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Definition Was ist ein Repeater?

Ein Repeater ist ein Netzwerkelement, das Netzwerksignale empfängt, sie aufbereitet und verstärkt, um sie anschließend erneut auszusenden. Ziel ist es, die Reichweite der Signalübertragung zu erhöhen. Die Geräte kommen für unterschiedliche kabelgebundene oder kabellose Netzwerktechniken im Ethernet, WLAN, Mobilfunk oder in optischen Netzen zum Einsatz.

(© aga7ta - Fotolia)

Bei Repeatern handelt es sich um Kopplungselemente, die Übertragungsstrecken in Netzwerken verlängern. Hierfür empfangen die Geräte das Signal, bereiten es auf und senden es wieder aus. Die Geräte besitzen in der Regel zwei Ports beziehungsweise Schnittstellen: einen Eingang und einen Ausgang. Eingang und Ausgang arbeiten meist bidirektional. Sind mehr Ports vorhanden, bezeichnet man die Geräte auch als Hub.

Repeater lassen sich in kabelgebundenen und drahtlos arbeitenden Netzwerken einsetzen und arbeiten auf Layer 1 des ISO/OSI-Schichtenmodells. Für alle Geräte innerhalb des Netzwerks ist der Repeater transparent. Repeater sind für optische Signale, für Ethernet, WLAN, Mobilfunk und weitere Netzwerkübertragungstechniken verfügbar. Sie lassen sich in den meisten Fällen kaskadieren.

Grundfunktion eines Repeaters

Die Grundfunktion des Repeaters lässt sich aus seinem Namen ableiten. Dieser bedeutet im Deutschen "Wiederholer". Das empfangene Signal wird aufbereitet wieder ausgesendet und dadurch wiederholt. Während die Signalwiederholung im analogen Bereich auf einer Verstärkung und Rauschunterdrückung beruht, übernehmen digital arbeitende Repeater oft weitere Funktionen. Sie können das Signal zusätzlich dekodieren und dadurch Signalstörungen entfernen. Anschließend kodieren sie es, modulieren es auf das Trägersignal und senden es aus. Der Informationsgehalt des Signals darf auf keinen Fall verändert werden. Unter Umständen ist es aber möglich, eine Kennung zur Rückverfolgung des Signals hinzuzufügen.

Repeater für verschiedene Netzwerktechniken

In einem LAN ist es die Aufgabe eines Repeaters, die maximal überbrückbare Distanz einer Ethernetverbindung zu verlängern. Hierfür teilt er die Übertragungsstrecke in zwei physische Segmente. Eine besondere Form des Repeaters ist der Medienkonverter, der ein Anpassung auf verschiedene Übertragungsmedien wie elektrische Kabel und optische Glasfaser vornimmt.

In einem optischen Übertragungsnetzwerk sind in den Repeatern Fotozellen als Eingänge und Laserdioden oder andere Dioden als Ausgänge vorhanden. Die Verstärkung des in ein elektrisches Signal gewandelten optischen Signals übernimmt ein elektrischer Verstärker. Ziel ist es, die Flankensteilheit der Lichtimpulse wiederherzustellen und Zeitversätze auszugleichen.

WLAN-Repeater erweitern die Reichweite eines drahtlosen Funknetzes. Arbeitet ein WLAN-Repeater auf demselben Funkkanal, halbiert sich der maximal mögliche Datendurchsatz, da er sowohl mit den Clients als auch mit dem WLAN-Accesspoint im gleichen Frequenzbereich kommuniziert. Durch die Verwendung von unterschiedlichen Frequenzbereichen zwischen WLAN-Repeater und Clients sowie WLAN-Repeater und WLAN-Accesspoint kann die Halbierung des Datendurchsatzes verhindert werden. Dank Roaming bewegen sich Clients im kompletten Funkbereich des WLANs frei ohne Unterbrechung des Datenverkehrs.

Repeater im Mobilfunkbereich arbeiten als Relaisstationen und leuchten nicht versorgte Bereiche beispielsweise in Gebäuden, Tunneln oder öffentlichen Verkehrsmitteln aus.

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