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Definition Was ist ein Intermediate Distribution Frame (IDF)?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Ein Intermediate Distribution Frame ist ein lokaler Verteilerpunkt in einer strukturierten Gebäudeverkabelung. Er ist über schnelle Kupfer- oder Glasfaserleitungen an den Main Distribution Frame (MDF) angebunden und stellt die Verbindungen zu den Endgeräten eines Gebäudebereichs, zum Beispiel einer Etage, her. Neben passiver Netzwerktechnik wie Patch-Panels beherbergt er in der Regel auch aktive Komponenten wie Access-Switches.

Der Intermediate Distribution Frame ist ein lokaler Zwischenverteiler der Gebäudenetzwerktechnik und der strukturierten Verkabelung.(Bild:  ChatGPT / KI-generiert)
Der Intermediate Distribution Frame ist ein lokaler Zwischenverteiler der Gebäudenetzwerktechnik und der strukturierten Verkabelung.
(Bild: ChatGPT / KI-generiert)

Deutsche Begriffe für Intermediate Distribution Frame, abgekürzt IDF, sind Etagen-, Bereichs-, Zwischen- oder Unterverteiler. Der IDF ist ein lokaler Verteilerpunkt der Gebäudenetzwerktechnik und strukturierten Verkabelung. Er ist mit dem zentralen Hauptverteiler, dem Main Distribution Frame (MDF), verbunden und stellt die Anbindung von Endgeräten wie Computern, Druckern oder IP-Telefonen in den lokalen Gebäudebereichen, zum Beispiel Etagen, her.

Physisch ist er beispielsweise in einem Technikraum einer Etage untergebracht. Die verschiedenen Komponenten befinden sich in der Regel in einem 19-Zoll-Schrank und belegen dort je nach Größe der Netzwerkinstallation und des anzubindenden Gebäudebereichs eine bestimmte Menge an Höheneinheiten. Je größer das zu versorgende Gebäude ist, desto mehr IDFs sind üblicherweise installiert und mit dem MDF verbunden. Sie bilden die dezentrale Verteilerebene des Gebäudenetzwerks und sorgen für eine übersichtliche, flexibel skalierbare, leistungsfähige und gut zu wartende Netzwerkstruktur.

Die Aufgaben und typischen Komponenten eines IDF

Eine wichtige Aufgabe des IDF in der strukturierten Gebäudeverkabelung ist es, die Kabellängen zwischen dem zentralen Hauptverteilungspunkt (MDF) und den Endgeräten zu reduzieren und so die maximalen Segmentlängen einzuhalten. Die Dämpfung und Latenz der Übertragung werden dadurch reduziert. Darüber hinaus terminiert und organisiert der IDF die Kabelanschlüsse der Endgeräte beziehungsweise der Endgerätedosen des von ihm versorgten Gebäudebereichs.

Um Ausfallsicherheit und hohe Bandbreiten zu gewährleisten, erfolgt die Anbindung zwischen IDF und MDF typischerweise redundant über Glasfaser-Backbone-Verbindungen. Neben passiver Netzwerktechnik wie Kabeln und Patchfeldern beherbergt der IDF meist auch aktive Komponenten und Hardware wie Glasfaserterminierungstechnik, Access-Switches oder unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USV).

Abgrenzung zum Main Distribution Frame (MDF)

In der Gebäudenetzwerktechnik und der strukturierten Verkabelung agiert der Main Distribution Frame (MDF) als Hauptverteiler. Er bildet das Rückgrat der physischen Netzwerkinfrastruktur und fungiert als Schnittstelle zwischen der externen Kommunikationsanbindung und dem internen Netzwerk. Über den MDF sind alle internen Verteiler (IDFs) der einzelnen Gebäudebereiche angebunden. Alle Daten, die in das Gebäude gelangen oder es verlassen, fließen über den MDF. Physisch ist der MDF beispielsweise in einem mit Klimatechnik ausgestatteten zentralen Technikraum nahe am Übergabepunkt der externen Telekommunikationsverbindungen platziert. Seine Komponenten sind abhängig von der Größe der Netzwerkinstallation in einem oder mehreren 19-Zoll-Racks untergebracht. Typische passive Netzwerktechnik des MDF sind Kupfer- und Glasfaser-Patchpanels und andere Cross-Connect-Hardware. Im Vergleich zu den IDFs beherbergt er als aktive Netzwerkkomponenten typischerweise keine Access-Switches, sondern zentrale Netzwerktechnik wie Core-Switches, Router oder Firewalls.

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