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Virtualisierung für Windows und Linux auf dem Mac Parallels 27 setzt nur noch auf Apple Silicon

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Parallels Desktop 27 unterstützt keine Intel-Macs mehr. Auf Macs mit Apple-Prozessor bringt die Virtualisierungssoftware einen neuen, auf Metal aufbauenden OpenGL-4.3-Treiber sowie Matrixbeschleunigung für virtuelle Maschinen. Bestehende x86_64-Systeme lassen sich in mehreren Editionen emulieren, allerdings mit deutlichen Leistungseinbußen.

Parallels Desktop 27 unterstützt nur noch Apple Silicon und bringt OpenGL 4.3, Matrixbeschleunigung sowie eine x86_64-Emulation.(Bild:  Parallels)
Parallels Desktop 27 unterstützt nur noch Apple Silicon und bringt OpenGL 4.3, Matrixbeschleunigung sowie eine x86_64-Emulation.
(Bild: Parallels)

Parallels hat Desktop 27 für Macs mit Apple-Prozessor veröffentlicht. Die Software virtualisiert Arm-Versionen von Windows und Linux unter macOS. Intel-Macs unterstützt die neue Hauptversion nicht mehr. Auf diesen Geräten bleibt Parallels Desktop 26 die letzte verfügbare Generation.

Parallels Desktop 27 unterstützt macOS 27 Golden Gate als Host- und Gastsystem. Als neue Linux-Gastsysteme nennt der Hersteller Ubuntu 26.04 LTS, Fedora 44, Debian 13.6 und Kali Linux 2026.2. Eine x86_64-Ausgabe von Ubuntu 26.04 LTS lässt sich ebenfalls ausführen.

Microsoft hatte Parallels Desktop bereits 2023 als autorisierte Lösung für Windows 11 auf Macs mit Apple Silicon benannt. Microsoft führt Parallels als autorisierte Lösung für die Virtualisierung von Windows 11 auf Arm-Macs.

OpenGL 4.3 über Metal

Parallels hat den Grafiktreiber für virtuelle Windows-Maschinen neu entwickelt. Er setze auf Apples Metal-API und hebe die unterstützte OpenGL-Version von 4.1 auf 4.3 an. Davon sollen Windows-Anwendungen profitieren, die neuere OpenGL-Funktionen voraussetzen. Parallels nennt ArcGIS Pro, ZWCAD und Blender 4.3 als Beispiele.

Der neue Grafiktreiber übersetzt OpenGL-Aufrufe virtueller Windows-Systeme über Apples Metal-Schnittstelle. OpenGL 4.3 steht nur in ausgewählten Editionen bereit.(Bild:  Parallels)
Der neue Grafiktreiber übersetzt OpenGL-Aufrufe virtueller Windows-Systeme über Apples Metal-Schnittstelle. OpenGL 4.3 steht nur in ausgewählten Editionen bereit.
(Bild: Parallels)

In eigenen Messungen ermittelte der Hersteller auf Macs mit M3-Prozessor oder neuer eine bis zu 2,6-fache OpenGL-Leistung. Einzelne Abläufe in ArcGIS Pro seien bis zu 35 Prozent schneller gewesen. Die gesamte gemessene Bearbeitungszeit habe sich um bis zu 24 Prozent verkürzt. Der OpenGL-4.3-Treiber gehört zur Pro-, Business- und Enterprise-Edition.

Matrixbeschleunigung ab Apple M4

Auf Macs mit M4- oder M5-Prozessor sollen virtuelle Maschinen Apples Scalable Matrix Extension nutzen können. Die CPU-Erweiterung beschleunigt Matrixoperationen, wie sie bei lokalen KI-Modellen und wissenschaftlichen Berechnungen auftreten.

Parallels nennt für Linux-Gastsysteme eine bis zu siebenfache Beschleunigung bei Matrixberechnungen und eine bis zu 1,75-fache Leistung bei der Inferenz neuronaler Netze. Auch diese Werte stammen aus internen Tests. Welche Beschleunigung eine konkrete Anwendung erreicht, hänge vom verwendeten Framework und dessen Unterstützung für die CPU-Befehle ab.

x86_64-Systeme nur per Emulation

Die Pro-, Business- und Enterprise-Editionen können bestehende virtuelle x86_64-Maschinen auf Apple Silicon importieren und ausführen. Parallels emuliert dabei den vollständigen Intel-Befehlssatz. Der Hersteller weist ausdrücklich darauf hin, dass solche Systeme deutlich langsamer arbeiten als native Arm-Gäste.

Für Linux-VMs aktualisiert Parallels außerdem den Dienst für gemeinsam genutzte Ordner. prl_fsd verwendet nun libfuse3 statt libfuse2. Parallels Tools lassen sich in headless betriebenen Ubuntu-Arm-Systemen über die Kommandozeile aktualisieren. Die Enterprise Edition erhielt zudem eine Zertifizierung nach ARM SystemReady SR 3.1 in der Kategorie VE.

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