Die Neuerungen von Windows 8 Server im Netzwerk-Bereich

Active Directory, Server-Manager, VM-Replikation und mehr

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Virtuelle Server in Hyper-V 3.0

Virtuelle Server in Hyper-V 3.0 haben auch deutlich mehr Möglichkeiten, direkt auf Netzwerkkarten in Hyper-V-Hosts zuzugreifen. In Windows Server 2008 R2 laufen diese Zugriffe immer erst über einen virtuellen Netzwerkswitch.

Hyper-V 3.0 überwacht auch den Zugriff auf DHCP-Servern für virtuelle Server und erlaubt eine Steuerung der Netzwerkbandbreite von virtuellen Servern. Auf diesem Weg lassen sich virtuelle Domänencontroller priorisieren, was die Authentifizierung im Unternehmen deutlich beschleunigt (Abbildung 5).

Bildergalerie
Bildergalerie mit 10 Bildern

Unternehmen die einen Cluster aufbauen, können in Windows 8 Server Daten wesentlich einfach ablegen als in gemeinsamen Datenträgern auf SAN-Basis. Virtuelle Festplatten lassen sich dazu auch auf Dateiservern ablegen. Das Protokoll für den Zugriff auf Dateien in Windows ist das „Server Message Block“-Protokoll 2.2 (SMB). In der neuen Version können mehr Zugriffe parallel auf Daten in Freigaben zugreifen.

Unternehmen die in Clustern mehr Sicherheit benötigen, können außerdem Clusterdatenträger mit Bitlocker verschlüsseln. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn manche Daten bei Cloudanbietern gespeichert sind.

Bewährtes bleibt erhalten und wird verbessert

Auch wenn Windows 8 Server viele Neuerungen bietet, bleibt manches gleich. Das rollenbasierte Installationsmodell, die Anbindung an Active Directory und die Bereitstellung von Serverdiensten unterscheidet sich nicht stark von den Vorgängern. Gruppenrichtlinien gibt es ebenfalls weiterhin und deren Verwaltung läuft in Windows 8 Server genauso ab, wie in Vorgängerversionen.

Windows 8 verfügt über PowerShell 3.0. Diese ist auch in Windows 8 Server integriert. Die Verknüpfung findet man über Accessoires\Windows PowerShell. Hierüber startet man auch die grafische Oberfläche der PowerShell, die ISE. Diese ist in Windows 8 vorinstalliert. Der Vorteil der neuen Version ist deren bessere Bedienbarkeit und Übersichtlichkeit (Abbildung 6).

Ist zum Beispiel ein Modul mit einem bestimmten Befehl nicht geladen, wenn es ein Administrator aufruft, lädt die neue PowerShell die notwendigen Befehle automatisch nach.

Grenzaufhebung für Server-Konten

Verwaltete Dienstkonten sind seit Windows Server 2008 R2 eine Möglichkeit, auch für Serverdienste regelmäßige Kennwortänderungen durchzuführen. In Windows 8 Server hebt Microsoft die Grenze der Konten für einzelne Server auf, sodass sich die Konten netzwerkweit auch auf mehreren Servern nutzen lassen.

Die Verwaltung der Berechtigungen von Freigaben oder anderen Objekten können Administratoren in Windows 8 so handhaben, wie in Vorgängerversionen oder die neue dynamische Zugriffskontrolle verwenden. Dazu besteht die Möglichkeit Rechte einer Datei oder eines Verzeichnisses so festzulegen, dass diese überall erhalten bleiben, egal wohin Anwender das Dokument kopieren oder verschieben.

Server-Manager

Den Look des Servers-Managers hat Microsoft komplett überarbeitet. Dieser stellt sich nun auch mit der neuen Metro-Oberfläche dar und ist zentraler Einstiegspunkt für die Verwaltung der Server im Netzwerk.

Server lassen sich gruppieren und gemeinsam verwalten, Rollen und Features über das Netzwerk installieren, Dienste überwachen und verwalten und vieles mehr. Im Gegensatz zu Windows Server 2008 R2 bietet der neue Server-Manager eine echte Netzwerkanbindung an die verschiedenen Server (Abbildung 7).

Erleichterungen bei der Installation von Active Directory

Die Installation von Active Directory hat Microsoft für Administratoren mit weniger Erfahrung deutlich erleichtert. Der Assistent zeigt jetzt weniger Fenster und Fehlermeldungen und übernimmt viele Einstellungen vollautomatisch.

Durch die Installation des Rollendienstes für Active Directory können auch unerfahrene Administratoren schnell und einfach ein Active Directory installieren (siehe Abbildung 8). Die Verwaltungskonsole Active Directory Administration Center hat Microsoft dazu erweitert und Funktionen integriert, die bisher nur in der PowerShell möglich waren, zum Beispiel die Aktivierung der „Verwendung des Papierkorbs“ in Active Directory (siehe Abbildung 9).

Mit DirectAccess können mit Windows Server 2008 R2 und Windows 7 Clients im Internet auf Daten des internen Netzwerks zugreifen. In Windows 8 erweitert Microsoft diese Funktionen und erleichtert gleichzeitig die Einrichtung. Auch der Zugriff solcher Clients über das das Remotedesktop-Protokoll hat Microsoft optimiert und ermöglicht nun eine bessere Darstellung von Windows-Desktops über die Cloud.

Basis dabei ist Hyper-V 3.0, ein Remotedesktop-Server mit Windows 8 Server und Clients mit Windows 8. Die entsprechenden Rollen und Dienste installieren Administratoren über den Server-Manager bequem über das Netzwerk (siehe Abbildung 10).

(ID:31878890)