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Definition Was ist Roaming?

Der Vorgang des Roamings beschreibt den Wechsel eines mobilen Endgeräts vom Mobilfunknetz des eigenen Anbieters in ein Netzwerk eines anderen Betreibers. Dieser Wechsel kann sowohl national als auch international stattfinden. Für die Nutzung der mobilen Dienste fremder Netze können abhängig vom Betreiber und Land Roaminggebühren anfallen.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - stock.adobe.com)

Mithilfe des Roamings ist es möglich, das Mobilfunknetz eines fremden Betreibers zu nutzen. Es lassen sich im fremden Netzwerk Anrufe tätigen und empfangen oder SMS versenden und empfangen. Das Datenroaming erlaubt das Übertragen von Daten beispielsweise für die mobile Internetnutzung.

Die teilnehmenden Netzbetreiber müssen entsprechende Roamingabkommen abgeschlossen haben. Je nach Land und Betreiber können für Anrufe, SMS und Daten zusätzliche Kosten zuzüglich zu den üblichen Gebühren anfallen.

Roaming unterscheidet sich vom Handover. Bei einem Handover findet während eines laufenden Telefonats oder einer Datenübertragung ein Wechsel in eine andere Funkzelle desselben Betreibers statt.

Unterscheidung nationales und internationales Roaming

Roaming ist sowohl national als auch international möglich. National findet der Wechsel in das Netz eines anderen Anbieters im gleichen Land statt. Technisch unterscheidet es sich nicht vom internationalen Roaming, das den Wechsel in ein ausländisches Mobilfunknetz gestattet. Der internationale Netzwechsel erlaubt eine grenzüberschreitende Nutzung mobiler Dienste.

Roaminggebühren in der EU

Seit Juni 2017 dürfen innerhalb der EU den europäischen Kunden keine Roaminggebühren mehr in Rechnung gestellt werden. Für die Nutzung sämtlicher mobiler Dienste wie SMS, Telefon und Daten fallen im europäischen Raum keine zusätzlichen Entgelte mehr an. Die gesamte EU gilt für die Mobilfunkteilnehmer quasi als Inland. Eine Ausnahme ergibt sich bei der Überschreiten der so genannten Fair-Use-Grenze. Sie soll die missbräuchliche Nutzung beispielsweise durch den Kauf einer günstigen ausländischen SIM-Karte und die ausgiebige Nutzung dieser Karte im Heimatland verhindern.

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