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Networking im Orbit
Europas Kampf um das Netz über den Wolken

Von Dipl. Betriebswirt Otto Geißler 4 min Lesedauer

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LEO-Satelliten werden zum neuen Layer der globalen Netzwerkinfrastruktur. Europa muss entscheiden, ob es die Infrastruktur der Zukunft selbst kontrolliert.

Nicht die Zahl der Satelliten entscheidet über Europas Position, sondern das Zusammenspiel von Orbit, Bodensegment und Netzwerkmanagement.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Nicht die Zahl der Satelliten entscheidet über Europas Position, sondern das Zusammenspiel von Orbit, Bodensegment und Netzwerkmanagement.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Satellitenkommunikation über LEO (Low Earth Orbit) in niedrigen Erdumlaufbahnen von wenigen hundert bis rund 1.200 Kilometern Höhe versorgten bisher meist abgelegene Regionen, Schiffe, Flugzeuge oder militärische Einheiten mit Konnektivität. SpaceX hat am Beispiel von Starlink gezeigt, wie schnell sich LEO-Satelliten zu einem globalen Internetdienst entwickeln können. Der entscheidende Vorteil liegt in der vertikalen Integration: SpaceX entwickelt Satelliten und Terminals selbst und verfügt mit der Standardrakete Falcon 9 über einen eigenen Zugang zum Orbit. Da LEO-Konstellationen kontinuierlich erneuert werden müssen, sind häufige und kostengünstige Starts ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

Für den User ist Starlink längst mehr als Satellitenkommunikation. Hinter einem Terminal verbirgt sich ein IP-basierter Internetzugang, der sich in Unternehmensnetze wie Glasfaser oder 5G als weiterer WAN-Transportweg integrieren lässt. Der Satellit wird damit zu einem zusätzlichen Netzwerk-Layer.