Die Neuerungen von Windows 8 Server im Netzwerk-Bereich

Active Directory, Server-Manager, VM-Replikation und mehr

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Andreas Donner

Windows Server 8 bietet zahlreiche administrative Verbesserungen
Windows Server 8 bietet zahlreiche administrative Verbesserungen

Mit Windows 8 Server verbessert Microsoft die Server-Netzwerkanbindung via Active Directory deutlich und vereinfacht die AD-Installation. Server lassen sich jetzt inklusive Rollen und Features komplett über das Netzwerk verwalten und VMs auf Basis von Hyper-V über das Netzwerk replizieren.

Unternehmen, die Netzwerke mit verschiedenen Servern betreiben, erhalten mit Windows 8 zahlreiche Verbesserungen. Denn Microsoft geht mit Windows 8 den Weg in Richtung Aufbau einer Private Cloud, also Bereitstellung von Diensten über das Internet, konsequent weiter. Dabei müssen Unternehmen keinen Anbieter buchen, sondern können die entsprechenden Dienste einfach selbst bereitstellen.

Sicherheit in Windows 8 fängt bereits beim Starten des Rechners an. Windows 8 unterstützt schon von Anfang an das neue BIOS-System UEFI und dessen Secure-Boot-Funktion. Bei dieser Funktion verhindern Betriebssystem und BIOS den Start von Viren und Rootkits bevor der Virenscanner aktiv ist. Das UEFI-System lässt Firmwareupdates erst dann zu, wenn der registrierte Virenscanner gestartet ist. Virenverseuchte Server gehören so hoffentlich der Vergangenheit an.

RAM-Manipulationen ausgeschlossen

Um Manipulationen des Arbeitsspeichers zu verhindern, speichert Windows 8 Server Daten an verschiedenen Orten, was Angreifern ein Ausspähen unmöglich macht. Diese Technik trägt die Bezeichnung Address Space Layout Randomization (ASLR). Außerdem schützt Windows 8 den Kernel des Betriebssystems noch intensiver als Windows Server 2008 R2.

Netzwerk-Administratoren erfreut die neue Version des Task-Managers, die wesentlich mehr Funktionen und Übersichtlichkeit bietet. Nach der Installation fällt in den aktuellen Beta-Versionen zunächst auf, dass Windows 8 Server über die gleiche Kachel-Oberfläche (Metro) verfügt wie Windows 8 Client. Diese von Windows Phone 7 übernommene Oberfläche soll die Navigation und Übersichtlichkeit erhöhen (siehe Abbildung1).

Bestandteil von Server und Client ist auch die weiterentwickelte Smartscreen-Technologie des Internet Explorer 9. Diese hat Microsoft jetzt direkt in das Betriebssystem integriert um Server und Client vor Viren und Trojanern, sowie unerwünschten Programmen zu schützen. Die Konfiguration des Filters erfolgt über das Wartungscenter (siehe Abbildung 2).

Active Directory, DHCP und Hyper-V

Die wichtigsten Neuerungen bietet Windows 8 im Bereich Hyper-V und Active Directory. Windows 8 Server kommt mit der neuen Version Hyper-V 3.0 (siehe Abbildung 3). Eine der Neuerungen dabei ist die Möglichkeit, virtuelle Server zwischen verschiedenen Hyper-V-Hosts zu replizieren (siehe Abbildung 4). Ein Cluster ist dabei nicht mehr notwendig.

Diese Replikation kann im laufenden Betrieb erfolgen. Auf dieser Basis lassen sich hochverfügbare Umgebungen auch für mittelständische Unternehmen realisieren.

Im Bereich Hyper-V und Active Directory ist auch interessant, dass sich Domänencontroller mit Windows 8 Server klonen lassen. Administratoren müssen dabei keine komplizierten Umbenennungsorgien starten, sondern können die Festplatten der virtuellen Server einfach kopieren und den Domänencontroller dann umbenennen. Zusammen mit Hyper-V-Replica, einer wichtigen neue Funktion um Domänencontroller zu sichern, Schnappschüsse zu erstellen und diese schnell und einfach bereitzustellen. Auch DHCP-Server lassen sich besser hochverfügbar betreiben. Windows 8 Server erlaubt das Gruppieren von Servern auch ohne Cluster.

weiter mit: Virtuelle Server in Hyper-V 3.0

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