Praxisbericht: SOHO-Vernetzung mit Consumer-Equipment, Teil 1

Business-Rechner, iPhone, Printer und NAS perfekt vernetzt

| Redakteur: Andreas Donner

SOHO-Vernetzung mit Consumer-Equipment – klappt das?
SOHO-Vernetzung mit Consumer-Equipment – klappt das?

IP-Insider hat überprüft, wie gut sich eine komplette Home-Office-Umgebung mit Consumer- bzw. Prosumer-Equipment vom 11n-WLAN über Powerline-Adapter bis hin zum zentralen NAS-Device vernetzen lässt und dabei mit Netgear-Produkten weitestgehend auf eine Single-Vendor-Strategie gesetzt. Dies sind die Erkenntnisse.

In vielen Heimbüros kann zwischen beruflich und privat genutzten Geräten meist kaum unterschieden werden. Da sind der Business-Laptop, das berufliche iPhone und der stationäre Familien-PC ebenso an Internet und Drucker anzuschließen, wie die Smartphones und Notebooks der Kids. Und auch eine Spielekonsole verlangt nach breitbandiger Anbindung. Zwei getrennte Netze für das Business und den privaten Bereich sind wie in den meisten derartigen Fällen auch hier zu viel des Guten und so sollen alle Geräte über ein einziges „Prosumer“-Netz verknüpft werden

Klar, dass einzelne Geräte für den direkten Datenaustausch auch untereinander verbunden werden müssen. Ein zusätzliches NAS-System soll zudem als zentraler Speicherpunkt für den Austausch von Dateien und das Ablegen von Backups dienen und dabei berufliche von privaten Daten trennen und den Zugriff jedes einzelnen Users regeln.

Ebenfalls nicht unattraktiv wäre eine Möglichkeit, den Zugriff in das Web zu reglementieren und dabei sowohl klassische Rechner als auch iPods und Smartphones berücksichtigen zu können. Denn was nutzt es, wenn die Kids dank installierter Jugendschutz-Software mit dem PC oder Notebook vor jugendgefährdenden Inhalten geschützt werden, über das Smartphone oder den iPod aber die Tür ins Internet ohne Barrieren geöffnet bleibt.

Testparcours

Als Testparcours dient eine 100-Quadratmeter-Wohnung mit vier Zimmern im 1. Obergeschoss eines Sechs-Parteien-Hauses. Der DSL-Anschluss und damit der Standort des Routers befindet sich im elterlichen Büro am einen Ende der Wohnung. Dort stehen auch der Drucker bzw. das Multifunktionsgerät, das beruflich genutzte Notebook und das NAS-System. Drucker und NAS-System sollen über das kabelgebundene Netz – im Idealfall über eine Gigabit-Verkabelung – an den Router angeschlossen werden. Der primäre Netzzugang des Business-Laptops soll drahtlos via 802.11n wahlweise im 5- oder im 2,4-GHz-Band, der sekundäre via LAN-Kabel hergestellt werden können.

Am anderen Ende der Wohnung findet der Familien-PC seinen Platz, der über PowerLine, also mittels einer Datenverbindung über das vorhandene Stromnetz, mit dem Router verbunden werden soll. Auch hier ist aufgrund der an diesem Rechner vermutlich intensiven Media-Nutzung über das NAS-System eine möglichst hohe Bandbreite erwünscht. Alle anderen Devices werden drahtlos über 802.11n im 2,4-GHz-Band sowie über den Standard 802.11g angeschlossen.

Ergänzendes zum Thema
 
Im Test verwendete Geräte
 
Zur WPS-Sicherheitslücke

Inbetriebnahme

Der für den Test gewählte WLAN-Router N600 bzw. WNDR3800 von Netgear verfügt über vier Gigabit-LAN-Ports und beherrscht WLAN sowohl im 2,4- als auch das 5-GHz-Band. Da es sich bei dem Router jedoch um ein sowohl für DSL als auch für Kabel universell einsatzbares Gerät ohne Modem handelt, kommt in unserem Testszenario für die LAN-WAN-Kopplung zusätzliche das ADSL2+-Modem DSL-321B von D-Link zum Einsatz. Wichtig bei der Auswahl des passenden Modems – die für DSL im Übrigen noch sehr rar gesät sind – ist der korrekte Annex-Typ. In Deutschland muss hier ungeachtet des Providers stets ein Modem vom Typ Annex B zum Einsatz kommen.

Zugangsversuche

Eines vorweg: wie auf der Verpackung des Modems angegeben, müssen an dem Gerät keinerlei Einstellungen verändert werden, um im Zusammenspiel mit einem Router eine Internetverbindung für angeschlossene Clients herzustellen.

Im Test sollte jedoch vor der Inbetriebnahme des Routers die Funktionalität des Modems getestet werden, das entweder einen einzelnen Client oder mittels eines vorgeschalteten Switches auch mehrere Rechner ans Netz bringen kann. Hierzu wurde das Modem für den entsprechenden Betrieb konfiguriert und im Setup die DSL-Zugangsdaten hinterlegt. Ein Betrieb war so aber nur dann möglich, wenn der im Modem integrierte DHCP-Server aktiv war. Dann allerdings reichte das Modem ungeachtet des für den DHCP freigegebenen IP-Bereichs die öffentliche IP-Adresse an den angesteckten Client weiter. Wurde dagegen die DHCP-Funktion des Modems deaktiviert und dem Client eine feste, interne IP-Adresse zugeteilt, war keine Verbindung mit dem Internet möglich.

Ebenfalls störend zeigte sich die Belegung der Signalisierungs-LED am DSL-321B. Denn die Status-LED blinkt im störungsfreien Zustand. Bei einer Störung leuchtet die LED dagegen permanent. Erwarten würde man hingegen jedoch ein Blinken während des Bootens und ein anschließendes Dauerleuchten bzw. ein Erlöschen der LED nach dem Boot-Vorgang. Je nach dem könnte ein Fehler dann durch Blinken oder durch Dauerlicht signalisiert werden. Ein Blinken im störungsfreien Zustand ist jedoch extrem irreführend.

Setzt man im D-Link-Modem alle Einstellungen auf Factory Default zurück und schließt das Gerät an den WAN-Port eines Routers an, in dem die Provider-Zugangsdaten hinterlegt sind, klappt der Webzugang allerdings sofort und ohne Probleme.

weiter mit: Setup, Vernetzung und Betrieb im Detail

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