SofEther ist ein VPN-Projekt, das als Alternative zu WireGuard und OpenVPN genutzt werden kann. Die Installation kann auf Windows-Servern erfolgen, sodass die Lösung zum Teil bei KMU durchaus sinnvoll einsetzbar ist. Wir zeigen die Einrichtung.
Das SoftEther VPN-Projekt ermöglicht die Installation eines VPN-Servers als Alternative zu WireGuard und OpenVPN.
(Bild: Joos - SoftEther Project)
Das SoftEther VPN-Projekt ermöglicht die Installation eines VPN-Servers als Alternative zu WireGuard und OpenVPN. Das Produkt steht für Windows, Linux, macOS, FreeBSD und Solaris zur Verfügung und kann kostenlos genutzt werden. SofEther-VPN kann Clients anbinden, aber auch Netzwerk miteinander verbinden.
VPN-Zugriff auf die Cloud und VPN-Zugang von Cloud-VMs in lokale RZ
SoftEther-VPN ist seit Jahren eine etablierte Lösung, die auch für Clouddienste zum Einsatz kommen kann. Es ist möglich, die Einwahl auf VMs in AWS, Azure oder GCP, beziehungsweise die Verwendung von Cloud-Ressourcen mit einem VPN abzusichern. Hier kann in Azure, AWS und auch in GCP mit SoftEther gearbeitet werden. Umgekehrt ist es mit SoftEther-VPN möglich, Cloud-VMs in Azure, AWS oder GCP per SoftEther-VPN im lokalen Rechenzentrum anzubinden.
Schlussendlich kann SoftEther-VPN verschiedene Netzwerke in Multicloud-Umgebungen miteinander verknüpfen. Es ist in größeren Umgebungen möglich, lokale Rechenzentren mit mehreren Cloud-Netzwerken parallel zu verbinden und dadurch ein umspannendes Netzwerk aufzubauen.
SoftEther-VPN lokal auf Windows installieren
Zum Einsatz kommt SoftEther oft in kleinen Netzwerken, auf denen die VPN-Lösung unkompliziert auf einem Windows-Server installiert werden soll. Die Einrichtung ist in diesem Fall sehr einfach und erfolgt über einen Assistenten. Auf der Downloadseite von SoftEther können parallel auch die Verwaltungstools heruntergeladen werden, sodass die Admins im Netzwerk auf ihren PCs nur die Verwaltungstools installieren müssen. Die Installationsdateien des SoftEther VPN-Servers umfassen aber auch die Installation der Verwaltungstools.
Im Rahmen der Installation kann ausgewählt werden, ob auf dem Server der SoftEther VPN-Server installiert werden soll, die Verwaltungstools oder eine VPN-Bridge. Die VPN-Bridge ermöglicht die Verbindung eines kompletten Netzwerks und allen darin installierten Clients mit einem zentralen SoftEther VPN-Server.
Die Installation des Servers ist schnell abgeschlossen. Um ein VPN aufzubauen, wird nach der Installation der Einrichtungsassistent gestartet. Die Einrichtung erfolgt über den SoftEther-VPN-Server-Manager. Nach dem Start des Server-Managers wird zunächst der lokale Server mit „Connect“ verbunden. In diesem Rahmen wird bei der ersten Verbindung ein Kennwort für den Server-Manager gesetzt. Im Anschluss kann der SoftEther-VPN-Server eingerichtet werden.
SoftEther VPN-Server einrichten
Nach der Installation des Servers und des SoftEthers Server-Managers kann über den Assistenten ausgewählt werden, in welcher Form der VPN-Server betrieben werden soll. Die Auswahl „Remote Access VPN Server“ ermöglicht den Betrieb eines Servers für die Auswahl von Clients. Um eine VPN-Brücke oder ein Site-to-Sitze-VPN aufzubauen, wird die Option „Site-to-site VPN Server or VPN Bridge“ ausgewählt. Es ist an dieser Stelle auch möglich, beide Szenarien auf einem Server zu betreiben. Um alle Einstellungen manuell zu setzen, steht die Option „Other Advanced Configuratio of VPN“ zur Auswahl.
