieder Begriffe und Abkürzungen wie Enterprise Mobility Management (EMM), Mobile Device Management (MDM), Mobile Application Management (MAM), Mobile Information Management (MIM) und Mobile Content Management (MCM) verwendet. Diese Begriffe werden daher im Folgenden kurz erklärt und eingeordnet.

Enterprise Mobility Management (EMM) beinhaltet das unternehmensweite Management mobiler Endgeräte. Durch die Erweiterung des EMM um das Management aller Endgeräte eines Unternehmens (auch stationärer Clients oder IoT-Geräte) erhält man das Unified Endpoint Management. Das EMM kann daher als auf mobile Endgeräte, Anwendungen und Inhalte ausgerichteter Teilbereich beziehungsweise Vorläufer von UEM betrachtet werden.

Das EMM setzt sich wiederum aus vielen einzelnen Teilkomponenten zusammen und umfasst typische Funktionen aus Bereichen wie Mobile Device Management (MDM), Mobile Application Management (MAM), Mobile Information Management (MIM) und Mobile Content Management (MCM).

Während sich das MDM um die Registrierung, Konfiguration, zentrale Verwaltung und sichere Einbindung mobiler Geräte in ein Unternehmensnetzwerk und den Schutz der sensiblen Daten auf den Geräten kümmert, hat das MAM die Aufgabe, Anwendungen und Software auf mobilen Geräten bereitzustellen und zu managen. Dazu gehört das komplette Application Lifecycle Management einer Software. Ziel ist es, die Unternehmensrichtlinien im Umgang mit Applikationen und Daten auf mobil genutzten Geräten durchzusetzen. Das Mobile Information Management ist für die Verwaltung mobiler Informationen zuständig. Die mobilen Informationen sollen beispielsweise vor unbefugtem Zugriff, Diebstahl, Verlust oder Manipulation geschützt werden. Geht es um die sichere Nutzung von Unternehmens-Content, beispielsweise über Sharing-Services, Content-Management-Dienste oder Kollaborationsplattformen, kommt das Mobile Content Management ins Spiel.

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Was sind typische Aufgaben und Funktionen des Unified Endpoint Managements?

Eine UEM-Lösung erfüllt eine Vielzahl von Aufgaben und bietet zahlreiche Funktionen. Zu den typischen Aufgaben und Funktionen gehören:

  • Inventarisierung und Bestandsverwaltung der Endgeräte, ihrer Betriebssysteme und der installierten Anwendungen und Software
  • personalisierte Einrichtung neuer mobiler oder stationärer Geräte (sowohl firmeneigener als auch privater Geräte)
  • zentrales Konfigurationsmanagement
  • automatische Softwareverteilung
  • Patch- und Update-Management: Aktualisierung von Firmware, Betriebssystemen, Software und Anwendungen
  • Remote-Überwachung inklusive Visualisierung der Gerätezustände
  • Remote-Support und Remote-Zugriff
  • Unterstützung bei der Absicherung der Endgeräte durch Sicherheitsrichtlinien, Compliance-Prüfungen und administrative Maßnahmen
  • Schutz der auf den Geräten verfügbaren Daten und sensiblen Informationen vor unbefugter Nutzung (auch bei Verlust oder Diebstahl)
  • Wiederherstellung von Gerätekonfigurationen und verwalteten Anwendungen
  • Fernsperrung, Zurücksetzung oder Löschung von Geräten und Unternehmensdaten
  • Unterstützung beim Lizenz- und Anwendungsmanagement
  • Überwachung und Protokollierung sicherheits- und verwaltungsrelevanter Ereignisse sowie ausgewählter Geräteaktivitäten

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