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Europäisches Glasfaser-Backbone euNetworks nimmt Alpen-Route zwischen Paris und Mailand in Betrieb

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Der pan-europäische Bandbreiten-Anbieter euNetworks hat eine 1.057 Kilometer lange Long-Haul-Strecke zwischen Paris und Mailand fertiggestellt. Sie führt durch die Alpen und umgeht damit die etablierten Küstentrassen über Lyon und Marseille. Für deutsche Netzbetreiber könnte die Route vor allem als Redundanzpfad interessant sein.

Die Alpen als Trassenkorridor: Wo Straßen- und Bahnbau seit jeher an Topografie und Genehmigungsverfahren scheitern, entsteht auch Glasfaserinfrastruktur nur mit langem Vorlauf. Genau das macht die Route aber für Redundanzkonzepte wertvoll, weil Wettbewerber sie nicht kurzfristig kopieren können.(Bild:  euNetworks)
Die Alpen als Trassenkorridor: Wo Straßen- und Bahnbau seit jeher an Topografie und Genehmigungsverfahren scheitern, entsteht auch Glasfaserinfrastruktur nur mit langem Vorlauf. Genau das macht die Route aber für Redundanzkonzepte wertvoll, weil Wettbewerber sie nicht kurzfristig kopieren können.
(Bild: euNetworks)

euNetworks hat die Inbetriebnahme einer neuen Langstreckenverbindung zwischen Paris und Mailand bekanntgegeben. Die Strecke misst nach Unternehmensangaben 1.057 Kilometer und verläuft auf einer bislang nicht genutzten Trasse durch die Alpen. Damit stellt sie eine kürzere Alternative zu den verbreiteten Routen dar, die entlang der Küste über Lyon und Marseille geführt werden. Der Anbieter bezeichnet die Verbindung als direktesten Pfad zwischen beiden Standorten am Markt.

Anbindung an die Metro-Netze

Kunden können über die Strecke auf die firmeneigenen Metro-Netze in Paris und Mailand zugreifen. In Paris sind dem Anbieter zufolge 38 Rechenzentren direkt angebunden, in Mailand 18. Über das übrige europäische Netz erreicht euNetworks nach eigenen Angaben mehr als 600 Rechenzentren. Das Unternehmen betreibt 18 Metro-Netze und einen Intercity-Backbone, der 53 Städte in 17 Ländern verbindet.

Die Paris-Mailand-Strecke folgt auf die im Oktober 2025 gelieferte Verbindung von Frankfurt nach Mailand über Zürich. Beide Entwicklungen zusammen ergeben laut euNetworks die kürzesten kumulativen Wege zwischen Frankfurt und Mailand mit 771 und 1.000 Kilometern. Das Fachportal The Tech Capital berichtet, euNetworks habe die Paris-Mailand-Route zwei Jahre nach der ersten Ankündigung fertiggestellt.

Ausbau in Richtung Deutschland

Für den deutschen Markt hat euNetworks zuletzt an anderer Stelle investiert. Anfang Mai 2026 gab das Unternehmen die Fertigstellung einer 247 Kilometer langen Strecke zwischen Frankfurt und Straßburg bekannt, der sechsten Verbindung im firmeneigenen Super-Highway-Netz. Über das Frankfurter Metro-Netz sind dem Anbieter zufolge mehr als 76 Rechenzentren erreichbar. Im April 2026 wurde euNetworks zudem als einer der ersten Konnektivitätspartner für die AWS European Sovereign Cloud benannt, deren erste Region im Land Brandenburg entsteht.

CEO Marisa Trisolino begründet den Ausbau mit der steigenden Nachfrage aus den Bereichen KI und Cloud. Kürzere Strecken und Routendiversität würden dadurch wichtiger. Der Bau einer diversitären Trasse durch die Alpen erfordere Ausdauer und die Zusammenarbeit mit einem umfangreichen Zuliefernetz

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