Mobile-Menu

Entuity-Manager über Netz-Management: „Das sind die vier häufigsten Irrtümer“

Ratschläge für ein effektives Netzwerk-Management

Seite: 2/4

Anbieter zum Thema

Wie steht es aber mit den großen Frameworks aus?

Klapproth: Das ist das dritte Missverständnis: Unternehmen benötigen große Frameworks, um große Netzwerke verwalten zu können

Doch in vielen Fällen reicht eine leistungsfähiges Netzwerk-Management-Tool aus, das mehrere Server in einer Verbundumgebung unterstützt, sofern die entsprechenden Überwachungs- und Reporting-Funktionen vorhanden sind. Überfrachtete Lösungen sind nicht erforderlich, wenn es darum geht, IT-Managern zu einer besseren und schnelleren Transparenz zu verhelfen, um fundierte Entscheidungen treffen zu können.

Die implementierte Software sollte berücksichtigen können, wie IT-Organisationen tatsächlich arbeiten. Überwachung in Echtzeit ermöglicht IT-Managern, Trends zu erkennen, zu analysieren und entsprechende Maßnahmen im Vorfeld zu ergreifen, um Probleme mit dem Netzwerk zu vermeiden, die bei allzu einfachen Managementwerkzeugen oder allzu komplexen Framework-Lösungen häufig unbemerkt bleiben. Große Frameworks sind aufwendig. Schulung und Implementierung benötigen viel Zeit. Es kann Jahre dauern, bis sie sich amortisieren. Im Unterschied dazu lässt sich eine Netzwerkmanagementlösung an einem einzigen Tag einrichten und macht sich bereits in wenigen Monaten bezahlt.

Viertens: Informationen aus Netzwerken sind zu technisch oder zu detailliert, um wirklich von Nutzen zu sein.

Hochtechnische und detaillierte Daten haben im richtigen Rahmen ihre Berechtigung. Um das Beste aus einem Netzwerk-Management-System herauszuholen, sollte es aber Daten für die IT-Organisation einerseits und für die Unternehmensleitung andererseits liefern können. Deshalb müssen sich die Berichte an die jeweilige Zielgruppe anpassen lassen:

Berichte für die Unternehmensleitung sollten darlegen können, wie sich das Netzwerk im Vergleich mit den vereinbarten IT-Zielen verhält. Dies würde beispielsweise Leistungsdiagramme, Netzwerkübersichten und Betriebskostenaufstellungen umfassen. Die Berichte für die technische Zielgruppe sollten dagegen Unterstützung bei der Kapazitätsplanung leisten und zum Beispiel Aufschluss über die Verfügbarkeit von Router-Ports geben.

Die zunehmende Zahl mobiler Geräte hat sicherlich Auswirkungen auf das Management von Netzwerken. Welche Veränderungen sehen Sie im Netzwerkmanagement und welche weiteren Faktoren sind dafür maßgeblich?

Klapproth: Netzwerk-Management ist ständig im Fluss, weil es ständig neue Techniken gibt, die unterstützt werden müssen. Man denke nur an Virtualisierung, Wireless und VoIP. Für den Erfolg eines Unternehmens ist es wichtig, dass ein Netzwerk auf Dauer stabil und schnell ist und gleichzeitig diese neuen Technologien nutzen kann. IT-Organisationen müssen dafür sorgen, dass ihre Netzwerk-Management-Werkzeuge in der Lage sind, heutige und künftige Technologien zu unterstützen.

Aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage werden IT-Organisationen für die Ertragskraft des Unternehmens insgesamt stärker in die Pflicht genommen. Aus unternehmerischer Perspektive müssen Netzwerke Geschäftsprozesse unterstützen, beispielsweise die Implementierung von Green IT. Sie müssen dazu beitragen, Investitionsaufwand und Betriebskosten zu reduzieren. Und sie müssen entsprechende Ergebnisse und Zahlen in Form von Berichten liefern können, die sich leicht anpassen lassen und auch von (nicht technischen) Führungskräften verstanden werden.

weiter mit: Wie definieren Sie „gute“ Netzwerkleistung und welche Maßnahmen empfehlen Sie zur Verbesserung der Netzwerkleistung?

(ID:2047676)