Mobile-Menu

Telemetrie-Fusion
Wie hybride Multi-Cloud-Netzwerke transparent werden

Von Dipl. Betriebswirt Otto Geißler 4 min Lesedauer

Anwendungen und Workloads verteilen sich in hybriden Multi-Cloud-Netzwerken dynamisch auf viele Standorte. Diese Vielfalt erhöht die Flexibilität, stellt den Betrieb aber gleichzeitig vor die Herausforderung starker Fragmentierungen der Telemetriedaten. Was tun?

Der größte Nutzen der Telemetrie-Fusion liegt in der strategischen Steuerungsfähigkeit.(Bild: ©  miss irine - stock.adobe.com / KI-generiert)
Der größte Nutzen der Telemetrie-Fusion liegt in der strategischen Steuerungsfähigkeit.
(Bild: © miss irine - stock.adobe.com / KI-generiert)

Hybride Multi-Cloud-Architekturen sind in vielen Unternehmen längst zur gelebten Realität geworden. Geschäftskritische Workloads verteilen sich zwischen eigenen Rechenzentren, mehreren Public-Cloud-Umgebungen, Edge-Standorten und spezialisierten SaaS-Diensten. Doch mit jeder zusätzlichen Plattform wächst nicht nur die Anzahl technischer Komponenten, sondern auch die Vielfalt der Telemetriedaten, die zur Überwachung, Analyse und Steuerung des Gesamtsystems notwendig sind. Genau hier entstehen sowohl gravierende strukturelle Transparenzprobleme als auch Betriebsrisiken.

Das heißt, klassische On-Premises-Infrastrukturen liefern SNMP-Daten, Syslogs oder NetFlow/IPFIX-Informationen. Public-Cloud-Plattformen stellen Metriken und Logs über proprietäre APIs bereit. SD-WAN-Controller, Kubernetes-Cluster oder Service-Mesh-Proxys generieren wiederum eigene Telemetrieformate. Jedes dieser Systeme erzeugt valide Informationen, jedoch leider nur in isolierten Datenräumen.