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Wie definieren Sie „gute“ Netzwerkleistung und welche Maßnahmen empfehlen Sie zur Verbesserung der Netzwerkleistung?

Klapproth: Gute Netzwerkleistung misst sich daran, ob die Endbenutzer in der Lage sind, ihre Aufgaben zu bewältigen, ohne den IT-Support bemühen zu müssen, oder daran, ob IT-Organisationen Netzwerkprobleme noch vor den Endbenutzern erkennen und diese beheben können, ohne dass es zu Service-Einbußen kommt.
Netzwerkleistung lässt sich durch Automatisierung verbessern. Alle Aufgaben, die sich automatisieren lassen, sollten automatisiert werden! Man spart Zeit und räumt Fehlerrisiken aus. Durch Einführung von Service-Level-Agreements mit entsprechenden Messgrößen für die Dienstgüte können IT-Manager den einwandfreien Betrieb der Services sicherstellen, für dauerhaft gute Performance sorgen und den Erfolg ihrer Arbeit durch entsprechende Berichte nachweisen.
Welche proaktiven Schritte sollten IT-Manager für das Management ihrer Netzwerke unternehmen?
Klapproth: Es gibt eine Reihe von Schritten, die für einen proaktiven Managementprozess hilfreich sind:
- Für eine hohe und genaue Transparenz im Netzwerk sorgen: Zunächst muss man wissen, wie sich das Netzwerk zusammensetzt und wie die Geräte verbunden sind (also was vorhanden und was entbehrlich ist). Eine weitere wichtige Überlegung betrifft die Genauigkeit. Sie lässt sich durch fortlaufende automatische Erkennung (Auto Discovery) erreichen.
- Die Netzwerkleistung aktiv managen – agieren, nicht reagieren: Gruppenverhalten und mögliche Problembereiche lassen sich durch automatische Warnmeldungen und Schwellenwerte ermitteln. Wichtige Informationen liefern Trendberichte, die auf Echtzeitdaten und historische Daten zurückgreifen, sowie andere typische Leistungsmessungen, wie die ein- und ausgehenden Verbindungen und die Zahl der beschädigten Pakete.
- Intelligentes Event-Handling bestmöglich nutzen: Wer das Feuer löschen will, muss sich im Rauch orientieren können. Ein intelligentes Event-Handling unterscheidet zwischen Netzwerk-, Server- oder Anwendungsproblemen, indem es den wahren Ursachen auf den Grund geht und die Probleme nach ihrer Wirkung für das Unternehmen gewichtet.
- Entscheidungen durch aussagekräftige Daten unterstützen: Wie werden Änderungen mitgeteilt? Wie reagiert man auf Netzwerkaktivitäten? Dashboards, Ad-hoc-Abfragen und Berichte sollten Daten in einem Format bereitstellen, dass sich an den konkreten Abläufen in der jeweiligen IT-Organisation orientiert, um intelligente Entscheidungen zu ermöglichen.
weiter mit: Welches sind die größten Fehler, die Netzwerkmanager heute machen können?
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