Hybride Arbeitsmodelle und die wachsende Gerätevielfalt stellen IT-Abteilungen vor komplexe Verwaltungsaufgaben. Das Unified Endpoint Management (UEM) bietet für viele Branchen eine zentrale Lösung für die sichere und effiziente Steuerung aller Endpoints im Unternehmensnetzwerk.
UEM-Systeme sind für viele Unternehmen eine strategische Antwort auf die Herausforderungen der Hybridarbeit und der wachsenden Zahl verschiedenartiger Geräte.
Die moderne Arbeitswelt verlangt von Beschäftigten eine nie dagewesene Flexibilität. Klassische Bürotätigkeiten sind längst nicht mehr an physische Standorte gebunden. Dank fortschrittlicher Cloud-Technologien und den nachhaltigen Auswirkungen der Coronapandemie können Mitarbeiter heute nahezu überall produktiv arbeiten. Diese hybriden Arbeitsmodelle erfordern jedoch eine breite Palette an Endgeräten – von traditionellen Workstations und Notebooks über Tablets bis hin zu Smartphones und IoT-Devices.
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Für IT-Verantwortliche bedeutet dieser von der Belegschaft geschätzte Ansatz jedoch eine Vielzahl operativer Herausforderungen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich auch in den Unternehmen selbst eine wachsende Zahl verschiedenartiger Endpoints etabliert hat, die koordiniert verwaltet und geschützt werden müssen – von klassischen Desktop-Umgebungen über IoT-Infrastrukturen bis hin zu Edge-Computing-Systemen. Diese Geräte müssen bedarfsgerecht mit Daten versorgt, durch zeitnahe Updates aktuell gehalten und vor Schadsoftware, Cyberbedrohungen, Datenlecks und unautorisierten Zugriffen abgeschirmt werden. Eine manuelle Bearbeitung dieser Aufgaben wird mit zunehmender Gerätezahl und Komplexität schnell zu einer schwer beherrschbaren Aufgabe.
Zentrale Steuerung und Transparenz
UEM-Plattformen erweisen sich bei dieser komplexen Aufgabenstellung als strategisch wichtige Lösung. Sie schaffen einen einheitlichen Überblick über sämtliche im Unternehmensnetzwerk befindlichen Endpoints, helfen, die Verwaltung heterogener Gerätelandschaften zu vereinheitlichen, und liefern wichtige Sicherheitsfunktionen. Das UEM-Marktwachstum wird durch die Nachfrage nach integrierten Lösungen und die Unterstützung neuer Technologien wie IoT-Geräte vorangetrieben.
Moderne UEM-Systeme streben Plattformunabhängigkeit an, wobei die tatsächliche Funktionsabdeckung von verfügbaren OS-APIs und Herstellersupport abhängt. Diese weitreichende Kompatibilität vereinfacht administrative Prozesse erheblich und ist für BYOD-Strategien und Remote-Work-Konzepte essenziell.
Die Entstehung von UEM-Systemen geht auf frühere Konzepte wie Mobile Device Management (MDM) und Enterprise Mobility Management (EMM) zurück, deren Möglichkeiten mit der Zeit an Grenzen stießen. Moderne UEM-Plattformen vereinen diese Ansätze und ergänzen sie um Funktionen, die heutigen Anforderungen gerecht werden – beispielsweise werden zur Verbesserung der Endpoint-Sicherheit u.a. Assistenz- und Analytics-Funktionen wie Risk-Scoring oder Anomalie-Erkennung integriert. Der Zugriff auf die jeweiligen Endpoints erfolgt je nach Lösung über agentenlose oder agentenbasierte Implementierungen. Zero-Trust-Sicherheitsansätze betrachten alle Endpoints standardmäßig als potenziell gefährdet und implementieren das Prinzip „never trust, always verify“.
Geschäftswert und praktischer Nutzen
Für Anwender von UEM-Lösungen steht die einheitliche Verwaltung aller Endgeräte als zentraler Mehrwert im Mittelpunkt, da dies eine deutliche Entlastung der IT-Teams bewirkt. Diese werden von wiederholenden Routineaufgaben befreit und können durch standardisierte Konfigurationsvorlagen neue Hardware rasch in das Firmennetzwerk integrieren sowie Störungen zeitnah beheben. Umfassende Geräteinformationen stehen nahezu in Echtzeit zur Verfügung.
Auch im Sicherheitsbereich bieten die Plattformen erhebliche Vorteile, indem sie kritische Updates und Patches automatisiert verteilen und dadurch bekannte Schwachstellen reduzieren. Allerdings erfordern automatisierte Patch-Prozesse angemessene Test-, Priorisierungs- und Rollback-Mechanismen, um Betriebsunterbrechungen zu vermeiden. Zero-Trust-Ansätze unterstützen die Sicherheit in komplexen IT-Landschaften, verlagern jedoch die Komplexität in feingranulare Policy-Engines und Identity-Management-Systeme.
Darüber hinaus fungiert UEM als wichtiger Baustein bei der Erfüllung regulatorischer Compliance-Anforderungen, indem entsprechende Regelwerke auf den Endgeräten implementiert werden. Mitarbeiter können von der Möglichkeit profitieren, ihre bevorzugten Geräte zu nutzen, was sich positiv auf die Arbeitsproduktivität und die digitale Mitarbeitererfahrung auswirken kann.
Für UEM-Systeme stehen unterschiedliche Deployment-Modelle zur Verfügung, die entweder On-Premises oder als Cloud-Service implementiert werden können. Cloudbasierte Lösungen zeichnen sich häufig durch bessere Skalierbarkeit aus, während die endgültige Wahl maßgeblich von Datenschutzanforderungen sowie den individuellen Integrationsbedürfnissen im Unternehmen bestimmt wird. Der Funktionsumfang ist meist sehr ähnlich und reicht von der Inventarisierung vorhandener Geräte und deren Software über automatisierte Softwareverteilung und das Durchführen von Updates für Firmwares, Betriebssysteme und Anwendungen bis hin zu Sicherheits-Tools, wie etwa Viren- und Malwareschutz, Firewalls, Verhaltensanalysen sowie Fernzugriffs- und Supportmöglichkeiten. Die Einrichtung und Durchsetzung von Richtlinien und Rollen ist ebenso möglich, wie der Schutz verlorener, gestohlener oder Altgeräte. Möglichkeiten für Monitoring, Logging und Recovery zählen ebenfalls zum Funktionsumfang. Zudem ist meist die Integration in EDR-Systeme (Endpoint Detection and Response) möglich, um die Sicherheit weiter zu erhöhen.
Stand: 08.12.2025
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