Mobile-Menu

Mobiles Streaming mit smarter Kamera und integriertem Router Livesport von überall: Übertragung mit Wireless WAN

Von Paul McHugh 4 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Livestreams von Sportevents werden beliebter – aber die Infrastruktur bremst. Ein Praxisbeispiel zeigt: Mit Wireless WAN und smarten Kameras lassen sich Spiele und Trainings von jedem Standort aus in die Cloud übertragen und in Echtzeit analysieren.

Was im Stadion Standard ist, halte auch auf dem Trainingsplatz Einzug: Livebilder ließen sich direkt erfassen, übertragen und unmittelbar auswerten.(Bild:  Spiideo)
Was im Stadion Standard ist, halte auch auf dem Trainingsplatz Einzug: Livebilder ließen sich direkt erfassen, übertragen und unmittelbar auswerten.
(Bild: Spiideo)

Mega-Events wie der diesjährige Super Bowl in Kalifornien zeigen: Auf dem Spielfeld geht es nicht nur um sportliche, sondern auch um technologische Höchstleistung. Starke Aufnahmen, schnelle Replays, datengetriebene Analysen – was auf der Weltbühne immer selbstverständlicher wird, scheitert hierzulande oft an der Infrastruktur.

Dabei wird Sport auch bei uns immer beliebter: Deutsche Vereine feiern Mitgliederrekorde und der Profisport lockt so viele Zuschauer wie nie. Das verändert auch die Erwartungshaltung von Fans, Vereinen und Teams: Livestreams und Echtzeitübertragungen sollen überall dort funktionieren, wo Sport tatsächlich Woche für Woche stattfindet: auf Trainingsplätzen, bei Auswärtsturnieren und an Spielorten ohne eigene IT-Infrastruktur.

Zuverlässige Livestreams: in der Praxis oft standortabhängig

In großen Stadien und auf Profi-Trainingsplätzen sind fest installierte, über Power-over-Ethernet (PoE) angeschlossene Kameras längst Industriestandard. Doch wie sieht es an abgelegenen Spielorten aus? Zwar wächst der Glasfaserausbau, aber er ist noch nicht flächendeckend im Alltag angekommen. Und was ist mit Teams, Vereinen und Verbänden, die nicht in den obersten Ligen unterwegs sind? Auf die vorhandene Infrastruktur können sie sich nicht überall verlassen. Sie brauchen eine flexible und einfache Lösung, wenn sie Auswärtsspiele, Turniere und Trainingseinheiten aufzeichnen, analysieren oder mit Fans teilen wollen.

Wie das pragmatisch gelingen kann, zeigt ein Praxisbeispiel aus der Sporttechnologie: Spiideo, ein globaler Anbieter von cloudbasierten, KI-automatisierten Tools für Videolösungen im Sportbereich, erkannte einen steigenden Bedarf unter Teams, Verbänden und Vereinen. Das Unternehmen bot bereits fest installierte, KI-gestützte Kamerasysteme an, doch eine robuste, tragbare Lösung fehlte. Das schränkte die Möglichkeiten vor Ort ein: Einige Nutzer filmten Spiele oder Trainings mit Handys oder GoPros und luden die Aufnahmen später in die Cloud – als brauchbare Lösung viel zu umständlich.

Mobiles Sport-Streaming mit smarten Kameras

Spiideo entwickelte deshalb ein mobiles, vollständig automatisiertes Kamerasystem für Umgebungen, in denen keine feste Infrastruktur vorhanden ist. Die SmartCam zeichnet das Spielgeschehen selbstständig auf und streamt es direkt in die Cloud. So lassen sich Spiele und Trainingseinheiten analysieren, ohne die Kamera umständlich einrichten und bedienen zu müssen. Die größte technische Hürde dabei ist, eine zuverlässige und leistungsfähige Konnektivität mit hoher Bandbreite zu gewährleisten. Denn der eigentliche Haken ist oft nicht die Kamera, sondern der Upload.

Spielszenen werden direkt vor Ort erfasst und über mobile Netzverbindungen in die Cloud übertragen, wo sie nahezu in Echtzeit analysiert werden können.(Bild:  Spiideo)
Spielszenen werden direkt vor Ort erfasst und über mobile Netzverbindungen in die Cloud übertragen, wo sie nahezu in Echtzeit analysiert werden können.
(Bild: Spiideo)

Da die Kamera häufig auf Spielfeldern oder Trainingsplätzen ohne kabelgebundene Anbindung eingesetzt wird – und auch das öffentliche Netz nicht überall verfügbar genug ist –, musste eine andere Lösung her: Ein robuster LTE-Router, der direkt in die Kamera integriert ist. Nach mehreren Tests entschied sich Spiideo für den Cradlepoint S700 von Ericsson, einen Semi-Ruggedized Router, der für den Einsatz im Freien ausgelegt ist. Er ist in einem All-in-One-Gehäuse untergebracht, das auch einen Akku und PoE zur Stromversorgung der Kamera enthält.

