Suchen

Definition Was ist ein LTE-Router?

Ein LTE-Router (4G-Router) stellt auf seiner WAN-Seite eine Internetverbindung über das Mobilfunknetz her und gestattet anderen Geräten diese Verbindung zu nutzen. Je nach Gerätetyp sind auf der LAN-Seite Verbindungen per LAN-Kabel, WLAN oder Bluetooth möglich. 4G-Router gibt es in verschiedenen Varianten als mobile oder stationäre Geräte.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Der LTE-Router (4G-Router) verwendet auf der WAN-Seite ein Mobilfunkmodem, um sich über ein Mobilfunknetz mit dem Internet zu verbinden. LTE steht für Long Term Evolution und bezeichnet die Mobilfunktechnik der vierten Generation (4G). Per 4G sind abhängig vom Ausbau des Mobilfunknetzes Datenübertragungsraten von bis zu 300 Megabit pro Sekunde über verschiedene Frequenzbereiche zwischen 700 und 2.600 Megahertz möglich.

Auf der LAN-Seite des Routers lassen sich Endgeräte wie PCs, Laptops, Smartphones oder Tablets anschließen, die gemeinsam die Internetverbindung nutzen. Ist der drahtlose Zugang für Geräte per WLAN möglich, arbeitet der 4G-Router gleichzeitig als WLAN-Router oder WLAN-Accesspoint. Neben diesen Grundfunktionen kann der Router weitere Funktionalitäten bieten und stationär oder mobil nutzbar sein. 4G-Router stellen eine Alternative zu leitungsbasierten Routern wie DSL-Routern oder Kabel-Routern dar. Für den Verbindungsaufbau mit einem Mobilfunkanbieter sind ein 4G-Tarif und eine SIM-Karte notwendig.

Mobile und stationäre Router

Grundsätzlich existieren zwei Varianten von 4G-Routern: stationäre und mobile Router. Ein stationärer Router ist für die Verwendung an einem festen Ort vorgesehen und wird an zentraler Stelle installiert. Er ist mit dem Stromnetz verbunden und bietet Zugänge per LAN-Kabel oder WLAN. Die mobile Variante eignet sich für die Verwendung unterwegs. Sie wird von einem aufladbaren Akku mit Strom versorgt und ist kompakt und leicht.

Weitere Funktionen des LTE-Routers

Die Router bieten oft viele weitere Funktionen und Anschlussmöglichkeiten. So wird in stationären Varianten oft parallel der Internetanschluss per DSL oder Fernsehkabel unterstützt. Das WAN-Management sorgt bei solchen Hybrid-Routern für eine intelligente Nutzung der zur Verfügung stehenden Bandbreite und den automatischen Failover bei Ausfall einer Verbindung. In so genannten Multichannel-Routern arbeiten mehrere Mobilfunkmodems parallel und stellen eine höhere Bandbreite durch Kanalbündelung zur Verfügung. Einige Routermodelle erlauben den Anschluss einer externen Antenne und verbessern dadurch die Empfangsqualität des Mobilfunksignals.

Vorteile des 4G-Routers gegenüber einem 4G-Stick

Gegenüber einem 4G-Stick, der mit einem Rechner per USB-Anschluss verbunden ist, bieten 4G-Router zahlreiche Vorteile. Ein Stick ermöglicht nur dem Gerät, mit dem er gerade verbunden ist, den Internetzugang. Über einen Router können beliebige andere Geräte drahtlos oder per Kabel kommunizieren. Dank zahlreicher Zusatzfunktionen der Router lassen sich die Geräte als Telefonanlagen, VPN-Server, NAS-Server, Firewalls oder Accesspoints nutzen.

(ID:45694370)

Über den Autor