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Virtual Desktop für den Mittelstand Ein VDI-Stack auf dem Prüfstand

Autor / Redakteur: Movetech Systemberatung / Ulrike Ostler

Warum setzen bisher nur wenige kleine und mittelständische Unternehmen auf eine Virtual Desktop Infrastructure? Manchmal stellt sich eben schon bei der Testinstallation sehr schnell heraus, dass VDI nicht ganz so einfach ist, oder doch? Hier ein Proof of Concept von Movetech.

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Der Omniswitch 6900 Von Alcatel-Lucent-Enterprise gehört zu den Hauptkomponenten des VDI-Stack, der Mittelständler reizen soll.
Der Omniswitch 6900 Von Alcatel-Lucent-Enterprise gehört zu den Hauptkomponenten des VDI-Stack, der Mittelständler reizen soll.
(Bild: Alcatel-Lucent Enterprise)

VDI kann sehr komplex werden: Angefangen von der benötigten Hardware, die beherrscht werden muss, über das richtige Sizing der Umgebung, die hochkomplexe Programmvirtualisierung, die unglücklichen Endbenutzer, bis hin zu den Tools von Drittherstellern zur Personalisierung, für nutzerspezifische Anwendungen, das Image-Management und die Storage-Optimierung – jedes IT-Team wird vor enorme Herausforderungen bezüglich des Verwaltens einer VDI-Umgebung gestellt. Das Thema VDI ist folglich für mittelständische Unternehmen grundsätzlich alles andere als „einfach“.

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Die Testergebnisse kurzgefasst
  • Login VSI zeigte auf, dass bei der Wahl der ESXi-Hosts sehr auf die Prozessorleistung zu achten ist. In dem Test von uns wurde der VSImax bereits bei 192 Maschinen erreicht.
  • Es wurde ein Boot Storm simuliert: 200 Maschinen starteten und 200 Benutzer loggten sich innerhalb von 15 Minuten ein, trotzdem blieb die Latenz des Storages unterhalb einer Millisekunde.
  • Unidesk reduzierte den benötigten Speicherplatz auf dem Storage vorweg um rund 80 Prozent; durch die zusätzliche Datenreduktion von Pure Storage wurden für 200 Desktops weniger als 100 GB Speicherplatz benötigt.
  • Ausgehend davon, dass das Pure Storage FA-405 Array ungefähr 100.000 IOPS und der Alcatel-Lucent Omniswitch 6900-X20 bis zu 1,28 Tbit/s Datendurchsatz (mit eine Latenzzeit von unter einer Mikrosekunde) liefern können, dürfte diese Umgebung mit der entsprechenden Anzahl von ESXi-Hosts in der Lage sein, mindestens 1000 Desktops für Knowledge Worker zur Verfügung zu stellen.

Alle verwendeten Komponenten sind sehr einfach zu bedienen und zu installieren.

  • Der Alcatel-Lucent Omniswitch wird verkabelt und angeschaltet – kein weiteres Setup notwendig.
  • Das Pure-Storage-Array ist innerhalb einer halben Stunde aufgebaut und konfiguriert. Updates werden vom Hersteller eingespielt.
  • Durch die sehr einfache Bedienbarkeit ermöglicht Unidesk es selbst Helpdesk-Mitarbeitern, Programme oder Desktops zu erstellen, zu verteilen und zu verwalten.
  • Aufwendige Schulungen sind für die Administratoren nicht notwendig.

Bildergalerie

Mit unserem Proof of Concept möchten wir vor allem KMU dazu animieren, sich positiv mit VDI auseinanderzusetzen und aufzeigen, dass bei Einsatz der richtigen Hardware-Komponenten und Management-Software eine VDI selbst für kleine IT-Teams zu stemmen ist. Weiterhin wollen wird mittels „Login VSI“ verdeutlichen, wo die jeweils eingesetzte Hardware an ihre Grenzen stoßen kann, um diese kritischen Faktoren von vornherein erkennbar zu machen.

Das Vorhaben: 500 bis 1000 Desktops sollen virtualisiert werden – unterschiedliche Anwendertypen. Der Großteil davon besteht dabei aus normalen Usern, die auf Programme mit erhöhten Anforderungen zurückgreifen.

Der VDI-Stack

1. Pure Storage All Flash Array FA-405

Pure Storage bietet All-Flash-Speicher für praktisch jede Arbeitslast zu einem fairen Preis. Besonders die „Purity Flash Reduce“ Technik ermöglicht eine Inline-Datenreduktion inklusive Deduplizierung, Kompression und Thin Provisioning bei variabler Blockgröße.

Die Deduplizierung und Kompression von Pure Storage funktionieren bei allen Anwendungen einwandfrei. Bei VDI jedoch mit am besten. Mit einer Datenreduktion von >10-zu-1 kann Pure Storage VDI kostengünstiger als andere Lösungen bereitstellen.

Mittels „Pure Flash Protect“ wird eine 99,999-prozentige Verfügbarkeit bezogen auf alle Installationen der tatsächlich in der Produktion bereitgestellten Systeme erreicht. Eine Aktiv/Aktiv-HA-Architektur, RAID-3D, Dual-Parity+-Schutz und End-to-End-Datenintegrität greifen ineinander, um Ihre wichtigen Unternehmensdaten zu schützen.

