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Definition Was ist EtherNet Industrial Protocol (EIP; EtherNet/IP)?

Das EtherNet Industrial Protocol ist ein für die Automatisierungstechnik und für industrielle Netzwerke eingesetzter offener Feldbusstandard. Er basiert auf der Ethernet-Technologie und dem TCP/IP-Stack und eignet sich mit Zykluszeiten von wenigen Millisekunden für echtzeitnahe Anwendungen. Auf der Anwendungsschicht kommt das Common Industrial Protocol (CIP) zum Einsatz.

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Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
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(Bild: © aga7ta - stock.adobe.com)

EtherNet Industrial Protocol wird mit EtherNet/IP oder EIP abgekürzt. Es handelt sich um einen offenen, in der Normenreihe IEC 61158 spezifizierten Feldbusstandard für die Automatisierungstechnik und industrielle Netzwerke. Mit ihm lassen sich auf Ethernet basierende Feldbussysteme realisieren.

Ursprünglich wurde das EtherNet Industrial Protocol von Rockwell Automation und der Open DeviceNet Vendor Association (ODVA) entwickelt. EIP setzt auf Ethernet und TCP/IP auf und verwendet auf der Anwendungsschicht das Common Industrial Protocol (CIP). Mit Zykluszeiten von mehreren Millisekunden eignet sich EtherNet/IP nur begrenzt für echte Realtime-Applikationen, ist aber durchaus für echtzeitnahe Anwendungen einsetzbar. Man spricht auch von einem Soft-Realtime-System. Für harte Echtzeitanforderungen existieren spezielle Protokollerweiterungen.

Ein großer Vorteil von EtherNet/IP ist, dass IP-Netze bis in Produktionsumgebungen durchgängig werden und eine umfassende Kommunikation ermöglichen. EIP konkurriert mit anderen auf Ethernet basierenden Feldbussystemen wie Modbus TCP oder PROFINET.

Funktionsweise von EIP

EtherNet/IP baut auf den unteren Ebenen des ISO/OSI-Referenzmodells auf Ethernet auf und nutzt auf Vermittlungs- und Transportebene TCP/IP. Als Übertragungstechnik sind die für Ethernet üblicherweise verwendeten kabel- oder glasfaserbasierten Technologien einsetzbar. Auch Zweidrahttechnologien wie Single Pair Ethernet (SPE) lassen sich nutzen.

EIP hat eine aktive Sterntopologie. Die einzelnen Geräte sind mit Punkt-zu-Punkt-Verbindungen über Switches an das Netzwerk angebunden. Daten werden per UDP (Port 2222) oder per TCP (Port 44818) transportiert. Oberhalb des TCP- oder UDP-Transportprotokolls kommt als Anwendungsprotokoll das Common Industrial Protocol (CIP) zum Einsatz. Es wird auch für andere Feldbussysteme wie DeviceNet oder ControlNet als Anwendungsprotokoll genutzt. CIP hat einen objektorientierten Charakter und gestattet die zyklische oder azyklische Übertragung von Parametern.

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