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Programmierbares und performantes Transportnetz für 5G Nokia zeigt Self-Backhauling

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Auf dem MWC 2017 präsentierte Nokia ein auf 5G ausgerichtetes Portfolio für Transportnetze – darunter Anbindungen für Basisstationen mit 10 Gbit/s, programmierbare Infrastrukturen sowie eine Demo mit Self-Backhauling im Millimeterband.

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Der Nokia 7250 Interconnect Router R6 (IXR-R6) liefert Performance im Terabit-Bereich, niedrige Latenzen und eine verbesserte Portdichte.
Der Nokia 7250 Interconnect Router R6 (IXR-R6) liefert Performance im Terabit-Bereich, niedrige Latenzen und eine verbesserte Portdichte.
(Bild: Nokia )

Mit dem Schlagwort „anyhaul“ fasst Nokia das eigene Angebot von Ende-zu-Ende-Transportlösungen für mobile Netzwerke zusammen und beschreibt die verschiedensten Übertragungswege, auf denen Daten zur Mobilfunkbasis und zurück gelangen. Schon jetzt will der Anbieter den Anforderungen des kommenden Mobilfunkstandards 5G genügen und nutzt Software-Defined Networking (SDN) sowie Virtualisierung, um programmierbare IP-Infrastrukturen für gesteigerte Dienstanforderungen zu implementieren. Mobilfunkbetreiber sollen so rasch auf wechselnde Marktanforderungen reagieren und genau dann auf Breitband oder Internet der Dinge (IoT) abgestimmte Dienste anbieten können, wenn diese nachgefragt werden.

Mit 5G im Blick habe man zudem das gesamte Portfolio für Mikrowellen, IP, Packet Optical und Fixed Access auf den latenzkritischen Ethernet-Fronthaul abgestimmt. Des Weiteren könne man Verbindungen zu Basisstationen nun mit 10 Gbit/s bedienen – dem zehnfachen der typischerweise für 2G/3G-Backhauls genutzten Bandbreite.

Self-backhauling auf MWC 2017

Auf dem Mobile World Congress (MWC 2017) demonstrierte Nokia darüber hinaus ein Small Cell Deployment für 5G, dass Self-backhauling beherrscht. Beim Self-backhauling verbinden sich Basisstationen selbstständig per Funk mit anderen Basisstationen, um so einen Backhaul über mehrere Hops zu realisieren. Nokias Ansatz nutzt dabei einen Cloud-basierenden Topologiemanager, um ein selbstorganisierendes, vermaschtes In-Band-Netzwerk mit Selbstheilungsfunktionen und Load Balancing zu erzeugen.

Zu den überdies in Barcelona vorgestellten Produkten für das Transportnetz zählen:

  • Zwei als „Nokia Wavence“-Portfolio vorgestellte Ultra-Broadband-Transceiver, die mit der bisherigen Nokia 9500 Microwave Packet Radio Family abwärtskompatibel sind: Das Modell „twin“ beschreibt Nokia als „dual carrier in a box“, das Modell „80“ als kompaktes „E-band Radio“. Die Systeme unterstützen Carrier Aggregation und Carrier SDN.
  • Nokia 7250 Interconnect Router R6 (IXR-R6): Der neue IP/MPLS-Router liefert laut Anbieter eine Performance im Terabit-Bereich, niedrige Latenzen und eine verbesserte Portdichte. Dabei unterstütze der IXR-R6 auch kommende Schnittstellen, wie „Ethernet fronthaul“.
  • Erweiterungen der 1830 Familie: Integrierte Packet Transport Cards für den 1830 Photonic Service Switch zielen auf „Ethernet anyhaul“-Anwendungen und bieten hierfür 100G Packet Aggregation, kohärentes DWDM mit geringsten Latenzen und herausragender Zeitsynchronisation. Ein Versatile WDM Module (VWM) ermögliche derweil Optical Protection Switching.
  • Nokia 7360 ISAM FX Access Node und 7368 ISAM ONT Optical Network Termination Devices sollen die Leistung passiver optischer Netze (PON) erhöhen und kosteneffizient Bandbreiten von 10 Gbit/s für PON und Point-to-Point ermöglichen.

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