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Definition Was ist Netzwerk-Management?

Das Netzwerk-Management ermöglicht die Überwachung, Steuerung und Verwaltung von Netzwerken. Es ist Teil des IT-Managements und die Voraussetzung für einen effizienten Betrieb eines Netzwerks. Die verschiedenen Funktionen des Netzwerks-Managements hat die ISO im FCAPS-Modell zusammengefasst.

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(© aga7ta - Fotolia)

Der englische Begriff für Netzwerk-Management lautet Operation, Administration and Maintenance (OAM). Unter dem Netzwerk-Management sind alle Funktionen zur Überwachung, Steuerung und Verwaltung von Netzwerken im IT- und Telekommunikationsbereich zusammengefasst. In großen, komplexen Netzwerken übernehmen Netzwerkmanagementsysteme in Form von Software-Tools die verschiedenen Aufgaben.

Zu den wichtigsten Aufgaben gehören beispielsweise das Erkennen, Melden und Beseitigen von Fehlern, das Sammeln von Leistungsdaten, die Konfiguration von Parametern und die Inventarisierung der Netzkomponenten. Die Überwachung des Netzwerks wird häufig unter dem Begriff Netzwerk-Monitoring zusammengefasst. Für IP-Netzwerke existieren spezielle Protokolle für die Netzwerküberwachung und -konfiguration wie SNMP (Simple Network Management Protocol).

Die verschiedenen Funktionen des Netzwerk-Managements

Die Funktionen des Netzwerk-Managements sind von der ISO (International Organization for Standardization) im FCAPS-Modell zusammengefasst. Die Anfangsbuchstaben von FCAPS benennen jeweils die einzelnen Funktionen. Diese sind:

  • F = Fault Management oder Fehlermanagement
  • C = Configuration Management oder Konfigurationsmanagement
  • A = Accounting Management oder Abrechnungsmanagement
  • P = Performance Management oder Leistungsmanagement
  • S = Security Management oder Sicherheitsmanagement

Im Fehlermanagement sind alle Funktionen zusammengefasst, die zur Fehlererkennung, -beseitigung und -vorbeugung genutzt werden. Das Konfigurationsmanagement hilft bei Änderungen und Erweiterungen des Netzwerks und der Pflege der Einstellungen verschiedener Netzkomponenten. Mithilfe des Abrechnungsmanagements wird die Benutzung des Netzwerkes erfasst und abgerechnet. Die Tools des Leistungsmanagements messen das Leistungsverhalten des Netzwerks und ermöglichen die Optimierung der Leistung. Für das Authentifizieren von Usern und Netzwerkzugriffen ist das Sicherheitsmanagement verantwortlich.

Netzwerk-Monitoring als wichtiger Teil des Netzwerk-Managements

Eine wichtige Teilaufgabe des Netzwerk-Managements übernimmt das Netzwerk-Monitoring. Es überwacht das Netzwerk und seine Komponenten wie Router, Switches, Verbindungen und Services. Beim internen Monitoring liefern die überwachten Komponenten selbst die Informationen, das externe Monitoring überwacht das Netzwerk mittels am Netz angeschlossener Geräte und Probes.

Systeme und Software des Netzwerk-Managements

Die verschiedenen Aufgaben des Netzwerk-Managements übernehmen in großen, komplexen Netzwerken in der Regel Netzwerkmanagementsysteme. Es handelt sich um Software, die einen Teil der Aufgaben oder alle ausführt. Meist sind die Systeme in einzelne Tools für bestimmte Funktionen unterteilt. Die Programme des Netzwerkmanagementsystems führen Konfigurations-, Monitoring-, Accounting- oder Inventarisierungsaufgaben aus. Es ist ein breites Spektrum an Netzwerkmanagementsystemen auf Basis proprietärer oder offener Open-Source-Lösungen verfügbar. Beispiele für Open-Source-Software sind Nagios, Ganglia, OpenNMS oder Icinga. Bekannte proprietäre Lösungen sind beispielsweise HP OpenView, IBM Tivoli, Microsoft Operations Manager oder Ipswitch WhatsUp Gold.

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