Die Hardware wird durch verschiedene Konnektivitätsoptionen ergänzt: Der Router nutzt nicht nur Wireless WAN, sondern auch lokales WLAN oder eine kabelgebundene Ethernet-Verbindung, sofern diese verfügbar ist. Zusammen mit Ericsson und dem Vertriebspartner Westbase.io ermöglicht Spiideo seinen Nutzern nun stabiles Streaming in praktisch jeder Umgebung. Trainingscamp, Turnhalle oder Dorfwiese? Hochwertige Übertragungen sind überall möglich.

Simples Set-up: Kamera montieren, einschalten, streamen

Technisches Know-how brauchen die Nutzer nicht, um Kamera und Internetverbindung zu starten. Über die iOS-App von Spiideo richten sie den Router ein, ohne dass spezielles IT-Wissen erforderlich wäre. Auch die Bedienung der Kamera ist denkbar einfach. Jemand stellt sie auf ein Stativ, drückt den Netzschalter und das Gerät verbindet sich automatisch mit der Cloud und ist innerhalb weniger Minuten bereit für die Übertragung. So können sich Trainer und Teammitglieder auf das Geschehen konzentrieren, statt sich mit technischen Details auseinanderzusetzen. Denn genau darum geht es den Anwendern am Spielfeldrand: Sie brauchen nicht mehr Technik, sondern weniger Reibung.

Auch um den Betrieb im Hintergrund müssen sie sich nicht kümmern: Dafür nutzt das Support-Team von Spiideo den Cradlepoint NetCloud Manager. Über die Plattform haben die Mitarbeitenden den Zustand aller Router aus der Ferne im Blick. Sie überwachen den Gerätestatus, führen Software- und Sicherheitsupdates durch und verwalten Konfigurationen, damit die Leistung stabil bleibt und alles reibungslos läuft. Auch Verbindungsprobleme lassen sich dadurch in Echtzeit beheben. Das spart den Nutzern Zeit und sorgt dafür, dass das Training oder der Wettkampf planmäßig weitergehen kann.

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Netzwerktechnik, IP-Kommunikation und UCC

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

Vorteile des Remote-Managements

  • Teams können sich auf das Spielgeschehen konzentrieren
  • Nutzer brauchen keine technische Expertise
  • Zentrale Verwaltung komplexer Set-ups mit mehreren Spielstätten
  • Updates, Konfiguration und Monitoring aus der Ferne
  • Weniger Personalaufwand vor Ort
  • Standardisierte Workflows und hohe Qualität
  • Skalierbares Support-Modell, das mit internationalem Wachstum Schritt hält

Was Wireless WAN für Vereine möglich macht

Egal aus welchem sportlichen Bereich: Von dem robusten Set-up aus Kamera, integriertem Router und Remote-Management können viele Teams im Profi- und Breitensport profitieren. Auch wenn der Glasfaser‑ und 5G‑Ausbau in Deutschland voranschreiten wird: Heute sind Wireless‑WAN‑Lösungen wie die SmartCam der pragmatische Weg für hochwertige Videoaufzeichnungen von Trainings und Wettkämpfen. Entscheidend ist jetzt die Standardisierung von Geräten, Prozessen und Remote‑Betrieb: So werden hochwertige Übertragungen und datengetriebene Analysen nicht zur Ausnahme für Spitzenligen, sondern zur Option für Vereine und Verbände aller Ebenen.

Paul McHugh.(Bild:  Ericsson)
Paul McHugh.
(Bild: Ericsson)

Über den Autor

Paul McHugh ist Head of Sales EMEA bei Ericsson. Er bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Zusammenarbeit mit IT-Softwareunternehmen mit Schwerpunkt Telekommunikation mit und deckt dabei ein breites Spektrum an Anwendungen ab, darunter Betrugsmanagement und Umsatzsicherung (Revenue Assurance), Mobile-Device- und Ausgabenmanagement sowie WAN-Lösungen (Wide Area Network). Zuvor war er in leitenden Positionen bei Anatole und InfoVista tätig. Im Jahr 2001 schloss er sein Studium an der University of Warwick mit einem Abschluss in Maschinenbau ab.

(ID:50809919)