Microsoft Entra Domain Services versus Entra ID Identitäten zwischen Cloudarchitektur und AD-DS-Kompatibilität
Microsoft Entra ID und Microsoft Entra Domain Services bilden zwei technisch getrennte Ebenen der Identitätsarchitektur. Dieser Text analysiert Unterschiede, Grenzen und Zusammenspiel beider Dienste und ordnet ihren Einsatz im Kontext hybrider und cloudbasierter Infrastrukturen fachlich ein.
Unternehmensidentitäten bewegen sich heute zwischen Cloudplattformen, SaaS-Angeboten und weiterhin lokal betriebenen Serverdiensten. Microsoft Entra ID bildet die zentrale Identitätsbasis für Cloudressourcen und webbasierte Anwendungen. Microsoft Entra Domain Services ergänzt dieses Modell um verwaltete Verzeichnisfunktionen mit Active Directory- und Domain-Services-Kompatibilität für Workloads, die klassische Protokolle benötigen. Beide Dienste verfolgen unterschiedliche technische Ziele und greifen ineinander, ohne identische Aufgaben zu erfüllen.
Microsoft Entra ID als cloudnative Identitätsschicht
Microsoft Entra ID verwaltet Benutzerkonten, Gruppen, Geräteobjekte und Sicherheitsprinzipale in einer mandantenbasierten Architektur. Die Struktur bleibt flach und verzichtet auf hierarchische Domänenkonzepte. Authentifizierungen erfolgen über OAuth 2.0, OpenID Connect und SAML. Diese Protokolle unterstützen internetbasierte Zugriffsszenarien und setzen keine abgeschotteten Netzsegmente voraus. Bedingter Zugriff, Gerätezustand, Identitätsrisiken und Tokenlebenszyklen lassen sich kontinuierlich auswerten. Gruppenrichtlinien, LDAP-Bindungen oder Kerberos-Tickets gehören nicht zum Funktionsumfang. Erweiterungen des Schemas finden nicht statt. Der Dienst integriert sich direkt in Microsoft 365, Azure-Ressourcen und angebundene SaaS-Anwendungen.
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