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Public Cloud, souveräne Cloud oder Eigenbetrieb?
Das passende Betriebsmodell für jeden Workload finden

Von Thomas Joos 5 min Lesedauer

Eine zukunftsfähige Cloud-Strategie folgt keinem Entweder-oder. Unternehmen und Verwaltungen sollten jeden Workload nach Schutzbedarf, Lastprofil, Regulierung, Kosten und Exit-Fähigkeit bewerten. So lassen sich Public Cloud, Private Cloud, souveräne Angebote und eigener Rechenzentrumsbetrieb gezielt kombinieren und Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern begrenzen.

Zwischen Datenflut, Regulierung und Kosten müssen IT-Verantwortliche für jeden Workload das passende Cloud-Betriebsmodell finden.(Bild: ©  alphaspirit - stock.adobe.com)
Zwischen Datenflut, Regulierung und Kosten müssen IT-Verantwortliche für jeden Workload das passende Cloud-Betriebsmodell finden.
(Bild: © alphaspirit - stock.adobe.com)

Die Abhängigkeit von außereuropäischen Technologieanbietern ist in Deutschland strukturell verankert. Rund 96 Prozent der Organisationen beziehen digitale Technologien oder Dienstleistungen aus dem Ausland, rund 90 Prozent stufen die eigene Abhängigkeit als stark oder zumindest spürbar ein. Zugleich betreiben rund drei Viertel der Organisationen hybride Umgebungen aus lokaler Infrastruktur und Cloud-Diensten. Ein Entweder-oder zwischen Rechenzentrum und Hyperscaler bildet die Realität damit kaum noch ab. IT-Verantwortliche ordnen einzelne Workloads dem Modell zu, das Schutzbedarf, Lastprofil und Budget am besten abdeckt.

Cloud-Betrieb als strategische Portfolioentscheidung

Der Eigenbetrieb im eigenen Rechenzentrum sichert vollständige Datenhoheit und kalkulierbare Kosten bei konstanter Auslastung. Hardware, Strom, Fläche und Fachpersonal binden dafür Kapital über mehrere Jahre. Grenzen zeigt das Modell bei Lastspitzen und kurzfristigen Erweiterungen, da neue Kapazitäten Beschaffungsvorlauf benötigen. Workloads mit gleichbleibender Last, hoher Schutzbedarfsklasse oder engen regulatorischen Vorgaben bleiben in diesem Umfeld gut aufgehoben.