Aufbau und Konfiguration des Systems (inklusive iSCSI-Konfiguration) nahmen rund eine halbe Stunde in Anspruch. Updates wurden anschließend vom Hersteller eingespielt.

2. Alcatel-Lucent Omniswitch 6900-X20

Der „Alcatel-Lucent Omniswitch 6900“ ist ein 10/40 Gigabit-Ethernet-Switch mit hoher Port-Dichte auf kleinem Raum. Durch hohe Geschwindigkeit, extrem niedriger Latenz, Funktionsvielfalt und zentraler Programmierbarkeit eignet er sich für besonders anspruchsvolle Netze.

Neben seiner universellen Verwendung in Datacenter oder Campus Core Netzwerken wurde er besonders im Hinblick auf leichte Bedienbarkeit und Automatisierung entwickelt. Der „OS6900“ ist bereits für die nächste Generation virtualisierter und konvergenter Data Center Infrastrukturen ausgelegt.

Modularer Aufbau

Durch einen modularen Aufbau der Interface Module und „loss-less“ Ethernet Technologien vereint der Omniswitch 6900 sowohl Server- als auch Storage-Konnektivität in einer Instanz.

Durch den Einsatz der „Virtual Chassis“-Technik lassen sich mehrere Einzelgeräte zu einer zentral verwalteten Einheit, einer „Ethernet Fabric“, zusammenfassen. Eine Fabric stellt sich von außen betrachtet, als auch aus Administrationssicht, als ein ein-ziger logischer Switch dar.

Der Konfigurationsaufwand wird dadurch erheblich reduziert. Arbeitserleichternde Automatisierung, wie die native Unterstützung sich bewegender virtueller Maschinen oder die Einbindung von iSCSI Systemen, wird damit zum Kinderspiel.

Layer-2/3-Switching

Neben der hohen Transportleistung bietet diese Plattform Datacenter-Bridging (DCB)-Funktionen, QoS, Layer-2/3-Switching sowie VxLAN Overlay Unterstützung. Die maximale Ausbaustufe von bis zu 104x 10-GigE-Ports sowie 32x 40-GigE-Ports in einem 1HE-Formfaktor garantiert ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis.

Durch Flexibilität, die Ports bei Bedarf auch im 100/1000 Megabit-Modus zu betreiben, ist eine Verbindung zu langsameren, bereits existierenden Systemen möglich. Das Chip Design und das „AOS“-Betriebssystem resultieren in einen marktführenden niedrigen Energieverbrauch, und helfen den PUE Energieeffizienzfaktor im Datacenter weiter zu verbessern.

Für Aufbau, Konfiguration und Inbetriebnahme waren weniger als 15 Minuten notwendig.

3. Unidesk Virtual Desktop Management Lösung

Die Unidesk Desktop-Layer-Technik bietet eine einfache Verwaltung und effektive Speicherung von vorübergehenden, virtuellen Desktops in Kombination mit den modernen, personalisierbaren Eigenschaften dauerhafter Desktops. Unidesk-Desktops booten von einem virtuellen C:-Laufwerk aus, das aus verschiedenen, voneinander unabhängigen Schichten („Layer“) besteht.

Die IT-Abteilung nutzt Unidesk dabei, um einzelne Schichten eines Windows-Betriebssystems und der Standardanwendungen zu erstellen. Unidesk kombiniert diese Layer beim Booten dynamisch zu einer einzelnen Speichereinheit. Auf diese Weise erhalten Nutzer komplett personalisierbare Desktops. Das IT-Personal erhält Desktops, die einfach zu verwalten, aktualisieren und zu reparieren sind.

Die Web-basierte Management-Konsole ermöglicht, alle Desktops dynamisch von den gleichen, unabhängig voneinander gespeicherten Betriebssystem und Anwendungen zu betreiben. Alle nutzerspezifischen Einstellungen, einschließlich installierte Programme, werden durch Patches und Updates in den von der IT-Abteilung festgelegten Basis-Layern gespeichert.

Was Unidesk besonders macht:

  • 100 Prozent Personalisierung: Alle persönlichen Einstellungen des Benutzers werden gespeichert
  • Die Bereitstellung von Anwendungen: Jedes Programm kann bereitgestellt werden, inklusive Drucker, Plug-Ins oder Antivirus-Programme
  • Nur ein goldenes Image: Alle Desktops benutzen ein einzelnes Microsoft Windows Gold Image, welches gepatched werden muss.
  • Weniger Storage: Ein Betriebssystem und die App-Images werden auf viele Desktops verteilt – und lässt Sie damit bis zu 70 Prozent Speicherplatz für VDI einsparen.
  • Alle Broker-Systeme: Funktionierende Verbindungen mit VMware View, Citrix XenDesktop, Pano Logic und Microsoft Remote Desktop Connection.

Die Installation und Konfiguration, das Erstellen des Basis-Images und der Programm-Layer und der VMs wurde innerhalb eines Tages fertiggestellt.

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