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Dell-Umfrage zur KI-Readiness KI-Pilotphase vorbei? IT für KI-Workloads oft nicht bereit

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Wenn es nach Tim van Wasen, Geschäftsführer von Dell Technologies Deutschland, geht, ist die KI-Pilotphase vorbei. Eine von seinem Unternehmen beauftragte Umfrage zeichnet allerdings ein gemischteres Bild. Zwei Drittel der IT-Führungskräfte in Deutschland halten ihre Infrastruktur nicht für optimal gerüstet, um KI im Produktivbetrieb zu tragen.

Der Sprung vom KI-Piloten in den Produktivbetrieb scheitere oft an der Infrastruktur, nicht am Modell.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Der Sprung vom KI-Piloten in den Produktivbetrieb scheitere oft an der Infrastruktur, nicht am Modell.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

„Die KI-Pilotphase ist vorbei, jetzt muss die Technologie ihren Wert beweisen“, sagt Tim van Wasen, Geschäftsführer von Dell Technologies Deutschland. Wer KI skalieren wolle, brauche neben leistungsfähigen Modellen eine resiliente Infrastruktur und vertrauenswürdige Daten. Für viele Unternehmen beginnt damit allerdings erst die schwierigere Phase. Denn zwei Drittel (66 Prozent) der befragten IT-Führungskräfte halten ihre IT für noch nicht optimal darauf ausgelegt, KI- und Analyse-Workloads im produktiven Maßstab zu unterstützen. Das geht aus der Modern Enterprise Readiness Study 2026 hervor, die Dell Technologies beim Marktforscher Vanson Bourne in Auftrag gegeben hat.

Zwischen Pilot und Produktivbetrieb

Woran es konkret hapert, lässt die Studie offen. Ob Rechenleistung, Storage, Netzwerk oder Datenhaltung den Engpass bilden, schlüsselt sie nicht auf. Der Abstand zwischen beiden Phasen ist jedoch beträchtlich. Ein Pilot läuft meist mit begrenzten Datenmengen und wenigen Nutzern. Im Betrieb müssen Modelle dauerhaft verfügbar, an Unternehmensdaten angebunden und abgesichert sein.

Die Lücke wollen die Befragten vor allem über ihre Anbieterwahl schließen. Fast drei Viertel lenken Investitionen nach eigenen Angaben zu Partnern, die genug Größe, ein passendes Ökosystem und belastbare Lieferketten mitbringen, um KI-Projekte aus der Pilotphase in den Betrieb zu überführen. Mehr als vier von fünf würden ihren IT-Bedarf am liebsten weitgehend über einen einzigen strategischen Partner decken.

Compliance bremst zusätzlich

Neben der Technik hemmt auch die Regulierung. Bei 56 Prozent der Unternehmen haben Sicherheits- und Compliance-Bedenken die Einführung von KI bereits verlangsamt oder Projekte verzögert. Knapp die Hälfte der Befragten sorgt sich, staatliche Vorgaben zur Datennutzung für KI nicht einhalten zu können. Regulatorische Anforderungen aus NIS2, DORA und DSGVO unterstreichen die Notwendigkeit, Sicherheit von Beginn an in Technologiestrategien zu integrieren. Damit wird Cyber-Resilienz zu einer Aufgabe auf Vorstandsebene und nicht länger zu einem reinen IT-Thema.

Sicherheit wollen die Unternehmen deshalb nicht mehr separat einkaufen: Neun von zehn erwarten, dass sie in jedem Angebot ihrer strategischen Technologiepartner bereits enthalten ist. Vier von fünf rechnen damit, in den kommenden zwei bis drei Jahren stärker auf Managed Security Services zu setzen.

Engpass am Arbeitsplatz

Die Befragten verorten das Problem auch nicht nur im Rechenzentrum. Nach Ansicht von 83 Prozent bremsen veraltete Endgeräte die Einführung neuer Technologien einschließlich KI. Die Modernisierung des Arbeitsplatzes gilt damit nicht mehr als reiner Hardwaretausch, sondern als Voraussetzung, um KI-Anwendungen im Alltag überhaupt nutzen zu können. KI-PCs und moderne Endgeräte spielen für die große Mehrheit deshalb eine wichtige Rolle in der künftigen Arbeitsplatzstrategie.

* Über die Studie: Im Rahmen der Modern Enterprise Readiness Study 2026, die von Dell Technologies in Auftrag gegeben und vom unabhängigen Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne durchgeführt wurde, wurden 2.950 Teilnehmer in 35 Ländern befragt, darunter 1.500 Geschäfts- und IT-Entscheider aus der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA), davon 150 in Deutschland. Die im Juni 2026 durchgeführte Untersuchung umfasste Unternehmen aus den Bereichen Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen, Fertigung, Einzelhandel, Energie- und Versorgungswirtschaft sowie öffentlicher Sektor.

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