Im Rahmen der Installation eines Site-to-Site-VPNs muss noch festgelegt werden, ob es sich bei diesem Server um den zentralen VPN-Server handelt („VPN Server that Acceps Connection from Other Sites (Center)“) oder um einen Server, der sich in die Zentrale einwählt („VPN Server or VPN Bridge at Each Site (Edge)“). Im Folgenden gehen wir von der Installation als „Remote Access VPN Server“ aus, also als herkömmlicher VPN-Server im Netzwerk.
Nach der Bestätigung der Auswahl muss noch der Name im „Virtual Hub“ des SoftEther-VPNs festgelegt werden, zum Beispiel VPN. Da SoftEther-VPN in vielen KMU zum Einsatz kommt, lässt sich der VPN-Server zusammen mit dynamischen DNS-Systemen nutzen. Bei der Installation kann daher ein DNS-Name für dynamische IP-Adressen von SoftEther vergeben werden.
Im Rahmen der Einrichtung wird im Anschluss noch festgelegt, wie die L2TP-Funktionen des VPN-Servers gesetzt sein sollen. Hier ist es möglich mit L2TP over IPSec zu nutzen, oder EtherIP/L2TPv3 für ein Site-to-Site-VPN.
SoftEther VPN Azure Cloud einrichten
Wenn kein L2TP zum Einsatz kommen soll, bietet SoftEther die VPN Azure Cloud an. Dieser Dienst wird von SoftEther in Microsoft Azure betrieben: In diesem Fall verbindet sich der VPN-Server mit VPN-Azure-Cloud von SoftEther bei Microsoft. Die Anwender verbinden sich mit ihrem SSTP-Client ebenfalls mit diesem Dienst, der den Zugriff zum lokalen VPN-Server weiterleitet. Die einzelnen Schritte dazu sind in den Abbildungen zu diesem Beitrag zu finden.
Benutzer für VPN-Zugriffe erstellen und verwalten
Im Rahmen der Einrichtung kann über den Assistenten auch die Benutzerverwaltung erfolgen. Es ist natürlich auch jederzeit nachträglich möglich, Benutzerkonten anzulegen, die sich in das VPN einwählen dürfen. Beim Anlegen eines Benutzers ist es möglich, umfassende Sicherheitsanpassungen vorzunehmen. Dazu gehört die herkömmliche Authentifizierung mit Kennwörtern genauso wie die Verwendung von RADIUS und Zertifikaten. Darüber hinaus können für Benutzer auch Sicherheitsrichtlinien über die Schaltfläche „Security Policy“ gesteuert werden.
Stand: 08.12.2025
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VPN-Konfiguration abschließen
Wenn der Einrichtungsassistent abgeschlossen ist, zeigt der SoftEther Server-Manager die einzelnen VPN-Hubs an, die auf dem Server laufen, um ein VPN aufbauen zu können. An dieser Stelle kann der Status des Servers überwacht werden und es ist möglich, die Einstellungen zu ändern. Soll der VPN-Server hochverfügbar betrieben werden, kann mit „Clustering Configuration“ das VPN auch als Cluster genutzt werden.
Für alle Optionen des VPNs stehen im Server-Manager umfassende Möglichkeiten zur Verfügung. Mit der Schaltfläche „Encryption and Network“ lassen sich Zertifikate und Verschlüsselung sowie die Anbindung von SoftEther-VPN an einen Syslog-Server steuern. An dieser Stelle kann auch das Kennwort des Admins angepasst werden. In der Verwaltung von VPN-Servern im SoftEther Server-Manager lassen sich alle Einstellungen zentral vornehmen, die auch im Rahmen der Installation gesetzt werden können.