Genauigkeit von unter einer Mikrosekunde

PTP-Zeit-Sync für Energieversorger und Sendeanstalten

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

OSA 5401 und OSA 5405 entsprechen den aktuellen PTP-Profilen für die Zeit-, Frequenz- und Phasensynchronisation in den Netzen von Energieversorgern und Sendeanstalten.
OSA 5401 und OSA 5405 entsprechen den aktuellen PTP-Profilen für die Zeit-, Frequenz- und Phasensynchronisation in den Netzen von Energieversorgern und Sendeanstalten. (Bild: Business Wire)

ADVA hat seine Oscilloquartz-PTP-Timing-Technologie mit neuen Leistungsmerkmalen versehen und diese in die Produkte OSA 5401 und OSA 5405 integriert. Mit ihnen sei in den Netzen von Energieversorgern und Sendeanstalten eine Synchronisationsgenauigkeit im Sub-Mikrosekunden-Bereich möglich.

Mit den neuen Funktionen der Oscilloquartz-PTP-Timing-Technologie (Precision Time Protocol) stehe Elektrizitätsunternehmen eine Genauigkeit zur Verfügung, die für intelligente Stromnetze erforderlich sei; Medienunternehmen könnten Film- und Tonaufzeichnungen mit exakten Zeitmarken versehen. ADVA habe die Funktionen in der SFP-basierten OSA 5401 – dem laut Hersteller kleinsten PTP-Grandmaster auf dem Markt – sowie in der mit PTP-Grandmaster mit doppelter GNSS-Antenne und -Empfänger ausgestatteten OSA 5405 integriert. Beide Produkte hätten sich in der Telekommunikationsbranche weltweit bewährt.

Präzise Zeitverteilung und Taktsynchronisation

ADVA zufolge entsprechen die OSA 5401 und die OSA 5405 ab sofort den aktuellen PTP-Profilen für die Zeit-, Frequenz- und Phasensynchronisation in den Netzen von Energieversorgern und Sendeanstalten. Dazu gehören das IEC/IEEE 61850-9-3 Power Profile für die präzise Zeitverteilung und Taktsynchronisation in Stromnetzen mit einer Genauigkeit von einer Mikrosekunde sowie SMPTE 2059 für die Synchronisation von Video- und Audiogeräten über IP-Netze. Durch die Unterstützung von NTP könnten Unternehmen mit beiden Lösungen auch einen lokalen NTP-Server mit sehr guter Genauigkeit und hoher Verfügbarkeit betreiben. Darüber hinaus verfügten die OSA 5401 und die OSA 5405 über GNSS-Empfänger mit Technologie zum Erkennen von Jamming und Spoofing. Diese Informationen würden dann im zentralen Managementsystem mit Methoden der künstlichen Intelligenz weiter ausgewertet.

Genauigkeit trotz schwieriger Bedingungen

Die SFP-basierte OSA 5401, so der Hersteller, benötige keinen zusätzlichen Platz, nur sehr wenig Strom und sei für den Einsatz auf engstem Raum optimiert. Das Produkt verfüge über einen GNSS-Empfänger für mehrere Konstellationen (GPS, GLONASS, BEIDOU) und erreiche auch unter schwierigen Bedingung wie bei Abschattung durch hohe Gebäude im städtischen Umfeld eine sehr gute Genauigkeit bei der Bereitstellung von Zeit- und Frequenzinformationen. Die OSA 5405 sei in zwei Ausführungen sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich erhältlich. Auf bisher häufig verwendete Koaxialkabel könne verzichtet werden. Stattdessen kämen einfache Ethernet-Kabel oder Glasfasern zum Einsatz. Damit könne die Entfernung zwischen Antenne und Empfänger deutlich vergrößert und die Installation gleichzeitig vereinfacht werden. Die OSA 5405 kombiniere eine hochpräzise GNSS-Synchronisation mit SyncE und PTP im Verbindungsnetz, um auch unter schwierigen Bedingungen eine Synchronisation mit Sub-Mikrosekunden-Genauigkeit gewährleisten zu können.

„Wir möchten für jede Branche ein präzises, ausfallsicheres und kosteneffizientes Timing zur Verfügung stellen. Sowohl unsere OSA 5401 als auch unsere OSA 5405 haben Kommunikationsdienstanbietern erhebliche Vorteile in ihren Netzen gebracht. Bei Mobilfunkbetreibern wurde mit den Produkten der Massen-Rollout kleiner Funkzellen (Small Cells) unterstützt, wobei diese gleichzeitig für die Einführung von 5G-Technologie vorbereitet wurden. Mit den neuen Funktionen können wir ein genaues, zuverlässiges und kostengünstiges PTP-Timing nun auch an den Rand der Netze von Energieversorgern und Sendeanstalten bringen“, kommentierte Ulrich Kohn, Director Technical Marketing bei ADVA. „Ein besonderes Leistungsmerkmal dieser Geräte ist die einzigartige Erkennung von Spoofing und Jamming. Diese Lösung arbeitet in zwei Stufen. Zunächst identifizieren unsere OSA 5401 und OSA 5404 Störungen selbstständig. Danach wird diese Information von mehreren Geräten zentral mittels künstlicher Intelligenz analysiert. Durch maschinelles Lernen wird die Erkennung von Störungen laufend verbessert, wodurch ein äußerst robuster Schutz erreicht wird. Diese Sicherheit ist für die Kommunikation zwischen automatisierten Prozessen (Machine Type Communication) und für den Netzbetrieb der Energieversorger von großer Bedeutung.“

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