Entuity-Manager über Netz-Management: „Das sind die vier häufigsten Irrtümer“

Ratschläge für ein effektives Netzwerk-Management

13.10.2010 | Redakteur: Ulrike Ostler

Kenneth Klapproth kann auf 20 Jahre Erfahrung im Bereich Netzwerk-Management verweisen. Er sagt, wie es funktionieren kann.
Kenneth Klapproth kann auf 20 Jahre Erfahrung im Bereich Netzwerk-Management verweisen. Er sagt, wie es funktionieren kann.

Beim Netzwerk-Management geht es um mehr als nur zu wissen, dass die Geräte einwandfrei arbeiten. Doch Informationen über Netzwerke müssen nicht in technischem Kauderwelsch verfasst sein, das behauptet Ken Klapproth, Vice President of Marketing von Entuity, einem Anbieter von Netzwerk-Management-Produkten. Im Interview erläutert er sein Verständnis von Netzwerk-Management und die Rolle mobiler Geräte.

Was sind beim Netzwerk-Management die gängigsten Fehleinschätzungen?

Klapproth: Mir fallen auf Anhieb vier ein.

Erstens: Beim Netzwerk-Management wird geprüft, ob Geräte funktionieren oder nicht funktionieren. Das reicht, um ihren Betrieb beurteilen zu können.

Eine Lösung, die sich auf diese zwei Zustände beschränkt, könnte kein proaktives Netzwerk-Management ermöglichen, das für strategische geschäftliche Initiativen notwendig ist. Diese Art von Basis-Tool unterstützt nur die ständige Brandbekämpfung, ohne zu den wirklichen Ursachen eines Problems vorstoßen zu können. Heutige komplexe Netzwerke verlangen eine Anwendung, die es IT-Organisationen ermöglicht, strategische Geschäftsprozesse, wie Green IT, Kapazitäts-Management oder ITIL, zu unterstützen.

Darüber hinaus müssen den Organisationen bestimmte Messgrößen bekannt sein, die sie durch proaktives Monitoring beziehen. Sie müssen in der Lage sein, verlässliche Daten zum ROI zu liefern, aus denen sich der Nutzen für die Produktivität des Unternehmens ablesen lässt. Dies reicht von den finanziellen Einsparungen und Einsparungen an Kohlendioxidemissionen mit unserer „Green IT“-Initiative bis hin zu Einsparungen durch Zusammenlegung von Services und den Verzicht auf kapitalintensive Investitionen.

Zweitens: Für ein gutes Netzwerk-Management benötigt man viele Mitarbeiter und jede Menge Tools.

Eine IT-Organisation, die separate Tools für mehrere unterschiedliche Überwachungsaufgaben verwendet, schafft sich Silos, aus denen die Informationen manuell zusammengestellt werden müssen, um schlüssige Ergebnisse zu erhalten, die den Gesamtzusammenhang zeigen. Unternehmen sollten daher nach einem Tool mit integrierter Fehler-, Leistungs- und Bestandsanalyse suchen, die auch in der Lage ist, wichtige Netzwerkdaten in einem offenen Format bereitzustellen. Ein solches größeres Bild entstünde beispielsweise mit wenig Aufwand durch den Austausch von Netzwerkdaten mit der SAS-BI-Software oder mit dem Austausch von CMDB-Daten.

Damit wäre der Austausch von Konfigurationsänderungen mit der für die Konfigurationsverwaltung zuständigen Software möglich. Die Fähigkeit, Netzwerkdaten offen auszutauschen, verleiht dem Netzwerk-Management zusätzlichen Wert.

weiter mit: Wie steht es aber mit den großen Frameworks aus?

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