TU Dresden und Accenture kooperieren

Kommerzielle 5G-Einsatzszenarien

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Im 5G Lab Germany erforschen Wissenschaftler Schlüsseltechnologien für die 5G-Kommunikation und deren Applikationen.
Im 5G Lab Germany erforschen Wissenschaftler Schlüsseltechnologien für die 5G-Kommunikation und deren Applikationen. (Bild: 5G Lab GmbH)

Accenture und das 5G Lab Germany der TU Dresden wollen mit der gemeinsamen Entwicklung kommerzieller Einsatzszenarien für die Mobilfunkgeneration 5G zur schnelleren Verbreitung der Technologie beitragen und neue Geschäftsmöglichkeiten für Unternehmen erschließen.

Wie bereits bei früheren Mobilfunkgenerationen diene die Einführung des 5G-Standards vor allem höheren Übertragungsgeschwindigkeiten und geringeren Verzögerungszeiten im Netz. Mit der voraussichtlich ab 2020 breitflächig kommerziell verfügbaren Technologie seien die Mobilfunkanbieter zukünftig in der Lage, ihren Kunden eine noch bessere Nutzererfahrung zu ermöglichen.

Bei 5G handele es sich um eine heterogene „End-to-End“-Netzwerkumgebung, die konzipiert sei, um eine Vielzahl von Endgeräten zu unterstützen. Die Architektur basiere auf einer hybriden Hard- und Softwareinfrastruktur und nutze technische Ansätze wie Network Function Virtualization (NFV) und Software-Defined Networking (SDN) als Grundlage für intelligente und automatisierte Prozesse. Weiterhin umfasse die Architektur Mobilfunk- wie auch Festnetzinfrastruktur; verschiedenste Endgeräte wie Smartphones, Wearables oder Maschinen sowie diverse Netzwerk- und Steuerungsfunktionen.

Das 5G Lab Germany ist laut TU Dresden ein interdisziplinäres Team mit mehr als 600 Wissenschaftlern aus 22 Forschungsbereichen der Universität. Ziel sei es, Schlüsseltechnologien für die Entwicklung des 5G-Mobilfunkstandards zu liefern. Die Forschung finde in vier verschiedenen Bereichen statt: Hardware und Silicon, Wireless, Networks und Cloud sowie Tactile Internet Applications. Dieser ganzheitliche Blick auf die 5G-Technologie bilde den thematischen Schwerpunkt des Labs, welcher dazu beitragen werde, die Leistungsfähigkeit von 5G-Mobilfunknetzen angesichts der immensen Anforderungen an die Konnektivität im Netz der Zukunft sicherzustellen. Dabei würden insbesondere die Entwicklungen bei Industrie 4.0, modernen Transportsystemen, Smart Grids, im Gesundheitswesen sowie in einer Vielzahl weiterer Branchen von der Landwirtschaft bis hin zum Bausektor eine treibende Rolle spielen.

In der Zusammenarbeit mit dem 5G Lab Germany werde Accenture sich vor allem auf die Entwicklung taktiler Internetapplikationen konzentrieren. „Die 5G-Technologie wird unseren Alltag viel stärker verändern als ihre Vorgänger und bietet große Chancen für die Geschäftswelt. Die dafür benötigten Technologiekomponenten und Dienste bereitzustellen bedeutet jedoch gleichzeitig zahlreiche Herausforderungen und Veränderungen“, so Gianluca Noya, für Netzwerke verantwortlicher Geschäftsführer im Bereich Communications, Media & Technology bei Accenture. „Dazu gehört auch, das bisher geltende Verständnis von Ökosystemen und die entsprechenden Monetarisierungsstrategien komplett neu zu definieren, denn zukünftig werden die Dienste von Anbietern aus vielen verschiedenen Branchen bereitgestellt. Dazu gehören neben den Telekommunikations- und Medienunternehmen auch Anbieter aus dem Automobil- oder Gesundheitssektor. Mit unserer Beteiligung wollen wir den Weg von innovativen Ideen zu profitablen Diensten in einem branchenübergreifenden Ökosystem verkürzen.“

Dr. Gerhard Fettweis, Professor an der TU Dresden und Koordinator des 5G Lab Germany, sagt: „Ein Verständnis dafür aufzubauen, wie 5G-Netzwerke am besten betrieben werden, ist ganz klar eine Herausforderung, der man sich frühzeitig annehmen sollte. Wir freuen uns darauf, unser Wissen auf Grundlage der praktischen Beispiele und Erfahrungen von Accenture bei 4G-Netzwerken zu erweitern und für die Vorbereitungen auf 5G zu nutzen.“

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